Der Film beginnt und endet mit einer identischen Szene, in welcher Nick (Undercover-Cop) sich fragt, warum Menschen Drogen nehmen. Die Szene ist surrealistisch und schäbig zugleich, so dass man sofort ins Geschehen eintaucht.
Nick gewinnt nach sieben Jahren das Vertrauen des Drogenbosses Quin und soll dessen Nachfolger werden. Indessen kümmert er sich um seine drogenabhängige Nachbarin und verliebt sich in sie. "Zwischen der Freundschaft zu Quin, seinem Pflichtbewusstsein und seiner Fürsorge für Fan (Nachbarin) und ihre Tochter droht Nick zerrieben zu werden."
Auf der Rückseite des Covers sind fünf Szenen abgebildet, wobei diese sehr heftig und blutig sind. Im Film selbst geht es gemäßigter zu. Zwar fallen Schüsse, gibt es Opfer, schaut man Drogenkurieren und -machern über die Schulter. Diese sind jedoch zu keinem Zeitpunkt nur des Effekts willen, sondern zweckmäßig in die Handlung integriert.
Man erfährt zwar nichts wirklich NEUES über Drogen, SIEHT aber z.B. beim Prozess der Streckung zu, begutachtet im weiteren Verlauf die Anbaugebiete und lauscht gespannt den Berichten über Rauschmittel.
Der Film ist eine solide, glaubwürdige und aufwühlende Drogenmilieu-Studie mit einem sympathischen Hauptdarsteller und vielen "kaputten" sowie zwielichtigen Gestalten der Drogenszene. Dem Regisseur gelingt es, eine gute Balance zu finden - zwischen der Schäbigkeit der Anhängigen und der Niederträchtigkeit der Lieferanten.