Kurzbeschreibung
Der Doppelband in der Propyläen Geschichte Deutschlands gilt als glanzvoller Höhepunkt Mommsens lebenslanger Forschung und wird für lange Zeit das Standardwerk über diese so entscheidende und folgenreiche Epoche deutscher Geschichte bleiben.
Mommsen, ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts in London und langjähriger Dozent für mittlere und neuere Geschichte an der Universität Düsseldorf, zählt nicht nur zu den besten Kennern der Geschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, er hat mit seinen Forschungs- und Debattenbeiträgen die deutsche Zeitgeschichtsforschung tief beeinflusst. In allen seinen Arbeiten analysiert er die Vergangenheit stets als Vorgeschichte gegenwärtiger Politik.
Er behandelt den Aufstieg des Deutschen Reiches zu einer der führenden Industriestaaten Europas, schildert das allmähliche Wiedererwachen der politischen Parteien und Strömungen nach der drückenden Zeit der Restauration, die politischen Spannungen und Machtkämpfe um und gegen Bismarck, das verhängnisvolle Ausgrenzen großer Teile der Bevölkerung aus dem politischen System und die neue deutsche Rolle im europäischen Mächtesystem.
Aus dem Inhalt: Aufstieg und Fall des deutschen Kaiserreiches, Die Anlaufphase der industriellen Revolution, Das Wiedererwachen der politischen Bewegungen, Die Orient-Krise, Bildung und Wissenschaft im naturwissenschaftlichen Zeitalter, Der Aufstieg der künstlerischen und literarischen Avantgarde und die Sprengung des bürgerlichen Kulturbegriffs u.a.
Über den Autor
Wolfgang J. Mommsen, geboren 1930 in Marburg. 1968 - 1996 Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Düsseldorf. Er leitete von 1977 bis 1985 das Deutsche Historische Institut in London und war von 1988 bis 1992 Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands. Er war Mitherausgeber der Max-Weber-Gesamtausgabe und lebte als Emeritus in Düsseldorf. 2004 kam Wolfgang Mommsen bei einem Badeunfall ums Leben.