Die Pro-Ject Headbox II macht einen soliden und vor allem wertigen Eindruck. Alle Anschlüsse vergoldet, solides (und schweres - 600g) Metallgehäuse, Cinch Eingang und PreOut Cinch Ausgang. Klanglich hab ich gar nichts zu bemängeln, eine leicht warme Note würde ich ihm attestieren, druckvoll und dynamisch an geeigneten Kopfhörer - nicht unter 30 Ohm. Dem Datenblatt entnehme ich einen leicht beschnittenen Frequenzumfang, hochwertige Kopfhörer könnten tiefer runter und die Höhen auch noch etwas höher, aber da kommen wir dann schon in Grenzbereiche, die man eh nicht hört. Ordentlich geschirmt, externes Netzteil, ich kann den Pro-Ject bis zum Anschlag aufdrehen, nicht den Hauch eines Rauschen oder sönstigen Störgeräuschen. Man hört nix.
Hören kann man allerdings an sehr fordernden Kopfhörer etwas zuwenig Lautstärke - konkret festgestellt am Sennheiser HD 600 mit seinen 300 Ohm bei nur unterdurchschnittlichem Wirkungsgrad. Das ist allerdings eher die Ausnahme, dr HD 600 ist in der Beziehung eher extrem. Am AKG K-601 war das kein Thema, dem steht der etwas warme Klangcharakter des Pro-Ject übrigens gut zu Gesicht.
Ja, es gibt wohl bessere / leistungsfähigere Kopfhörerverstärker, aber zu dem Preis fällt mir keiner ein. Ab 175,- nach oben offen und das wollte ich nicht ausgeben.