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Profiler - Vom Täterprofilersteller in den USA und der Implementierbarkeit einzelner Aspekte seiner Tätigkeit in das deutsche Rechtssystem
 
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Profiler - Vom Täterprofilersteller in den USA und der Implementierbarkeit einzelner Aspekte seiner Tätigkeit in das deutsche Rechtssystem [Taschenbuch]

Hans-Joachim Gerst
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Herbert Utz Verlag; Auflage: 1. A. (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3831600724
  • ISBN-13: 978-3831600724
  • Größe und/oder Gewicht: 20,2 x 14,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.317.166 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wer erinnert sich nicht an die Szene aus "Das Schweigen der Lämmer", in der Clarice Starling als FBI-Agentin dem inhaftierten Serienmörder Dr. Lector im dunklen Kellerverließ neue Ermittlungsansätze für den aktuellen Fall des "Buffelo Bill" zu entlocken versuchte. Diese Szenerie entnahm, obgleich natürlich dramatiert, der Autor des Bestsellers Thomas Harris seiner Recherche über die damaligen Ermittlungsmethoden des seinerzeitigen BSU, dem "Behavioral Science Unit" des FBI, eine Einheit, die so mittlerweile nicht mehr existiert. Das vorliegende Buch geht der Frage nach der Übertragbarkeit solcher und ähnlicher Ermittlungsmethoden in den deutschen Rechskreis nach und untersucht kritisch am Maß des deutschen Rechtssystems, ob dererlei "Hollywood"-Methoden auch in der BRD grundsätzlich denkbar wären. Dabei wird die gesamte Bandbreite des Arbeitsfeldes der US-amerikanischen Profiler vom Ermittlungsverfahren bis zum Einsatz als Sachverständige ("expert witnesses") in Gerichtsverfahren zunächst anhand von Beispielsfällen dargestellt, und anschließend vertieft auf deren Anwendbarkeit hin untersucht. Als Grundlagenteil steht dabei vor allem eine anschauliche und auch für den Laien nachvollziehbare Entwicklung der Arbeitsweise der Profiler anhand eines authentischen Falles mit Profilerbeteiligung aus den USA. So wird die Basis für das Verständnis jener Fragestellung gelegt, inwieweit deutsche Profiler sich unter Heranziehung der vorgestellten Rückschlussprinzipien auf den Tätertypus auch hierzulande der US-amerikanischen Methoden und Taktiken im Einzelfall bedienen dürften und dürfen. Als Ergebnis wird sich der Leser letztlich nach intensiver Auseinandersetzung damit abfinden müssen, dass die FBI-Agentin Clarice Starling bei entsprechendem Einsatz als "operative Fallanalystin" in Deutschland um einige ihrer (Film-)Möglichkeiten beraubt wäre. Hollywood ist eben Hollywood, was im Ergebnis sicherlich auch eine beruhigende Erkenntnis sein dürfte.

Der Autor über sein Buch

Eine Grundlagenarbeit zum Profiling mit juristischen Ansatz
Die Überschrift der Reihe täuscht nicht: Es handelt sich um eine im Schwerpunkt juristische Arbeit. Dennoch, der umfangreiche Grundlagenteil führt unabhängig von der Rechtswissenschaft sorgfältig in die methodischen Grundstrukturen ein, deren genauere juristische Begutachtung und Evaluierung den rechtswissenschaftlichen Teil ausmacht. Immer am Beispielfall werden die meisten, wenn nicht alle Aspekte der us-amerikanischen und deutschen Täterprofilerstellung so aufbereitet und in Bezug zum deutschen Rechtssystem gesetzt.

Eine ganz sicher lohnende Lektüre für Profiling-interessierte Juristen. Empfehlenswert für deutsche Fallanalysten, die um die rechtlichen Rahmenbedingungen ihrer Arbeit wissen wollen, für den interessierten Laien abseits des Rechts eine straffe Zusammenfassung der wesentlichen Tätigkeiten der "Profiler".


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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Das Thema des "profilings" ist nach wie vor in aller Munde. Nicht zu leugnen ist, das ein Gutteil der Faszination des Themas aus eher unterhaltungsorientierter Quelle, nämlich Filmen und Büchern über das Thema, stammt, die seriöse nüchterne Betrachtung vermissen lässt. Das Buch greift alle Aspekte des Profilings am Beispiel des so viel besprochenen und beschriebenen amerikanischen "Profilers" auf und fragt nach der Übertragbarkeit auf deutsche Verhältnisse. Es wird deutlich, dass nicht alles, was zum Standartverfahren der amerikaner (oder andere Staaten wie der Kanadier)gehört, bedenkenlos auch in der BRD angewandt werden darf.

Meines Wissens ist der Author der erste, der diese Frage überhaupt gestellt hat. Und er beantwortet sie, und zwar sorgsam begründet zu jedem einzelnen Aspekt der "Profiler"-Arbeit. Diese Begründung ist überwiegend juristisch, bisweilen auch ethisch-moralisch (wie z.B. bei der Frage, ob Vernehmungsbeamte bei der Befragung Verdächtiger, einem später getöteten Vergewaltigungsopfer die Schuld für die Tat "zuschieben" dürfen).

Eine umfassende Abhandlung des Themas vor juristischen Hintergrund, die wegen des ausführlichen Einleitungsteils auch Nichtjuristen interessieren dürfte.

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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Obwohl ich kein Jurist bin, hat mir dieses Buch gut gefallen. Der Autor stellt in einen ausführlichen Einleitungsteil das Prinzip des Profilings anhand eines Falles nachvollziehbar dar. Hieraus entwickelt er dann die von ihm sog. "Schlüsselverhaltensweisen", die dem Profiler Rückschlüsse auf den Täter erlauben. Die rechtlichen Ausführungen im Anschluss sind z.T. für den Laien schwer verständlich, aber ignoriert man die zahlreichen weiterführenden Hinweise und Literaturbelege in den Fußnoten bricht der Lesefluss trotzdem nie ab, weil immer handgreifliche Beispiele vorrangestellt sind. Etwas weniger Fremdworte wären vielleicht ausreichend gewesen. Alles in allem aber sehr lesenswert.
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