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Produkterpressung: Ein Kriminalphänomen unter kriminologischer, straf- und haftungsrechtlicher sowie taktischer Betrachtungsweise
  
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Produkterpressung: Ein Kriminalphänomen unter kriminologischer, straf- und haftungsrechtlicher sowie taktischer Betrachtungsweise [Taschenbuch]

Alexander M Moseschus
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 326 Seiten
  • Verlag: Cuvillier, E; Auflage: 1., Aufl. (Juli 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3865371868
  • ISBN-13: 978-3865371867
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.312.229 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Versicherungswirtschaft 59. Jahrgang, 01, Okt. 2004

Mit dem Thema Nahrungsmittelsabotage befasst sich eine Studie die im Cuvillier Verlag Göttingenerschienen ist (Produkterpressung: Ein Kriminalphänomen unter kriminologischer, straf- und haftungsrechtlicher sowie taktischer Betrachtungsweise von Rechtsanwalt Alexander Marcus Moseschus. Die Arbeit stellt die einzelnen Sanktionsnormen für Täter nach deutschem Strafrecht detailliert dar.

ARBEITGEBER - Das BDA-Magazin zur unternehmerischen Sozialpolitik, Januar/ Februar 2005

Die schlagzeilenträchtigen Erpressungsfälle zum Nachteil der vorwiegend betroffenen Nahrungsmittelindustrie sind erstmals juristisch näher untersucht worden. Fälle dieser Art hatten in den vergangenen Jahren für erhebliches Medieninteresse gesorgt und bei betroffenen Unternehmen Umsatzrückgänge in Millionenhöhe verursacht. In Millionenhöhe verursacht. In anderen Ländern haben Nahrungsmittelsabotagen sogar schon zu Todesfällen bei Verbrauchern geführt.

In der Forschungsarbeit der Freien Universität Berlin hat sich der Verfasser mit den Hintergründender Täter und Ihre Motiven in einer rechtswissenschaftlichen Doktorarbeit auseinander gesetzt. Obwohl fast alle Täter früher oder später gefasst werden, versuchen Produkterpresser es immer wieder, vermeintlich leicht an das große Geld zu gelangen. Doch scheitern sie damit durchweg. Der Autor Rechtsanwalt Alexander Marcus Moseschus, Berlin: Produkterpressung ist aus Tätersicht ein ganz schlechtes Geschäft. Das gilt besonders vor dem Hintergrund der hohen Strafen, die Tätern drohen (im Durchschnitt vier Jahre Freiheitsstrafe). Die Arbeit stellt die einzelnen Sanktionsnormen für Täter nach deutschem Strafrecht detailliert da. Für die betroffenen Unternehmen beinhalten Produkterpressungen erhebliche Haftungsrisiken: Primär betroffene Hersteller haben im Zuge ihrer produkthaftungsrechtlichen Verkehrspflichten unter Berücksichtigung technischer und ökonomischer Zumutbarkeitskriterien für eine gewisse Sabotagesicherheit ihrer Produkte zu sorgen. In anderen Staaten (USA) gab es bereits entsprechende Haftungsprozesse zulasten von Herstellern seitens geschädigter Verbraucher. Der Autor warnt: Unternehmen im besonders betroffenen Produktsektor haben Vorsorge dahingehend zu treffen, dass ihre Produkte nicht hinter dem branchenüblichen Sicherheitsstandard zurückgeblieben. Ansonsten können Verantwortlichen in Unternehmen sogar strafrechtliche Konsequenzen drohen, wenn Verbraucher Gesundheitsschäden durch Produktsabotagen erleiden. Dieses Risiko ist Verantwortlichen auf Produzentenseite offenbar noch nicht hinreichend bewusst. Vor dem Hintergrund einer sich stetig verschärfenden, zunehmend auch europarechtlich, geprägten Produkthaftung zeigt die Untersuchung Haftungsrisiken für Unternehmen auf und gibt im Rahmen einer taktisch-kriminologischen Betrachtung Hinweise für den Umfang mit Erpressern in der Krise. Mit dem vom Verfasser aufgezeigten Problem- und Haftungsfeldern sollte sich die primär betroffene Nahrungsmittelindustrie künftig verstärkt auseinanderzusetzen, so der der Betreuer der Forschungsarbeit, Univ.-Prof. Klaus Geppert (FU Berlin). Dies gilt gerade auch vor dem Hintergrund denkbarer terroristischer Produktkontaminationen.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Lothar Müller-Güldemeister TOP 500 REZENSENT
Ich finde es immer eine runde Sache, eine literarische oder wissenschaftliche Arbeit zu lesen, die ihr Thema erschöpfend behandelt, und das Gefühl zu haben, dass nichts Wesentliches ungesagt blieb - aber auch nichts Unwesentliches gesagt wurde. Diese Dissertation über das Thema Produkterpressung gehört dazu. Wer sie gelesen hat, kennt alle Aspekte dieses Phänomens - kriminologische, rechtliche und kriminalistische, wobei der letztere sicher der interessanteste ist. Vor allem der, dass dieses Verbrechen sich noch weniger lohnt als die meisten anderen. Spätestens bei der Geldübergabe scheitern praktisch alle.

Die Schäden, die ein Produkterpresser verursacht, können dennoch immens sein, selbst wenn der Täter - wie häufig - sein Vorhaben unterwegs aufgibt. Moseschus arbeitet heraus, dass Handels- und Produktionsunternehmen solcher Güter, die typische Ziele von Produkterpressern sind, fahrlässig handeln, wenn sie keine Vorsorge- und Maßnahmepläne für den Fall der Fälle getroffen haben. Dazu dürfte gehören, dieses Buch zu kaufen, was wohl auch seinen horrenden Preis erklärt (ich habe es mir in der Staatsbibliothek besorgt).

Auf jeden Fall ist dieses Werk interessanter - und selbst stilistisch gelungener - als Alfred Hellmanns Kriminalroman Vor den Hymnen, der sich anscheinend aus Moseschus' Arbeit seine Ideen geholt hat. Die Realität schreibt eben immer noch die besten Krimis.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die vorliegende Schrift ist das bisher einzige deutschsprachige Buch zu diesem Problem, das - wie Insidern bekannt ist - gerade in letzter Zeit wieder aktuell geworden ist.
Als Nachschlagewerk, insbesondere wegen der gut aufbereiteten bisher vorgekommenden Produkterpréssungsfälle in Deutschland, ist das Werk eine wertvolle Hilfe bei der forensischen Arbeit im entsprechenden Bereich.
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