Kurzbeschreibung
Gang der Untersuchung: Die vorliegende Magisterarbeit zum Thema Die Proliferation von Massenvernichtungswaffen am Beispiel Irak und Iran erörtert die Problematik von Entstehung, Entwicklung und Einsatz chemischer, biologischer und atomarer Waffen. Trotz aller Bestrebungen der internationalen Gemeinschaft, Massenvernichtungswaffen zu verbannen, besteht heute für viele Staaten zunehmend die Möglichkeit, Massenvernichtungswaffen zu erwerben oder diese selbst herzustellen. Um dem Leser ein besseres Verständnis der Proliferationsproblematik zu ermöglichen, wird einleitend im ersten Kapitel dieser Arbeit eine Darstellung über die historische Entwicklung von biologischen/biotoxischen, chemischen und atomaren Waffen sowie deren Einsätzen vorausgeschickt. Im Folgenden Teil wird konkret dargestellt, welche Übereinkommen zur Nonproliferation von ABC-Waffen abgeschlossen wurden und welche Motive überhaupt zu deren Weiterverbreitung geführt haben und heute noch führen. In diesem Zusammenhang werden die Proliferationsursachen, insbesondere bezogen auf den Nahen Osten, konkret an den Beispielstaaten Iran und Irak herausgestellt. Ebenso wird ermittelt, welche Gründe es für die Lieferländer gibt, Proliferatoren zu unterstützen. Besonders eingegangen wird hierbei auf die ehemalige UdSSR bzw. Rußland. Dabei wird auf politische und wirtschaftliche Hintergründe sowie die Wichtigkeit des internationalen Ansehens eingegangen. Das dritte Kapitel zeigt im einzelnen die ABC-Programme der Staaten Iran und Irak auf. In diesem Teil der Arbeit wird detailliert auf die Beschaffung der einzelnen Kategorien von Massenvernichtungswaffen im Kontext der staatlichen Interessen Irans und Iraks eingegangen. Einige Beispiele im Hinblick auf den Erwerb der Produkte und Vorprodukte und zur Herstellung von ABC-Waffen sollen dies verdeutlichen. Zudem wird der Stand der Ausbreitung von Massenvernichtungswaffen und ballistischer Trägersysteme dargelegt. Im anschließenden Kapitel werden Exportkontrollbemühungen - deren Grenzen kurz skizziert werden - behandelt. Die wichtigen Fragen der technologischen und politischen Aspekte werden herausgestellt sowie das stets aktuelle Problem illegaler Beschaffung von Spaltmaterial und Wissenstransfer. Hier wird in erster Linie auf das immer wiederkehrende Thema der dual-use-Aspekte hingewiesen. Die Thematik der Sicherheitsperzeption potentiell bedrohter Staaten im fünften Kapitel stellt in Anlehnung an die Problematik der Exportkontrollen die regionalen und überregionalen Auswirkungen im Nahen und Mittleren Osten durch den Besitz von Massenvernichtungswaffen dar. Hier werden die Ängste der Anrainerstaaten sowie die Bedrohung der Industrienationen bzw. der internationalen Gemeinschaft dargelegt. Nicht zuletzt können Unruhen und aggressives Potential auch von Seiten nichtstaatlicher Gruppierungen, so z. B. Terrororganisationen - ob privat motiviert oder staatlich angeheuert - ausgehen und sich Massenvernichtungswaffen zunutze machen. Diese weitere potentielle Bedrohung wird im sechsten und letzten Kapitel der hier vorliegenden Magisterarbeit behandelt. Abschließend beleuchten die Schlußbemerkungen noch einmal die zentralen Themen der vorangegangen Kapitel. So werden noch mal insbesondere Aspekte der dual-use-Problematik, die Probleme der Exportkontrollen sowie Bedrohungswahrnehmung im Nahen und Mittlleren Osten, nicht zuletzt auch durch Terrororganisationen, kritisch angesprochen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Der Verlag über das Buch
Bei dieser Studie handelt es sich um eine Magisterarbeit die am 27.09.1999 erfolgreich an einer Universität in DEUTSCHLAND im Fachbereich Philosophische Fakultät eingereicht wurde.
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