Das Thema des "profilings" ist nach wie vor in aller Munde. Nicht zu leugnen ist, das ein Gutteil der Faszination des Themas aus eher unterhaltungsorientierter Quelle, nämlich Filmen und Büchern über das Thema, stammt, die seriöse nüchterne Betrachtung vermissen lässt. Das Buch greift alle Aspekte des Profilings am Beispiel des so viel besprochenen und beschriebenen amerikanischen "Profilers" auf und fragt nach der Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse. Es wird deutlich, dass nicht alles, was zum Standartverfahren der amerikaner (oder andere Staaten wie der Kanadier)gehört, bedenkenlos auch in der BRD angewandt werden darf.
Meines Wissens ist der Author der erste, der diese Frage überhaupt gestellt hat. Und er beantwortet sie, und zwar sorgsam begründet zu jedem einzelnen Aspekt der "Profiler"-Arbeit. Diese Begründung ist überwiegend juristisch, bisweilen auch ethisch-moralisch (wie z.B. bei der Frage, ob Vernehmungsbeamte bei der Befragung Verdächtiger, einem später getöteten Vergewaltigungsopfer die Schuld für die Tat "zuschieben" dürfen).
Eine umfassende Abhandlung des Themas vor juristischen Hintergrund, die wegen des ausführlichen Einleitungsteils auch Nichtjuristen interessieren dürfte.