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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bildgewaltige Zivilisationskritik auf Australisch,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Proposition - Tödliches Angebot (DVD)
Dieser Film von John Hillcoat ist ganz starkes Kino. Die Handlung ist im australischen Outback der 1880er angesiedelt. Im Zentrum steht ein faustischer Pakt zwischen dem britischen Captain Morris Stanley und dem irischen Outlaw und Bandenmitglied Charlie Burns. Stanley hat Burns' kleinen Bruder Mikey in Polizeigewahrsam genommen, dem für seine Verbrechen der Galgen droht. Stanley macht Charlie Burns ein Angebot: Sofern dieser seinen älteren Bruder Arthur tötet, der wegen zahlloser Gewaltverbrechen, die Mikeys und Charlies Vergehen weit in den Schatten stellen, gesucht wird, dürfen Mikey und Charlie mit Straffreiheit rechnen. Stanley verfolgt dabei zwei Ziele: Einerseits will er das von Anarchie geprägte Land "zivilisieren", dessen moralische Verdorbenheit von Myriaden von Fliegen symbolisiert wird, andererseits endlich den Mann, der die hochschwangere beste Freundin seiner Frau brutal ermordet hat, seiner als "gerecht" empfundenen Strafe zuführen. Damit gerät Stanley in ein ethisch-juristisches Dilemma, denn um seine Vorstellung von Zivilisation durchzusetzen, zu deren Grundlagen eine von der von ihm selbst repräsentierten Exekutive unabhängige Justiz gehört, sieht er sich trotz seines Amtes als Ordnungshüter zum Rechtsbruch gezwungen - wohl auch deshalb, weil die örtliche Justiz grob gegen das Neutralitätsgebot der eigenen Zunft verstößt. Außerdem bringt er mit seinem Angebot die zur Lynchjustiz neigenden Einwohner des kleinen Städtchens gegen sich auf, in dem er als Polizeichef dient. Es beginnt eine gnadenlose Jagd...Begleitet wird dieses komplexe und außergewöhnliche Sujet von grandioser Bildgewalt, herrlichen Aufnahmen des australischen Hinterlandes, hervorragenden Darstellern wie Ray Winstone, Guy Pearce, John Hurt und Emily Watson sowie einem dezenten Soundtrack von Warren Ellis und Nick Cave, der auch für das Drehbuch verantwortlich ist. Das erschütternde Schicksal der Aborigines wird dabei ebensowenig ausgespart wie die unsagbare Brutalität, mit der innerhalb dieses quasi rechtsfreien Raumes agiert wird. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Absolut seltenes Filmerlebnis!!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Proposition - Tödliches Angebot (DVD)
Dieser Film zeigt definitiv, wie stilvoll und tiefgründig man bewegte Bilder und Musik kombinieren kann. Er wirft ein Licht auf die Besiedlung Australiens, das leider zu gerne ausgeblendet wird, ohne dabei jedoch zu einseitig zu betrachten. Entsprechend kann ein solcher Film nicht ohne Gewalt auskommen, es wäre schlichtweg eine unrealistische Darstellung. Trotz allem wird diese Brutalität kombiniert mit einer unglaublich einfühlsamen Poesie und der Schönheit der australischen Landschaft, dazu ein packend athmosphärischer Soundtrack. Es hat viel zu lange bis zum Erscheinen in Deutschland gedauert und eigentlich sollte man The Proposition wohl auch im Kino sehen, aber trotzdem schön, dass es endlich so weit ist.Also: Absolut empfehlenswert an alle, die auf Anspruch setzen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das Drama rund um dei Gedrüder Burns - Toller Film!,
Von Gaerry04 "G.aerry" (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Proposition - Tödliches Angebot (DVD)
Vielleicht werden die deutschen Filmemacher irgendwann aufhören halbgare Kommödien in die Kinos zu bringen - bis dahin bleibt man aber als Cineast keineswegs auf der Strecke, angesichts derartig guter Filme wie "THE PROPOSITION". Obwohl es sich um eine offensichtliche Low Budget - Produktion handelt, zieht der Film alle Register, sowohl was die Besetzung, als auch die Dramaturgie anbelangt. In knapp 100 Minuten Spiellänge wirde der Zuschauer in s Outback entführt, wo er ein bisschen Wüstenwind schnuppern kann, während er das Drama um die Gebrüder Burns mitverfolgt. Sogar der Soundtrack ist klasse und erzeugt in jeder Einstellung eine atmospherische Dichte, die man ansonsten nur aus einigen überbezahlten Hollywood - Streifen kennt. Alles in Allem wirkt das gesamte Produkt daher sehr homogen und in sich geschlossen, ohne irgendwelche biederen Allüren zu hegen, ein Kunstfilm zu sein. Kino das Spaß macht, - und das über die volle Distanz. Toller FIlm, tolle Sets, toller Soundtrack , tolles Drehbuch (Mr. Nick Cave hat sich hier hinter die Tasten geklemmt) - ein durch und durch gelungener Film.
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