Bevor ich das Buch kaufte, habe ich gezögert. Mein Vater ist vor drei Jahren gestorben, daher hat mich der Titel etwas abgeschreckt. Er klang ein bisschen oberflächlich. Andererseits habe ich mich seitdem intensiv mit dem Thema "Tod und Sterben" auseinandergesetzt. Jetzt habe ich das Buch gelesen und bin sehr angetan. Es ist eine unglaublich bunte Mischung, wie eine Wundertüte. Zwar geht es immer wieder um den Tod, aber auf eine sehr schöne, sensible, mitunter fast philisophische Weise. Man geht als Leser mit zu Obduktionen, besucht Altenheime, Hospize, man geht aber auch in eine Disco oder sieht zu, wie ein Pornofilm gedreht wird, weil es - wie der Autor - schreibt, einen engen Zusammenhang zwischen Leidenschaft und Leid, zwischen Begehren und Sterben gibt. Ein sehr überzeugendes, sehr zu empfehlendes Buch. Man kann wirklich lachen und zugleich dabei nachdenken. So was findet man selten!