Project Arcade beschreibt den kompletten (Hardware-) Aufbau eines Cabinets, also eines Videospielgeräts, welches man aus den 80ern kennt.
Leider ist dieses Buch bisher nicht in einer deutschen Übersetzung erschienen, dennoch jedem deutschen Leser nur wärmstens ans Herz zu legen, da sich die sprachlichen Fallstricke in Grenzen halten.
Von der Auswahl des richtigen Holzes einens Videospiel-Gehäuses bis hin zum Einbau einer "Coin-Door" erschlägt das Buch in seinen 500 Seiten alle Themen sehr präzise und vor allem für den Einsteiger angenehm lesbar. Vor allem einige ungewöhnliche Tricks, wie das Verwenden von alten Festplatten als Ersatzteillager für sog. "Spinner" machen dieses Buch wertvoll.
Eigentlich gibt es fast nichts, was mir an diesem Buch nicht gefällt. Weshalb also keine fünf Sterne?
Erstens sind sämtliche Maßangaben nicht metrisch, sondern Zoll. Dies ist bei einem amerikanischen Buch zwar zu erwarten, aber dennoch ein wenig nervig. Außerdem kann die beigelegte CD dem hohen Standard des Buches nicht gerecht werden. Sie wirkt insgesamt etwas lieblos zusammengewürfelt.
Da die 500 Seiten komplett mit interessanten Informationen zugepackt sind kommt das Kapitel Software sehr kurz. Aber dies ist zu verschmerzen, erspart es dem Leser doch, Seiten an Konfigurationsscripten zu durchkämpfen.
Mein Fazit:
Ein absolut lesenswertes Buch für alle Interessierten, die sich für den (hardwareseitigen) Bau eines eigenen (MAME-)Cabinets entschieden haben. Trotz des technischen Themas ist es sehr angenehm zu lesen, was auch an dem lockeren Schreibstil des Autors liegt. Lediglich die etwas lieblos gestaltete CD verhindert eine fünf-Sterne Wertung.