Einmal mehr hat sich N.Chomsky in gewohnt argumentativ souver-
äner Weise einem der bedeudtensten Themen der Gegenwart an-
genommen: wer bestimmt heute die Politik? Die Politiker nat-ürlich, sollte man meinen, bzw. die Menschen, welche "ihre"
Volksvertreter ja gewählt haben.
Doch weit gefehlt. Chomsky beschreibt, wie die Finanz- und Wirtschaftselite die Politik zum Erfüllungsgehilfen ihres neoliberal-kapitalistischen Weltbildes gemacht hat. Allein
das persönliche Engagement des Bürgers, der sich nicht allein auf die Rolle des tumben Konsumenten reduzieren lassen will, kann das Primat eines den gesamtgesellschaftlichen Interessen verpflichteten, wiedererstarkten Staates retten.
Chomsky hat somit ein wichtiges Buch über die Notwendigkeit,
demokratische Werte wie Freiheit und Gerechtigkeit gegen die Jünger der amoralischen und asozialen Philosophie des Profits und der grenzenlosen Selbstbereicherung einzelner auf Kosten vieler, geschrieben, das jedem ans Herz gelegt sein sollte,
der sich einen Rest kritischen Denkens in einer Zeit ständiger Einflussnahme und Manipulation der politischen Meinungsbildung bewahren konnte, und auch in Zukunft verlangt, dass die
Politik Sachwalter der Interessen aller und nicht einiger weniger bleibt.