Ein Höhle in den Pyrinäen birgt ein Geheimnis. Nicht nur sind die Wände mit Schriftzeichen aus aller Herren Länder bemalt, außerdem sperrt ein blaues Leuchten den hinteren Teil. Wer hindurchgeht, riskiert seinen Verstand. Mit modernen Messgeräten lässt sich der hintere Teil der Höhle nicht untersuchen.
Ein englischere Historiker und ein französischer Archäologe sollen das Geheimnis im Auftrag der UNO lüften. Doch warum sichert diese die Höhle ab, als handle es sich um eine geheime Militäranlage? Ist die junge deutsche Sprachwissenschaftlerin, die ihnen von der UNO als Hilfe zugeteilt wird, nur einfach eine clevere Frau oder weiß sie mehr als sie zugibt?
Bald interessieren sich auch zahlreiche konkurrierende Esoterikbünde für das Geheimnis und der Bürgermeister des Ortes bleibt auch nicht untätig ...
Eigentlich ist es Science Fiction, von dem der Roman ausgeht. Eine Konstruktion in einer Höhle, die niemand erklären kann, von der unbekannt ist, wer sie gebaut hat und warum. Andererseits spielen bald Historie und Mythen eine große Rolle. Schließlich liegt das in dem Land, in dem es die Katharer gab, die Templer und brutale Religionskriege. Nicht nur der angebliche Gründer der Rosenkreuzler war hier zu Gast.
Aus all dem webt Wilhelm einen spannenden Plot, setzt seine Puzzlesteine immer neu zusammen, versucht aus alten Mythen mit moderne Technik eine Lösung zu finden.
Dieses intellektuelle Puzzle, dieses „Was wäre, wenn“ hält den Leser in Spannung und zwingt ihn, das Buch immer weiter zu lesen.
Lediglich die Stellen, in denen Politiker und ein fragwürdiger Graf auftreten, lassen in der Spannung nach. Doch diese spielen für den Plot eine eher untergeordnete Rolle und sind kurz. So bleibt Spannung und Lesevergnügen erhalten.
Fazit: Spannender Thriller um Mythen, Geschichte und moderne Wissenschaft. Wer intellektuelle Spekulationen liebt, wird hier fündig.
(C) Hans Peter Roentgen