Letztes Album einer der bedeutendsten Black Metal ' Bands aller Zeiten. Emperor sind zweifellos Musikgeschichte, auch wenn man das hier nicht gleich erkennt.
Gleich zum Anfang wird ersichtlich: Emperor klingen nicht wie die üblichen Black Metal ' Bands. Sie haben ihren eigenen Sound entwickelt. Es wird viel experimentiert, sehr viele klassische Elemente beigefügt. Progressive Black Metal wäre wohl die beste Bezeichnung. Bei näherem Hinhören erkenne ich eine gewisse Faszination, die von Emperor ausgeht. Die Musik an sich ist so dunkel, wie ich es kaum ein weiteres Mal gehört habe, obwohl Emperor's Black Metal keinesfalls satanistische Musik ist. Kontrollierte Aggression wäre ebenfalls eine Bezeichnung, um den Sound zu beschreiben. Es ist ein sehr anspruchvolles Album, das mit Sicherheit nicht beim ersten Hören in den Ohren hängen bleibt. Man muss sich mehrmals damit beschäftigen, um die ganzen Feinheiten rauszuhören. Denn Feinheiten gibt es genügend zu bewundern. Da sind zum einen herrliche Melodiebögen, schöne orchestrale Passagen und noch dergleichen mehr. Die Klargesänge sind nicht immer ganz mein Fall, aber die Gitarrenarbeit überzeugt mich. Auch das Drumming ist großartig und erinnert von der Spielweise her gelegentlich an Nick Barker. Einen Anspieltipp zu nennen, fällt extrem schwer, da jeder Track seinen gewissen Reiz hat. Doch möchte ich vorsichtig Nr. 6 erwähnen, 'In The Wordless Chamber'. Hier ist die Musik zu Beginn noch dem traditionellen Black Metal am Ähnlichsten. Schnell und brachial. Doch Emperor lassen das Tempo nie mit sich durchgehen, sondern sie halten die Zügel stets fest in der Hand. Kein Zweifel, die Jungs sind großartige Musiker, sie verstehen ihr Handwerk. Doch sind meiner Meinung nach fast alle Songs überladen. Da steckt zu viel drin. Vielleicht ist es etwas zuviel des Guten. Wie gesagt, jeder Track hat seinen besonderen Reiz, und bei mehrmaligem Hinhören vernimmt man wirklich geniale Momente und entdeckt immer wieder etwas Neues, was auf großes Können hinweist. Emperor haben sich im Laufe ihres Bestehens musikalisch extrem weit entwickelt. "Prometheus..." mit dem Debutalbum "In The Nightside Eclipse" zu vergleichen, wäre nicht gut. "Prometheus..." Hat nichts mehr mit dem Sound der Anfänge zu tun. Eigenständig und nur noch entfernt mit dem Sound des typischen norwegischen Black Metals verwandt, ist es doch ein würdiger Abschied einer der bedeutendsten Black Metal Bands aller Zeiten.