Drei Jahre nach dem großartigen - Empire - veröffentlichten Queensryche noch einmal mit - Promised Land - ein sehr bemerkenswertes und respektables Album. Während viele Fans das Album - Operation Mindcrime - als das "Nonplusultra" bezeichnen, ist "Promised Land" mein absolutes Lieblingsalbum von Queensryche.
Keine Frage, mit - Operation Mindcrime - haben sich Queensryche ihr Denkmal für die Ewigkeit gesetzt, wobei die Musiker irgendwann in einem Interview auch einmal zugaben, dass diese Platte, wenn sie heute veröffentlicht werden würde, wahrscheinlich nicht so ein großer Erfolg werden würde, wie 1988, wo der Hard Rock und auch die Heavy-Metal-Musik ganz große im Trend lagen, und Queensryche diese Trendwelle natürlich voll abbekam. Wie dem auch sei, ich persönlich würde mich sehr freuen, wenn Queensryche heute wieder so ein vergleichbar gutes Album auf vergleichbar hohem Niveau wie - Operation Mindcrime - veröffentlichen würde.
Promised Land - war bisher das letzte wirklich richtig überzeugende Album der Gruppe, das durchgehend spannende und exzellente Songs enthielt, bevor die Band - ich möchte mal sagen - in ihre kreative Auszeitphase hineinrutschte, und ihr, meiner Meinung nach, dabei auch immer wieder der Druck zum Verhängnis wurde - förmlich gezwungen - etwas zu produzieren, das genauso gut ist wie das besagte - Operation Mindcrime. Diesem enormen Druck, bzw. diesem unglaublich hohen Anspruch, kann man als Band eigentlich fast überhaupt nicht standhalten oder gerecht werden, ohne daran zu zerbrechen, und so etwas geht irgendwann dann auch schief.
Auf - Promised Land - schafften es Queensryche 1994 noch einmal den Musik-Kritikern und Fans gerecht zu werden, wobei man auf dem letzten Song der CD - Someone else? - und der Textzeile - Here I stand at the crossroads edge - aus heutiger Sicht schon ein bisschen assoziieren kann (könnte), in welcher Situation sich die Band damals befand, und teilweise auch heute noch befindet.
Mit - Real World - und - Someone Else? (with full band) - sowie den beiden Live-Versionen - Damaged und Real World - befinden sich vier Bonustracks auf der remasterten Version, die sich klangtechnisch nicht viel von der Originalausgabe von 1994 unterscheidet.