Der Anbeginn der Zeit. Die Titanen herrschen gemeinsam über die Welt, bis Kronos die Herrschaft an sich reißt. Tausende Jahre verändert sich nichts. Da Erdenmutter Gaia Kronos prophezeit hat, dass eines seiner Kinder eines Tages die Herrschaft an sich reißen wird, verschlingt er seinen Nachwuchs jeweils kurz nach der Geburt, wo er in seinem Herzen weiterlebt - bis seine Frau Rhea es schafft, den kleinen Zeus vor ihm zu verstecken. Es kommt, was kommen muss: Zeus wird groß, befreit mit der Hilfe des aufmüpfigen Prometheus seine Geschwister und kämpft in einer großen Schlacht die Titanen. Die nächste Generation, von Gaia Götter genannt, errichtet ihre Herrschaft auf dem Olymp. Nun erscheint auch der Mensch auf der Bildfläche. Und dem armen Prometheus wird schlecht gedankt.
Während Kinder die Geschichten um Herkules, Odysseus und die Götter auf dem Olymp häufig gut kennen (es gibt eine Fülle an Nachdichtungen, Hörbüchern und Zeichentrickfilmen), sind ihnen die Geschichten um die Titanen eher unbekannt. Franz Fühmann hat die Erlebnisse von Prometheus, Zeus und seinen Geschwistern liebevoll und spannend nacherzählt. Gelegentlich ist die Sprache etwas altmodisch, die erste Ausgabe des Buches erschien bereits 1974.
Mein Sohn hat das Buch begeistert verschlungen, nur gelegentlich hat er es als etwas langatmig empfunden. Ich selbst konnte es kaum aus der Hand legen. Es ist also empfehlenswert für alle ab ca. 9 oder 10 Jahren, die sich für griechische Mythologie oder einfach nur spannende Geschichten interessieren.