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Projekt Weltethos
 
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Projekt Weltethos [Taschenbuch]

Hans Küng
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Piper Verlag GmbH; Auflage: 2. Aufl., 23. Tsd (1993)
  • ISBN-10: 3492116590
  • ISBN-13: 978-3492116596
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 861.586 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Hans Küng
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Zwanzig Jahre Beschäftigung mit dem Thema Religion haben den Theologen Hans Küng zu der Überzeugung gebracht, daß die Menschheit nur dann überleben kann, wenn die Weltreligionen in einen Dialog treten. Trotz unterschiedlicher Dogmen teilen die Religionsgemeinschaften wesentliche ethische Grundsätze. Aus Verantwortung vor Gott und den Menschen sollten nach Meinung Küngs die Vertreter aller Religionen an der Schaffung des Weltethos mitwirken, das Glaubende und Nichtglaubende verbindet.

Autorenportrait

Hans Küng studierte an der Päpstlichen Universität in Rom Philosophie und Theologie, nahm als Experte am Zweiten Vatikanischen Konzil teil, ist katholischer Priester und Professor für Ökumenische Theologie in Tübingen. Ihm wurde 1979 wegen kritischer Äußerungen vom Papst die kirchliche Lehrbefugnis entzogen. Er hat mehrere wegweisende theologische Werke verfasst, u. a. "Das Christentum. Wesen und Geschichte (1994)".


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch Weltethos ist ein Grundlagenwerk für wert- und sinnorientierte Menschen, die für eine global / lokal nachhaltige Entwicklung streiten. Für Küng haben die heutigen, postmodernen atheistischen "Quasi-Religionen" ausgedient:
"Wissenschaft aber keine Weisheit
Technologie aber keine geistige Energie
Industrie aber keine Ökologie
Demokratie aber keine Moral."
„Sachwissen ist noch kein Sinnwissen, Reglementierungen sind noch keine Orientierungen, und Gesetze sind noch keine Sitten.“
Für Küng können sich natürlich auch Atheisten - mit rationalem Vernunftsverständis ausgestattet - ethisch verhalten, aber was sie nicht könnten: Die Unbedingtheit, Universalität ethischer Normen begründen.
Religionen hingegen hätten in diesem Zusammenhang viel zu bieten, weil religiöse Menschen ihre ethischen Verhaltensweisen auf etwas Unbedingten begründeten:
„Alle Religionen beantworten die Frage nach dem Sinn des Ganzen, des Lebens, der Geschichte mit dem Blick auf eine schon hier und jetzt sich auswirkende allerletzte Wirklichkeit (…). Gerade angesichts vieler Frustrationen und vieler Erfahrungen des Leidens und Scheiterns können Religionen helfend und weiterführend ein Sinnangebot über den Tod hinaus und eine Sinngebung schon hier und jetzt vermitteln, und dies nicht zuletzt dort, wo moralisches Handeln erfolglos blieb."

Gerade heute angesichts von Terrorismus, der von Israel und USA mit Gegen-Gewalt vergolten wird, ein wichtiges Buch. Weichen wir nicht längst unsere Werte im Kampf gegen den Terror auf, weil moralisches Handeln erfolglos bliebe?
Doch dürfen wir die Methoden der Terroristen eben nicht übernehmen, es uns eben nicht genauso einfach machen, und dann mit dem Zeigefinger auf andere zeigen - die sind ja noch viel schlimmer als wir.
Wir Menschen im Westen müssen unseren eigenen Weltethos schützen, und dass heißt Menschenrechte schützen (nicht nur amerikanische und israelische Menschenrechte sondern auch die von unseren Feinden!) dialogbereit, selbstkritisch sein - egal was passiert. Alles für Küng Kennzeichen einer wahren Religion.
Nelson Mandela: "Selbst in den schlimmen Zeiten im Gefängnis ... sah ich einen Schimmer von Humanität bei einem der Wärter."

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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Dem vorhergehenden Kritiker (Helmut Engelbrecht, 4.5.2006) moechte ich entgegenhalten, dass das Buch sehr wohl kein ueberaus akademisches Literaturwerk ist, obwohl es auf akademischen Forschungsarbeiten beruht, wie Hans Kueng mehrere Male im Buch hervorhebt. Das Buch ist aber so geschrieben, dass jeder Weltbuerger versteht, um was es geht und das macht Sinn, weil alle am Projekt Weltethos mitarbeiten muessen - nicht nur Akademiker.

Desweitern hat Hans Kueng mir einen Weg fuer Interkonfessionellen Dialog aufgezeigt, wie ich es noch nie so gelesen habe. Der Teil B des Buches ist diesbezueglich im wahrsten Sinne des Wortes eine Schatztruhe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Nüchternt zeigt Hans Küng in Weltethos auf, weshalb auch eine säkulare Ethik nicht auf die jahrtausendalte ethische Erfahrung der Religionen verzichten sollte, und wie eine Koalition der Glaubenden und Nichtglaubenden in gemeinsamer Verantwortung für die Zukunft der Welt zustandegebracht werden könnte. Ein ökumenischer Weg wird gezeichnet zwischen Wahrheitsfanatismus und Wahrheitsvergessenheit: das Doppelgesicht der Religionen, die gewalttätige Geschichte der Intoleranz wird nicht verschwiegen, dafür aber die Suche nach ökumenischer Wahrheitskriterien aufgenommen, denn - Kein Weltfriede ohne Religionfriede. Die Suche nach diesem Frieden muß nicht aussichtslos sein.

Religionen können miteinander in ein fruchtbares Gespräch kommen, wenn sie selbst an ihrem eigenen Ursprung maß nehmen und sich von ihm her selber kritisch auf ihre Geschichte und ihr Verhältnis zum Humanum besinnen. Aber es kann sich bei einem so geführten interreliglösen Gespräch nicht um einen freischwebenden Dialog ohne eigene Standfestigkeit handeln. Vielmehr hat das Gespräch der Religionen nur Sinn, wenn es gleichzeitig mit Standfestigkeit in der eigenen Sache und sachkundiger Offenheit geführt wird. Kein Religionsfriede ohne Religionsdialog, heißt infolgedessen: `` Die Grundhaltung wahrer Ökumenizität ist die der Gesprächsbereitschaft in Standfestigkeit: für Christen ein Standhalten in Treue zur christlichen Sache, unbestechlich und ohne Angst vor Repressalien ``, ein Festhalten des eigenen Glaubens allerdings von einem selbstkritischen friedensfähigen christlichen Standpunkt aus.

Dies setzt voraus, daß man auch den Standpunkt der anderen kennt und entsprechend zu würdigen weiß. Mit anderen Worten : Kein Religionsdialog ohne Grundlagenforschung. Welche Grundlagen ?. Man kann Religionen letztlich nicht verstehen, wenn man sie nur von außen betrachtet, als religionsgeschichtliche Phänomene, oder statische System, man kann sie ebenso wenig verstehen, wenn man ihre jeweilige Einzigartigkeit und ihre wechselnden historischen Traditionsgestalten, ihre konfessionellen Ausprägungen und Abgrenzungern nicht sieht.
Hier kann sich die Paradigmenttheorie erneut jetzt im interreligiösen Kontext bewähren: Denn so betrachtet - und genau dies zunächst im Rahmen des aktuellen Forschungsprojekts an den drei abrahamitischen Religionen zu zeigen, ist Küngs Absicht - bleiben die Religionen nicht statische Größen, sondern werden als `` lebendig sich entwickelnde Wirklichkeit`` sichtbar. Bis heute leben ja Menschen derselben Religion gleichzeitig in verschiedenen Paradigmen, werden sie durch deren fortbestehende Grundbedingungen geprägt, unterschiedlichen geselschaftlichen Mechanismen unterworfen.

Gerade diese Persistenz und Konkurrenz früherer religiöser Paradigmen im Heute - zeigt Küng auf - dürfte eine der Hauptursachen der Konflickte innerhalb der Religionen und zwischen den Religionen sein, Hauptursache der verschiedenen Richtungen und Parteiuungen, der Spannungen, Streitigkeiten und Kriege. Insofern dient eine genaue Paradigmetnanalyse dem Frieden. Wobei eine wahre wahrhaftige Religion nicht aufs Krieg führen besteht oder abzielt, sie dient letztlich nur dem Menschen und der Natur, ein grenzenloses Verständis einer verwobenen Einheit, die brilliert in einer schönen Weise, welche sich jeden Tag vor uns öffnet - wir Sie aber leider nicht sehen wollen. Noch aber besteht Hoffnung, wenn er sich, der Mensch darauf besinnt es als gesamtes Konstrukt zu begreifen, welches es dringend zu beschützen gilt. Entschuldigt wenn ich das jetzt erwähne, aber von den meisten Religionen wird es so nicht beachtet.

Leider ist das Buch ein wenig kanpp ausgefallen, dennoch verucht es einen Grundriß aufzuzeigen, und es stellt neue Fragen auf, die zum Nachdenken anregen.
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