Ich kann die schlechte Rezension von "Holly" nicht verstehen. Ich bin Apothekerin und empfinde das Buch als überaus seriös. Das Buch behandelt ausführlichst die verschiedensten Arten von Erkrankungen, die Probleme im Intimbereich machen können, sodass viele Geplagte hier sicherlich bereits eine Lösung oder zumindest den nächsten Ansatz finden können. Das Buch zählt auch Adressen auf, wohin man sich wenden kann.
Die Rezensentin Holly spricht von "der Erkrankung", die "so schwer ist", "nicht erforscht ist", gegen die es "keine Medizin" gibt und mit der man "doch leben müsste". Aber es gibt "da unten" ja nicht nur eine einzige Erkrankung, sondern eine Vielzahl an Ursachen, die mal ganz einfach, aber auch mal eher schwierig sein können und auch eine Vielzahl an Behandlungsmöglichkeiten oder zumindest Erleichterungen. Es gibt sicher nicht für alles "die eine Medizin", die man nur schluckt und alles ist gut. Aber das Buch klärt über die meisten heute verfügbaren Möglichkeiten auf.
Die meisten Frauen suchen bei Problemen im Intimbereich ihre Frauenärzte auf. Das ist ja auch grundsätzlich richtig so. Aber bei manchen Problemen sind Frauenärzte einfach nicht die richtigen Ansprechpartner. Manchmal ist ein Hautarzt oder ein Schmerztherapeut der richtige Facharzt, da die Beschwerden z.B. auch von einer Hautflechte, einer Nervenquetschung oder einer verhärteten Beckenbodenmuskulatur verursacht werden. Wenn der Frauenarzt das nicht erkennt und die Beschwerden dann als "Psyche" abtut, sind die Patientinnen natürlich frustriert. Dann wenden sich viele leider aus Verzweiflung an alternative Heilverfahren, die hier aber auch nicht wirklich etwas erreichen können.
Manchmal haben auch nur Kliniken in Großstädten eine Spezialsprechstunde zu bestimmten Erkrankungen, da manche Erkrankungen selten sind und normale niedergelassene Ärzte einfach zu wenig Erfahrung mit diesen Dingen haben. So gibt es an Frauenkliniken häufig eine "Vulva-Sprechstunde" oder man geht zu einem Schmerztherapeuten in einer "Schmerzambulanz", die häufig auch an Krankenhäuser angeschlossen sind.
Bei mir persönlich waren es Verhärtungen im Bindegewebe und in den Muskelfaseransätzen. Aber eben nicht wo solche Probleme normal auftauchen, wie z.B. am Rücken, sondern am empfindlichen Beckenboden. Daher war ich zunächst auch erst bei verschiedenen Frauenärzten und bei der Vulvasprechstunde im Krankenhaus. Aber diese Ärzte haben das nicht erkannt. Geholfen hat mir dann ein Schmerztherapeut in der Schmerzambulanz, der mir eine Osteopathin mit gynäkologischem Schwerpunkt empfohlen hat. Diese hat sehr beherzt zugegriffen, direkt das schmerzende Gewebe gedehnt und mir damit einen Großteil der Schmerzen genommen. Nun trainiere ich regelmäßig den Beckenboden. Wären diese Verhärtungen am Rücken gewesen, wäre ich zu einem Orthopäden gegangen und der hätte dann eher gewusst, was mir hilft.
Ich wünsche allen Frauen, die unter Intimproblemen leiden viel Erfolg und viel Glück. Mit diesem Buch kommen sie einer Lösung ein ganzes Stück näher. Man darf nicht aufgeben und muss nach einem seriösen Arzt suchen, der einen ernst nimmt und bereit ist mit und an seiner Patientin zu lernen und mit ihr und auch anhand dieses Buches nach einer Lösung zu suchen. Und diese Ärzte gibt es durchaus.