Böckls Buch ist, wie alle seiner Werke von grosser Sprachgewalt. Das ist das positive
an diesem Roman über einen Menschen, den seine Visionen oft wohl an den Rande des
physischen und psychischen Zusammenbruchs gebracht haben dürften!
Trotzdem gibts "nur" vier Sterne, weil mich Böckls ständiges Erwähnen von Elfen,
Erdmutter und vor allem "Arianschrott" unglaublich nervten.
Jeder der sich irgendwann mal mit Alois Irlmaier auseinandergesetzt hat, indem er
seine veröffentlichten Prophezeiungen las, oder eine der beiden über ihn erschienen Biographien
weiß, dass Irlmaier, ein tiefgläubiger, frommer (aber keineswegs frömmelnder!) Mensch war,
der mit Elfen und Arianschrott soviel am Hut hatte, wie die Kuh mit dem Eierlegen!
Das ist was mich schon ziemlich ärgerte. Ansonsten ist das Buch in typisch
souveräner Böckl Manier geschrieben, ud regt auch zum Nachdenken über den bayrischen
"König der Seher " an. Trotz erwähnter Schwächen absolut lesenswert.