Mythen sind unverzichtbarer Teil unserer Kultur wie auch unseres Alltags geworden. Sie geben Auskunft zu wesentlichen Fragen unserer Existenz, also u.a. nach dem "Woher" und dem "Wohin". Der Autor nimmt sich viel "Raum", um seiner Leserschaft die Tür zu einer Welt zu öffnen, über deren Breite und Tiefe nur ein enger Kreis von Fachleuten gut informiert ist.
Eingangs geht der Autor auf die Bedeutung der Mythen aus wissenschaftlicher Sicht ein. Danach führt er seine LeserInnen in die Welt der wichtigsten Mythen ein, also jene aus Ägypten, Mesopotamien, Griechenland und Rom, der Kelten und Germanen, aus Indien, China und Japan sowie aus Afrika, Amerika und von den pazifischen Inseln.
Keine Frage, es braucht eine gewisse Passion, um sich durch die 700 Seiten zu kämpfen. Diese Werk zählt nicht zur leichten, dafür zur inhaltsreichen und anspruchsvollen Lektüre. Obwohl eine grosse Zahl kleiner Mythen im Abseits stehen, ermöglicht dieses Werk aufschlussreiche Quervergleiche und dem Sinn und der Funktion der Mythen annähernd auf die Spur zu kommen.
Ein umfangreiches Register und Literaturverzeichnis verdienen Lob. Dieses umfangreiche Werk ziert sicher nicht die Rangliste der Freizeitlektüre, dennoch wäre ihm angesichts des gewichtigen Inhalts eine breite Leserschaft vergönnt.