Ich bin professioneller Developer der nach vielen Jahren des Programmierens in prozeduralen Sprachen wie Pascal und C nun seit etwa 10 Jahren in objektorientierten Sprachen beginnend mit C++ über Java und aktuell C# programmiere. Da ich seit einigen Wochen stolzer Besitzer eines iPhone bin, mich dessen Programmierung auch sehr interessierte begann ich nun mit Objective-C, kam im Grossen und Ganzen auch recht gut zurecht damit allerdings stellten sich einige Fragen die ich hoffte in diesem Buch beantwortet zu bekommen.
Das Buch ist zwar im Grossen und Ganzen gut, für komplette Neueinsteiger würde ich es aber nicht empfehlen. Es beginnt im ersten Beispiel mit einem Fehler auf den scheinbar auf der Errata Seite hingewiesen wird. In der Erklärung der pre/post increment/decrement/... Operatoren, die eher nebenbei erfolgt, wird erklärt dass es Geschmackssache ist welchen man verwendet was in vielen Fällen wohl richtig sein mag jedoch in manchen Fällen auch zu unerwünschten Erscheinungen führen kann die gerade Anfängern viel Kopfzerbrechen bereiten können.
Die grössste Enttäuschung des Buches war aber die Erklärung von Polymorphie, meiner Meinung nach eines der wichtigsten und schönsten Merkmale einer jeden objektorientierten Sprache, die vom Autor in 4 Seiten, wobei 2 davon ein Codebeispiel sind, erklärt wird und dies leider auch noch falsch. Dem Präprozessor und den darunterliegenden C-Features wurde dafür je ein eigenes Kapitel gewidmet!
Schade, unter einem "Standardwerk" für Objective-C hätte ich mir mehr erwartet. Die Antworten auf meine ausstehenden Fragen habe ich leider auch nur bedingt erhalten.