Pressestimmen
Gut gemeint, gut gemacht. Kommt ja selten zusammen. Die Apokalypse sieht nicht aus wie Haiti. Die Apokalypse sieht aus wie das Niger Delta. Da hängt der Himmel voller pechschwarzer Wolken, Tiere bluten aus auf pechschwarzem Boden. Verseucht ist alles. Es Kashi hat es fotografiert. Oder wie Shisshmaref in Alaska. Da hängt ein Haus aus Halbmast, weil der Boden unter ihm wegerodiert ist, der mal metertief gefroren war. Naoko Ishikawa hat es fotografiert. Das Buch, in dem die Bilder vom Niger, aus Alaska, China, Mauretanien, Portugal versammelt sind, ist ein Triumph. Ein Triumph der versehrten Erde über ihre Zerstörung. Selbst im Sterben sieht sie noch grandios aus. Einen Preis für Nachhaltigkeit hat die Schweizer Bank Pictet & Cie. ausgelobt. Fotografien sollten ausgezeichnet werden, die den Todeskampf der Erde im Würgegriff der Klimaerwärmung dokumentieren, zeigen, wie sich menschliches Wirken auswirkt, wenn es aus dem Ruder läuft. Ein schrecklich gutmenschlicher Preis. Und er fördert schrecklich gute, schreckliche und gute Bilder zu Tage. Gut gemeint, gut gemacht. Kommt ja selten zusammen. (welt.de, D, 06.02.2010/Die Welt, D, 06.02.2010)
Ihre Arbeiten zeigen eindrucksvoll das verletzliche und vielfältige Gesicht unserer Erde: Der Prix Pictet ist der erste Preis, der Fotografie und Nachhaltigkeit gewidmet ist. 2009 war das Thema die Erde- unser Planet, aber auch die Erde unter unseren Füßen. Namhafte Fotografen wie Edward Burtynski, Andreas Gursky, Nadav Kander oder Chris Steele-Perkins schafften den Sprung auf die Shortlist. Ihre Arbeiten zeigen eindrucksvoll das verletzliche und vielfältige Gesicht unserer Erde. (LFI, D, Januar 2010)
these photographs are alive with imagination The Prix Pictet photography award is an international accolade for powerful, resonant images documenting and exploring environmental sustainability. The masterful, thought-provoking images in the book by this year's finalists offer glimpses of some of the most overwhelming scenes of man's devastation of the earth. But, far from making grim and depressive viewing, these photographs are alive with imagination and compassion making perhaps otherwise unpalatable issues approachable and very real. (Eyemazing, Issue 01 2010)
Kurzbeschreibung
Der Prix Pictet, der in diesem Jahr zum zweiten Mal von der Schweizer Privatbank Pictet & Cie vergeben wird, bedient sich der Fotografie als Mittlerin für Themen rund um den Klimawandel. Der erste Fotografiepreis zum Thema Nachhaltigkeit macht die einmalige Faszination der Kunst für den Planeten Erde nutzbar. In diesem Jahr ist der Schwerpunkt die Erde selbst und die negativen Auswirkungen menschlichen Tuns auf das Land, sei es durch verlassene Stadtruinen, Tagebau, Müllhalden oder andere Formen des Raubbaus. Auch die Folgen von Naturkatastrophen wie Erdbeben, Erdrutsche und Vulkanausbrüche gehören zu diesem Themenkreis. Die Auswahlliste der Fotografen (Darren Almond, Christopher Anderson, Sammy Baloji, Edward Burtynsky, Andreas Gursky, Naoya Hatakeyama, Nadav Kander, Ed Kashi, Abbas Kowsari, Yao Lu, Edgar Martins, Chris Steele-Perkins) wurde im Juli auf dem Rencontres d'Arles Fotofestival in Frankreich bekannt gegeben, der Preisträger im Oktober in Paris gekürt. Einer der nominierten Fotografen wird den Auftrag erhalten, das von Pictet & Cie geförderte Nachhaltigkeitsprojekt zu dokumentieren. Im Rahmen dieser Förderung ist Pictet & Cie stolz, die Arbeit von Azafady, einer in UK und Madagaskar registrierten, regierungsunabhängigen Entwicklungsorganisation, zu unterstützen. Azafady hat sich zur Aufgabe gemacht, den Bewohnern der ärmsten Gebiete Madagaskars in verschiedenen Lebensbereichen Beistand zu leisten und vor Ort nachhaltige Fortschritte besonders in der Gesundheitsvorsorge und Erziehung zu erzielen.