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Zunächst stellt sich beim Betrachter angesichts der damals üblichen Outfits der Spieler (Trikots und Hosen eng und kurz - Frisuren eher lang und breit) unvermeidlich ein behagliches Gefühlsgemisch aus Nostalgie und Amüsement ein, und die Darstellung der heimeligen Zweisamkeit im Doppelzimmer Breitner/Hoeneß kann auch nicht unbedingt mit dem Begriff "todernst" beschrieben werden. Doch das wirklich erstaunliche an diesem Film ist die Konsequenz, mit der alle Beteiligten dieses Projekt verwirklicht haben. Unter den heutigen Bedingungen wäre dieser Film niemals entstanden. Allein die hervorragenden Aufnahmen des Spiels gegen den HSV vom letzten Spieltag der Saison reichen aus, diese DVD mit dem Prädikat "Pflichtkauf für jeden Fußballfan" zu versehen. Aber neben dem Riesenspass, den man mit dieser DVD auch haben kann, erkennt der Fussballfan hier auch, wie viel Charakter und Originalität diesem Sport durch das heute regierende Prinzip "Schneller, höher, teurer" verloren gegangen ist. Typen wie Breitner oder Hoeneß hatten zwar keine Tätowierungen, Designeroutfits oder knalligen Werbespots zu bieten, und nicht alles, was sie sagten, taugt als Zitat für die Ewigkeit. Aber zumindest hatten sie ihren eigenen Kopf, und den benutz(t)en sie eben auch, jeder für sich und so gut sie es eben konnten.
Und so entstand mit Die Profis vor 30 Jahren einer der wohl interessantesten und besten Filme, die jemals zum Thema Fußball produziert worden sind.
--Boygar Alpaslan
Stern
Kurzbeschreibung
Paul Breitner und Uli Hoeneß heissen die beiden Hauptakteure, die es nach übereinstimmender Meinung heute für völlig undenkbar halten, was damals passierte: Dass ihnen nämlich die beiden Filmemacher Christian Weisenborn und Michael Wulfes eine komplette Saison lang zäher als jeder Manndecker auf den Leib rücken durften.
Mit dem Ergebnis, dass diese Produktion die bislang intimsten Einblicke in das Leben und Leiden zweier Profis, die Machenschaften des harten Fußball-Business' und des ganzen Bundesliga-Alltags gewährt.