Septic 2 war schon eine feine Sache. Nicht genug damit, dass man wundervolle Exklusiv-Mixe bekannter Clubhits geliefert bekam, nein, es wurden einem zudem noch ein paar echt geniale Newcomer vorgestellt. Und so hatte mich Retrosics Extended Version von Death Means Nothing vom Fleck weg auf das ganze Album neugierig gemacht, und, hey, hier sind echte Könner am Werk! Was sich auf der Compilation noch perfekt in den Futurepop-Kontext integriert, entpuppte sich auf dem Album als harter Elektro mit Herz und Verstand! Echte Bretter, die so gar nicht nach Weltverbesserung a la VNV Nation und Konsorten schreien, sondern der Welt die kalte Schulter zeigen. Oft bedient sich der Sänger dabei der Tonalität Wumpscuts, knarzt aber ab und zu auch so schön wie Marilyn Mansons. Musikalisch, sowie klangtechnisch kann Retrosic den genannten Elektrobands ebenfalls leicht das Wasser reichen und so ist es um so schöner, dass sie auch gleich so selbstverständlich ihren eigenständigen Stil mitbringen!