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Prosumer Revisited: Zur Aktualität einer Debatte (Konsumsoziologie und Massenkultur) (German Edition) [Taschenbuch]

Birgit Blättel-Mink , Kai-Uwe Hellmann
2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 39,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

27. Oktober 2009 Konsumsoziologie und Massenkultur
Amazon, ebay, Linux, MySpace, Youtube, Wikipedia: Seit Jahren wächst die Zahl partizipativer Internetplattformen, auf denen Konsumenten nicht nur eigene Inhalte einstellen und mit anderen teilen, sondern diese Plattformen auch selbst entwickeln und fortlaufend verbessern. Inzwischen hat diese Entwicklung sogar etablierte Märkte und Unternehmen erreicht, indem sich Konsumenten verstärkt an der Invention und Produktion neuer Sach- und Dienstleistungen aktiv beteiligen. Was diese Entwicklung sichtbar macht, ist ein Trend, den Alvin Toffler schon 1980 als das Aufkommen der Prosumenten bezeichnet hat: Konsumenten werden vermehrt zu Produzenten, Kunden werden zu externen, unbezahlten Mitarbeitern, die einen aktiven Beitrag zur unternehmensinternen Wertschöpfung leisten. Dabei ist dieser Trend nicht ganz neu, man denke nur an Selbstbedienung, Do-it-vourself und IKEA. Nur wie hat man sich dieses hybride Konstrukt aus Konsumenten und Produzenten genau vorzustellen? Sämtliche Beiträge in dem Band ? Prosumer Revisited? greifen Tofflers Konzept auf, entwickeln es weiter und wenden es auf spezifische Fälle des Phänomens ? Prosumismus? an.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 232 Seiten
  • Verlag: Verlag für Sozialwissenschaften; Auflage: 2010 (27. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3531169351
  • ISBN-13: 978-3531169354
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 1,2 x 21 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 693.488 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Band "Prosumer Revisited" liefert einen gelungenen Überblick zur Vielfältigkeit der sozialwissenschaftlichen Forschung hinsichtlich der Aktivierung und Mitarbeit von Kundinnen und Kunden, einem Thema dessen sich bisher vor allem die Wirtschaftswissenschaften [...] angenommen haben. [...] Als Perspektiverweiterung vor allem für die Bereiche Konsum, Produktion, Arbeit und Freizeit bietet das Buch eine wertvolle Zusammenstellung aktueller Forschungsarbeiten und ist dahingehend sehr empfehlenswert." Sozialwissenschaften und Berufspraxis, 2-2010 "[...] das Buch fokussiert eine bisher kaum beachtete Schnittstelle zwischen Sozialwissenschaften, Marketing und Management und bietet nicht zuletzt auch Betriebswirtschaftlern zahlreiche Einsichten in das weite Feld der Kundenintegration." n-tv.de (Lesen & Hören), 22.02.2010

Werbetext

Vom Konsumenten zum "Prosumer"?

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3.0 von 5 Sternen Prosumer: Grenzgänger im Internet-Zeitalter 1. September 2010
Von Dirk Engel TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Rund um Social Media und Software-Projekte nach dem Open Source-Prinzip (bei denen viele Programmierer dezentral und unentgeltlich arbeiten, wie z.B. für Linux oder Firefox) ist ein auf dem ersten Blick neues Phänomen aufgetreten: Menschen konsumieren nicht nur Medieninhalte oder Softwareprodukte, sondern sie schaffen sie auch selbst, um sie mit anderen teilen zu können. Die Grenze zwischen Produzent und Konsument verschwimmt im Internet zunehmend.

Das erinnert an eine Beobachtung, die der Zukunftsforscher Alvin Toffler vor fast 30 Jahren beschrieben hat. Toffler wurde bekannt durch seinen Bestseller Zukunftsschock", 1980 beschrieb er in dem Buch The Third Wave" den Prosumer" - eine Mischung aus Konsumenten und Produzenten. Während in der Agragesellschaft die Menschen fast ausschließlich für den eigenen Verbrauch Waren und Nahrung hergestellt haben, kam durch die Industrialisierung ein strikte Trennung: Der Fabrikarbeiter produziert die Ware für den Markt, er selbst kann sie sich mitunter gar nicht leisten.
Toffler sah nun in den 70er Jahren die ersten Anzeichen für eine neue Entwicklungsstufe, bei denen immer mehr Tätigkeiten, die zuvor rein auf Produzentenseite angesiedelt waren, von den Verbrauchern übernommen werden: Selbsthilfegruppen, Selbstbedienung, Do-it-yourself, Schwarzarbeit. Das Internet und seine Möglichkeiten, das Menschen im großen Umfang zusammenarbeiten können, konnte der ansonsten sehr visionäre und kluge Kopf Toffler noch nicht voraussehen. Aber sein Begriff des Prosumers" wurde von der Internet-Gemeinde begeistert aufgegriffen und ist seit einigen Jahren wieder in aller Munde.

Ob er jedoch für die Welt von Web 2.0 und Linux tatsächlich zu gebrauchen ist, wird in einem sehr lesenswerten Buch diskutiert: Prosumer Revisited" ist die Zusammenfassung von Beiträgen rund um eine soziologische Tagung. Die Teilnehmer nahmen Tofflers ursprüngliches Konzept und die Weiterentwicklungen sehr genau unter die Lupe. Für Medien ist die Idee des Prosumers" von eminenter Bedeutung: Nicht nur die reinen Social Media-Plattformen wie Facebook oder Youtube, auch Call-In-Sendungen, Castings-Shows, Leser-Reporter und Reality-TV zeigen, wie zunehmend die Trennline zwischen Medien-Produzent und Medien-Konsument verwischt.
Die Untersuchungen sind sehr akademisch sorgfältig und differenziert, weit weg von der euphorischen Internet-Ideologie, die in dem Prosumer" den neuen Menschen eines goldenen Digital-Zeitalters sieht. Das wird zum Beispiel deutlich in einem hier neu abgedruckten älteren Beitrags des Soziologen George Ritzer, der im viel gerühmten Crowdsourcing" nur eine Methode sieht, durch Selbstbedienung Arbeit an die Kunden abzudrücken, um Kosten zu minimieren und Profite zu maximieren. Neben solchen eher theoretisch ausgerichteten Artikeln versammelt das Buch auch empirische Arbeiten, die z.B. die Gebrauchtwagen-Verkäufer und Käufer bei Ebay untersuchen.

Natürlich sind die Texte mehr oder minder von sozialwissenschaftlichen Fachbegriffen durchdrungen, trotzdem lohnt sich die Lektüre der meisten Beiträge. Auch der Wiederabdruck eines 1986 gehaltenen Vortrags des Marketing-Gurus Philip Kotler ist spannend zu lesen, da er schon einen recht präzisen Ausblick auf die Dinge gab, die da im Internet-Zeitalter noch kommen würden.
Das Buch hilft dabei, unsere moderne Medien- und Wirtschaftswelt besser zu verstehen, in der der einzelne erweiterte Möglichkeiten und Aufgaben hat, jenseits des bloßen Verbrauchs von durch Massenproduktion hergestellter Waren. Wer das Marketing des 21. Jahrhunderts beherrschen will, sollte sich sehr genau mit der Idee des Prosumers beschäftigen.
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von RMS
Format:Taschenbuch
Das mittlerweile schon etwas angegraute Thema "Prosumerism" und "Web 2.0" wird hier erneut strapaziert. Für jene, die zum Thema noch nichts gehört haben vielleicht ganz gut (und dann wären es drei, vielleicht sogar vier Sterne).

Für alle anderen gleich vorweg: wieder beginnt man mit Alvin Toffler, bemüht Kotler und Ritzer etc. thematisiert die Rolle des Nutzers bzw. Konsumenten als "Consumer" und "Producer" usw.

RS
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