Die Theorien und Meinungsstreitigkeiten sind übersichtlich und didaktisch gut dargestellt. Dass der Autor keine eigene Stellungnahme vornimmt, ist insofern erfreulich, als dass durch die zahlreichen weiterführenden Literaturverweise eine eigene Erarbeitung des Stoffes durchaus angeregt wird. So gut und anschaulich die dargestellten Theroeien auch sind, werden zahlreiche examens- und ggfs. auch klausurrelevante Probleme nicht behandelt. Hier sei nur die wünschenswerte Darstellung der verschiedenen Problemfelder im wichtigen Gebiet der Irrtümer genannt: Sowohl solche dem Vorsatz zuzuordnende wie die Darstellung von error in persona und aberratio ictus (und die Unterscheidung bei visueller Anvisierung), als auch der Irrtum über den Kausalverlauf bei mehraktigem Geschen(-sbalauf) werden unzureichend thematisiert. Auch eine differenzierte Darstellung und Unterscheidung im Bereich und im Verhältnis von (umgekehrtem) Erlaubnistatbestandsirrtum und Erlaubnisirrtum, hier sei nur die Versuchs- bzw. Vollendungslösung erwähnt, werden gar nicht behandelt, ebensowenig die kritische Meinung zur Problematik (oder Existenz) eines Doppelirrtums (vgl. Wessels/ Beulke, nur i.d. neuesten Auflage). Fazit: Die dargestellten Problemfelder werden gut & übersichtlich veranschaulicht. Wünschenswert wäre insofern eine Ausweitung bzw. Vertiefung in bestimmten, (examens-)relevanten Bereichen. Als ergänzende Lektüre aber durchaus empfehlenswert, zumal die Darstellung der Probleme, welche auch tatsächlich behandelt werden, überzeugt.