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Web of deceit, so lautet das britische Original. Und tatsächlich, in diesem betrügerischen Geflecht ist nur eines gewiss: Kaum einer ist, was er zu sein vorgibt, und sehr bald sind alle sehr tot. Ein trauriger Anlass führt Jennifer Jahre später in die Schweiz. Ein junger amerikanischer Bergsteiger hat ihren Vater in einer Gletscherspalte tot aufgefunden. Letzte Eindrücke von seinem Arbeitstisch drängen sich Jennifer auf. Eine Diskette, Notizen. Was bedeutete Wintermond? Wo war der Vater hineingeraten?
Ein klassischer Fall von cat and mouse thriller, wie man solche Schnitzeljagden im angelsächsischen Raum charmant nennt. Nachdem der Tote nicht der vermisste Vater war, arbeitet die Story im höchsten Gang weiter. Dubiose Figuren kreuzen Jennifers Weg, ob Freund, ob Feind, bleibt lange im Dunkeln. Im Breitwand-Bondformat jagen sich Autos über Schwindel erregende Bergpässe, gemütliche eidgenössische Bahnen geraten zu Kampfzonen, Mönche werden in ihrer Abgeschiedenheit brutal hingemetzelt. Gestorben wird im Dutzend. Am Ende -- Russenmafia und CIA lechzen nach dem väterlichen Geheimnis -- droht personeller Overkill, Jennifers Leid zu ersticken.
Angesichts der Tollkühnheit der Protagonisten, Gefahrensituationen aufzusuchen, in die sich kein halbwegs vernünftiger Mensch je wagen würde, kommt einem mehr als einmal die berühmte Frage an Alfred Hitchcock in den Sinn, warum die Leute in seinen Filmen nicht einfach zur Polizei gingen? Nun, ergäbe dies eine knackige Story? Soviel zur Plausibilität. Suspense oder Realismus? Meade hats lieber krachen lassen. Recht so. --Ravi Unger
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71 von 76 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Hervorragend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Projekt Wintermond: Thriller (Taschenbuch)
So wie Meade dieses Buch "aufzieht", so stelle ich mir einen Thriller vor, der vorallem eins will, nämlich unterhalten! Er ist natürlich lang kein Clancy oder Ludlum, aber die Detailverliebtheit überlässt er lieber anderen. Meade schafft es, so viele Einzelheiten wie nötig einzubauen, ohne zu langweilen, aber damit die Geschichte voranzutreiben. Die Charaktäre sind ebenfalls ausreichend bis sehr gut gezeichnet, die Story nimmt zunehmend an Fahrt und Spannung auf und die Thematik spricht für sich selbst. Meade versteht es vorallem seine exquisite Recherchearbeit so nebenbei in die Geschichte einzuflechten, ohne sich dabei aufzudrängen.Abschließend bleibt festzuhalten, dass Meade ein Lichtblick des Genres ist, der sich meines Erachtens gut positioniert hat, in dem nicht versucht die alten, klassischen Größen zu imitieren. Ich hoffe, er bleibt seiner Linie treu! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
61 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Was für ein Thriller!,
Rezension bezieht sich auf: Projekt Wintermond: Thriller (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch gekauft, am nächsten Morgen angefangen und am gleichen Abend das Buch zu Ende gelesen. So muß ein gutes Buch sein, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, ohne das diese auf irgendeiner Seite nachläßt. Dieser Roman will einfach unterhalten und dies tut er zu 100%, vom Anfang bis zum schweißtreibenden und großartigen Showdown. Der Leser wird immer wieder auf falsche Fährten gelockt und bis kurz vor Ende weiß man nicht, wer zu den "Guten" oder "Bösen" gehört. Am besten, das Buch nur anfangen, wenn man genug Zeit eingeplant hat. Einmal angefangen, kann man es nur ganz schwer aus der Hand legen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Ein starker Anfang reicht nicht!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Projekt Wintermond: Thriller (Taschenbuch)
Dieses - mit einer zugegebenermaßen tollen Umschlaggestaltung lockendes - Buch war nicht mein erster Thriller, aber mein erster Glen Meade-Roman. Ich hatte also weder besondere Erwartungen noch Vorurteile.Das Buch ist bis zur Hälfte sehr eingängig und kurzweilig, weil spannend, geschrieben. Also die besten Voraussetzungen für ein gutes Buch. Ab der 2. Buchhälfte lässt jedoch die am Anfang durchaus clever aufgebaute Spannung rapide nach. Das liegt wahrscheinlich an einer nicht ganz durchdachten Story, die zunehmend herumtümpelt und einem fantasielosen Schreibstil, der die Handelnden weitgehend farblos lässt. Ziemlich nervig ist auch die ständige, sich wiederholende Fragerei der Hauptakteure, was bzw. warum etwas Bestimmtes passiert ist, sobald der-/diejenige 5 Minuten alleine für sich ist ("Fragen über Fragen...", "Und er/sie suchte Antworten auf seine Fragen..."). Natürlich sind - gerade - in einem Thriller Fragestellungen und Antwortsuchen erlaubt, aber hier hätte man mit etwas mehr literarischem Geschick zu Werke gehen müssen. Auch sonst fand ich den Schreibstil des Buches - also Satzbau und Ausdrucksweise - überhaupt nicht unverwechselbar. Es erinnert mich etwas an den kurzsätzigen, sehr objektiven Stil von 'Illuminati'. Bei letzterem war der Spannungsbogen jedoch perfekt aufgebaut. Ein Thriller muss einen doch mit Haut und Haar in die Handlung hineinsaugen! Das gelingt Meade leider nur ansatzweise... Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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