Mittlerweile ist dieses Album fast 11 Jahre auf dem Markt. Doch sollte das niemanden abschrecken, auch wenn er nach neuer frischer Musik im Hardcore-Bereich Ausschau hält.
Ich selbst war schon immer Fan von den etwas härteren Klängen der Rockmusik und muss zugeben, daß seit diesem 1997 erschienen Album keine Band mehr so erfrischend, eigenständig und fetzig geklungen hat!
Im Grunde werden Snapcase als NewSchool-Hardcore kategorisiert, sind aber nicht in eine Schublade zu stecken.
Ihr Stil setzt sich zusammen aus einem dichten, kreativen Gitarrensound - sehr typisch für Snapcase ist, daß die 2. Gitarre öfters eine Melodie über dem Rhytmus spielt.
Der Gesang von Daryl Taberski ist eine niemals nervige Mischung aus Screamo und Stakkato, die Texte bieten weit mehr als oberflächigen Inhalt.
Und last but not least das Schlagzeug - oh ja das Schlagzeug.
Was der Drummer bei den 9 Songs abzieht, ist so druckvoll, groovig, kreativ und trocken (Snare-Sound!), daß man allein deswegen schon traurig sein muss, daß es Snapcase mittlerweile nicht mehr gibt!
Auch die Produktion von Steve Evetts ist perfekt - fett und druckvoll, aber niemals überladen.
Um ein Ende zu finden, will ich es mal so sagen:
Wer auf harte Musik steht, und diese Band nicht kennt, sollte dafür sorgen, daß "Progression Through Unlearning" von "Snapcase" einen ganz besonderen Platz im eigenen CD-Regal findet...