Zur Überbrückung haben wir uns zwei dieser Induktionsplatten gekauft. Zwei Einzelplatten deshalb, damit wir eine davon auf Dauer in unserer Sommerküche, bestehend aus Plancha, Keramikgrill und (leistungsschwacher) Gasflamme, bereithalten können. Die zweite geben wir an Bekannte mit ebenfalls einem "schlappen" Ceranfeld ab, die von dem Profi Cook vollends begeistert sind, nachdem sie ihn sich für eine Feier ausgeliehen hatten.
Gleich vorab: Die Kochplatte hat alle Merkmale, die so gerne einmal auf der Negativseite aufgeführt werden:
1. Sie "pulst" im unteren Temperaturbereich, schaltet ein und aus, hält die Temperatur also nicht auf niedrigem Niveau konstant.
2. Die niedrigst mögliche Temperatur (< 120°) hat immer noch zu viel Power zum reinen Warmhalten. Es wird weiter gegart.
3. Auf die angegebenen Temperaturen würde ich mich auch grob nicht verlassen wollen (habe das allerdings nicht nachgemessen) - was soll man auch wo messen ?
4. Die Kochplatte macht sich unüberhörbar durch laute Lüftergeräusche bemerkbar.
5. Auch ausgeschaltet blinkt die Temperaturanzeige "5" (es geht nur Standby, will man nicht den Stecker ziehen) nervig vor sich hin.
Das alles beeinträchtigt allerdings die positive Bewertung der Platte aus unserer subjektiven Sicht überhaupt nicht. Denn wir erwarten von einer solchen Einzelkochplatte einfach nicht, was wir bei einem "großen" Induktionskochfeld mit 3.6 KW Kochstellen fordern. Wichtig sind uns folgende Punkte:
1. Wirkungsvolle Boostfunktion.
2. 2000 Watt Heizleistung. Das ist ein reichlich abstrakter Wert - mit dieser Kochplatte kann man selbst einen gusseisernen Wok besser aufheizen als das je auf unserem Ceranfeld (Siemens) und erst Recht auf der Gasflamme der Fall gewesen ist. Wasser wird zwar immer noch nicht so schnell erhitzt wie in einem Wasserkoscher, die Zeit ist aber schon einigermaßen nahe dran.
3. Bis zu 28er Pfannen und 24er Töpfe lassen sich bei einem gut Wärme leitenden Boden effektiv auf der Platte nutzen, obwohl nur 20 cm Topfdurchmesser angegeben sind.
4. Die Platte ist durch die durchgehende Oberfläche, Sensortasten und den Edelstahlrand wirklich pflegeleicht.
5. Sie macht allgemein (z.B. Kabel, Stecker, Schott-Glaskeramik) einen so soliden Eindruck, dass wir sie bedenkenlos draußen einsetzen werden.
Das Design, der Timer und die funktionierende Topferkennung sind für uns keine wirklichen Kaufkriterien.
Der geforderte Preis sollte überdacht werden: Allenfalls der derzeit günstigste Preis von gut 67 Euro kann gerade noch als angemessen bezeichnet werden. Als gute qualitative Alternative würde ich deshalb das Mini Induktionskochfeld IKT201XD von Thomson sehen und als preisliche Alternative das Alaska Induktionskochfeld IC 2009.