Aus der Amazon.de-Redaktion
Angela Merkel neigt zu Verniedlichungen. Zumindest gilt das für ihren Nachnamen, den man deshalb gar nicht erst durch ein beigefügtes Angie verballhornen muss. Denn Merkel ist eine Kleinform des alten Worts für Grenze, mark. Dass Angela Merkel Politiker Grenzen setzen und sie in die Schranken weisen kann, hat sie im Wahlkampf 2005 hinlänglich bewiesen. Und vielleicht hat sich Edmund Stoiber ja aus der Regierungsverantwortung verabschiedet und ist dabei tief gefallen, weil sein Name von Staub herrührt, was -- anders, als zu erwarten war -- von Wasserfall herrührt, also von Wassermassen, die beim Absturz aus hoher Höhe zerstieben?
Wie dem auch sei: Wer Professor Udolphs Buch der Namen liest, kann so allerlei über die Bedeutung der Nachnamen von Prominenten erfahren. Udolph deckt auf, woher die Namen zu den Gesichtern aus Fernsehen, Sport, Musik und Politik eigentlich kommen. Aber er zeigt auch, was hinter Produktnamen und Pseudonymen steckt. Und er gibt ein Hilfsmittel an die Hand, wie man auch seinen eigenen Namen entschlüsseln kann.
Unbestritten ist Jürgen Udolph Deutschlands größter Fachmann, wenn es um die Frage geht, wie der Ursprung eines Namens zu entschlüsseln sei. Denn der 62-jährige Gelehrte wurde noch 2000, also im akademisch hohen Alter, Professor für Namensforschung (Onomastik) an der Universität von Leipzig. Für Professor Udolphs Buch der Namen hat er sich den journalistischen Beistand des jungen Autoren Sebastian Fitzek geholt, der die Erkenntnisse des Wissenschaftlers in eine leicht verständliche Sprache gepackt hat. Wer genau wissen will, woher sein eigener Nachname eigentlich kommt, wird da vielleicht enttäuscht: Auch wenn das gut achtseitige, eng bedruckte Register am Ende mit einigen Beispielen aufwarten kann, hat der Rezensent zum Beispiel den seinen nicht gefunden. Aber Professor Udolphs Buch der Namen ist ja auch kein Nachschlagewerk. Wer also eine vergnügliche Reise durch die bunte Welt der Namen erwartet, wird voll auf seine Kosten kommen. -- Stefan Kellerer
Pressestimmen
"Jürgen Udolph gibt Namen ihre Bedeutung zurück - und manchem Träger ein neues Selbstwertgefühl." (
Die Zeit )
"Eine anregende Mischung aus Geschichte und Sprachwissenschaft. [...] Wenn man sich dafür interessiert - und das tue ich - ist das Buch durchaus eine Quelle nie versiegenden Vergnügens." (
Frankfurter Allgemeine Zeitung )
„Über 30 Jahre lang hat sich der Professor mit indogermanischen Lautverschiebungen und der Palatalisierung im Slawischen beschäftigt. An der Leipziger Hochschule besetzt er den einzigen Lehrstuhl für Onomastik. Nun ist er Showstar. Sein Buch der Namen wurde bereits über 50 000-mal verkauft.“ (
Der Spiegel )