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4.0 von 5 Sternen
"He's been a tower of strength!", 8. Juli 2007
Das sagte Roger Waters über Eric Clapton, der auf diesem Album und bei der anschließenden Tournee Gitarre spielte! Und es stimmt: Clapton vermittelt den einzelnen Stücken von Waters eine gesunde Mischung aus Blues und Rock, die den nach "The Wall und "The Final Cut" stellenweise etwas erschöpft klingenden Waters weich fallen lassen. Natürlich soll durch diese Rezension nicht der Eindruck entstehen, dass "Pros And Cons" ein schlechtes Album sei - ganz im Gegenteil! Aber sehr vieles an diesem Werk erninnert einfach daran, dass Pink Floyd (und hier kann man aufgrund der damaligen Geschehnisse zurecht einen Vergleich zur Band ziehen) stets mehr war als die Summe seiner Einzelteile. "The Pros And Cons Of Hitch Hiking" ist ein typischer Waters, gepaart mit hochkarätigen Einflüssen namhafter Musiker. Der amerikanische Saxophonist David Sanborn (den sieht und hört man übrigens in dem Film "Forget Paris", als er vor einem Basketball-Spiel die Nationalhymne trötet) und Eric Clapton geben dem Ganzen einen sehr bluesigen Anstrich. Manche Harmonien klingen eindeutig nach "The Wall" und "The Final Cut", was wohl darauf zurückzuführen ist, dass alle drei Alben aus denselben Wurzeln hervorgehen und nur durch das Gewerke der Band gegen Ende der 70er in drei Teile gesplittet wurden. Wenn man den Kinofilm "The Wall" aufmerksam anschaut und genau hinhört, so erkennt man Teile von "The Moment Of Clarity", die Pink (Bob Geldof) neben der Kloschüssel vor sich hin singt, sowie Harmonien von "The Final Cut" (von einer Horn-Section gespielt) im Abspann bei "Outside The Wall". "The Pros And Cons Of Hitch Hiking" markiert einen Wendepunkt, sowohl für Roger Waters, der offenbar auf der Suche nach einem neuen Stil gewesen ist, den er mit "Radio K.A.O.S." beschrieb, als auch für Pink Floyd, die zu jener Zeit praktisch nicht existierten. (Anmerkung: Lesen Sie bitte Nick Masons "Inside Out", wo dieses Kapitel eingehend beschrieben wird!) Meine persönlichen Anspieltipps: "Sexual Revolution" (wenn man auf Blues steht) "The Pros And Cons Of Hitch Hiking" (das Titelstück) "Every Stranger's Eyes" (das Waters sogar heute noch live spielt) Mit guten Musikern hat Waters ein Händchen, was er ja mit Eric Clapton, David Sanborn und Ray Cooper sowie später mit Jay Stapley ("Radio K.A.O.S." und "When The Wind Blows"), Jeff Beck ("Amused To Death") und Eddie Van Halen ("The Legend Of 1900") bewiesen hat.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kongenial, 6. Juli 2009
Ohne den "Qualitätsstempel" Pink Floyd hatte Waters es wahrlich nicht leicht, Erfolge zu erzielen. "Pros" verkaufte sich leider nur mäßig, zu Unrecht, wie ich finde. Das Album, das stellenweise an "The Wall" und "The Final Cut" erinnert, ist ein beinahe surreales Hörerlebnis, das dem aufmerksamen Hörer die Gefühle quasi einhämmert, selten habe ich so viel von mir in Musik wiedererkannt. Die hörspielartigen Soundeffekte und Stimmen verhelfen dem auch noch zu besonderem Glanz. Ein Schauer läuft einem über den Rücken, das Herz schlägt schneller, wenn sich der Protagonist in den Waters-typischen unheimlich ehrlichen Liedtexten und eingängien Melodien in seinen Träumen seinen größten Ängsten und Fantasien ausgesetzt sieht, die durch die Harmonie und Rythmus exzellent in Szene gesetzt werden. Sehr hilfreich sind dabei die sehr guten "Hilfsmusiker" wie zum Beispiel Eric Clapton, der mich hier sehr überrascht hat, denn normalerweise langweilt seine Musik mich doch sehr oder David Sanborn, der das Saxophon sehr gut an die progressive, kraftvolle Musik anpasst, wie man es selten gehört hat, Andy Newmark am Schlagzeug und Michael Kamen am Piano und als Arrangeur für die Streicherparts. Allen voran, trotz eher mittelmäßiger Technik auf Gitarre und Bass, natürlich Waters, der fantastisches Songwriting und vor allem virtuose Dramaturgie abliefert. Sein Gesang wird oft kritisiert, dennoch schaffen es wenige Sänger, sich so sehr in ihre Lyrik hineinzuversetzen und zudem hat er einen sehr eigenen Stil, der einfach auf seine Weise gut klingt. Das Werk, das zwar zum größten Teil sehr melancholisch und pessimistisch daher kommt, löst sich am Ende zu einem Happy End, das nicht zu kitschig ist und gewisse Dinge ungewiss lässt, hier ist viel Interpretationsspielraum für den Hobbyphilosophen Alles in allem hat sich "The Pros and Cons of Hitch Hiking" seine 5 Sterne ehrlich verdient, allerdings kann man hier kein Pink Floyd-Album erwarten, was es ja auch nicht ist.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Remastered ?, 31. August 2007
Lange habe ich gesucht, welche Version dieser mehrfach angebotenen CD denn nun eine remasterte Version ist. Um dem Einen oder Anderen die Suche zu ersparen: dieser Japan-Import IST eine remastered Version mit deutlich besserem Klang als das Original aus 1984. Allerdings kommt sie in einem Pappschuber daher (der zwar nett gestaltet ist zum Aufklappen, mit englischen und japanischen Texten....aber ob es praktisch ist, die CD jedesmal umständlich aus einer Schutzhülle und der Papphülle zu nehmen, muss jeder selbst entscheiden....).
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