Kurzbeschreibung
Die ästhetisch gestaltet Box enthält 367 LernKarten zu allen Teilgebieten der Anatomie mit ausgewählte Bildern und Texten aus den 3 großen PROMETHEUS-Atlanten. Die LernKarten sind nach Körperregionen gegliedert und darüber hinaus zum Teil durch Fragen zu prüfungsrelevanten Inhalten ergänzt. Durch den beigefügten Ring sind die LernKarten ideal zum Mitnehmen für unterwegs. Die handlichen und knappen, aber aussagekräftigen Karten ermöglichen ein besonders effektives Wiederholen des Stoffes und Prüfen des eigenen Wissens.
Zielgruppe
Die LernKarten sind insbesondere für Medizinstudenten der Vorklinik, denen Anatomietestate und das Physikum bevorstehen, gedacht. Kliniker ziehen wohl zum Überprüfen eines anatomischen Faktes ein Lehrbuch oder einen Anatomieatlas vor, zumal die klinischen Bezüge auf den Lernkarten eher dünn gesät sind und hier die Selbstkontrolle im Sinne einer Prüfungsvorbereitung keine Rolle mehr spielt.
Inhalt
Die 367 LernKarten behandeln alle anatomischen Teilgebiete, farbig gegliedert nach den Körperregionen. Das Wissen auf den einzelnen Karten ist stark komprimiert und kann so natürlich nicht alle Aspekte erfassen. Wenn man die LernKarten allerdings als das begreift, was sie sind - nämlich eine Möglichkeit zur Wiederholung und Überprüfung des eigenen Wissenstandes, nachdem man sich das Wissen schon erarbeitet hat, so ist diese Komprimierung durchaus sinnvoll und nötig. Die LernKarten sind auf diese Weise nämlich sehr übersichtlich gestalten und nicht mit Detailwissen überladen.
Die Bilder aus den PROMETHEUS Atlanten sind in ihrer Qualität natürlich einzigartig und immer wieder eindrucksvoll realistisch.
Didaktik
Die LernKarten selbst sind bereits eine Art Merkkasten, da sie nur die wesentlichsten und wichtigsten Informationen enthalten. Ergänzt werden die Karten zum Teil durch Fragen zur Selbstkontrolle, Kommentaren oder klinischen Hinweisen.
Sehr praktisch finde ich den zugehörigen Ring, den man mit selbstgewählten Karten bestücken kann und so alles, was man besonders wiederholen möchte, beisammen hat.
Die Prüfungsvorbereitung und Wiederholung für die Anatomietestate sind dadurch sehr effektiv.
Auch die Box ist wirklich sehr ansprechend - sie sieht nicht nur auf dem Schreibtisch schick aus, sondern ist einfach kompakt und praktisch.
Aufbau
Die übersichtliche Gestaltung der LernKarten ermöglicht ein umkompliziertes Arbeiten mit diesen. Sie enthalten auf der Vorderseite jeweils eine mit Ziffern beschriftete Abbildung und sind durch einen farbigen Balken der entsprechenden Körperregion zugeordnet und durchnummeriert. Diese Körperregionen sind auch innerhalb der Box nochmals extra abgeteilt. Zum Teil findet man unter der Abbildung noch eine zugehörige prüfungsrelevante Frage. Auf der schwarz-weißen Rückseite sind den Ziffern schließlich Bezeichnungen der Strukturen zugeordnet. Hier stehen außerdem die Antworten zu den Fragen und auf einigen auch noch ein Kommentar oder klinischer Hinweis.
Relevanz für die örtliche Uni
Speziell die LernKarten werden an unserer Uni nicht empfohlen, wohl aber die zugrunde liegenden PROMETHEUS Atlanten mit denen man auch die mündlichen Anatomie-Testate über- und besteht.
Preis
Den Preis finde ich angemessen, wenn man von sich selbst weiß, dass man gut und gerne mit LernKarten lernt. Allerdings muss man sich bewusst sein, dass diese LernKarten wirklich nur eine Ergänzung darstellen und man um den Kauf eines Anatomieatlanten oder/und Lehrbuches nicht herum kommt.
Fazit
Ich finde es super, dass der Thieme Verlag seine Netter-Lernkarten überarbeitet und diese wirklich sehr ansprechende Box entwickelt hat.
Die Idee mit dem Ring ist einfach praktisch und clever, dessen Schließkraft lässt aber bei häufigem Austausch nach.
Die Karten sind viel langlebiger und stabiler als andere im Handel erhältliche Lernkarten, allerdings enthalten diese oft wesentlich mehr, teilweise aber recht fitzelige, Detailinformationen und sind wohl deshalb auch wesentlich teurer. Das ist dann wohl Geschmackssache.
Auf den Muskelkarten fehlen mir allerdings unbedingt Ursprung, Ansatz, Innervation und Funktion, deshalb ein Punkt Abzug.