Praxisorientierung und eine Fülle von Ansätzen und Anregungen zum Projektportfolio-Management machen dieses Buch zu einem uneingeschränkten Lesetipp für alle, die sich mit den strategischen Dimensionen und Implikationen des Projektmanagements beschäftigen - Projektmanager, Portfoliomanager, Strategen und Organisationsentwickler sowieso, aber auch Führungskräfte generell, Berater und last not least Studenten, die auf eine Anstellung in Unternehmen und Organisationen aus sind, und ihre Professoren.
Projektportfolio-Management ist eine relativ neue Disziplin. Noch in den 1990er Jahren lag der Fokus des Projektmanagements vorrangig auf Einzelprojekten und deren effizienter, zielgerechter Abwicklung. Die Tatsache, dass Unternehmen und Organisationen in der Regel eine ganze Fülle von Projekten gleichzeitig durchführen und diese um knappe Ressourcen (Experten, Budgets, Managementaufmerksamkeit usw.) konkurrieren, führte über das Multiprojektmanagement (ressourcenorientierte Koordination vieler Projekte) und das Enterprise Project Management (unternehmensweite Vereinheitlichung von Planung, Durchführung, Monitoring / Controlling, Closing usw. von Projekten) zum heutigen Projektportfolio-Management: der Einordnung und Ausrichtung der Gesamtheit aller Projekte an der Strategie. Projekte sind nur dann sinnvoll, wenn sie die Strategie der Organisation unterstützen und vorantreiben, und Strategievorhaben erfordern Projekte zu ihrer Umsetzung. Projektportfolio-Management soll Projekte einerseits disziplinieren und andererseits initiieren.
Das Buch von Hirzel / Alter / Sedlmayer setzt hier aus der Perspektive der Praxis an. Mehr als zwei Dutzend Autoren aus Unternehmen, Organisationen und Beratung schildern verschiedenste Aspekte des Multiprojektmanagements und des Projektportfolio-Managements, erläutern praxisbewährte Vorgehensweisen und kneifen auch nicht vor den Problemen, die sich nun mal in globalen, komplexen (Groß-)Organisationen für die Koordination und strategische Steuerung von Projektportfolios ergeben. Praxisbeispiele und Unternehmensfallstudien sorgen für Bodenhaftung und Pragmatik: Mitarbeiter von Bayer MaterialScience, Zurich Financial Service, Daimler, Generali u.a., aber auch von Non-Profit-Organisationen wie Kirchen (Bistum Aachen) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) entwickeln ein Kaleidoskop der Unterschiedlichkeiten von Herausforderungen, Konzepten und Herangehensweisen.