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Das Privatleben des Sherlock Holmes
 
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Das Privatleben des Sherlock Holmes

Robert Stephens , Colin Blakely , Billy Wilder    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Robert Stephens, Colin Blakely, Stanley Holloway
  • Regisseur(e): Billy Wilder
  • Komponist: Miklós Rózsa
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 1.0), Italienisch (Dolby Digital 1.0), Englisch (Dolby Digital 1.0), Französisch (Dolby Digital 1.0), Spanisch (Dolby Digital 1.0)
  • Untertitel: Französisch, Niederländisch, Schwedisch, Finnisch, Norwegisch, Dänisch, Portugiesisch, Polnisch, Griechisch, Türkisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: MGM Home Entertainment GmbH (dt.)
  • Erscheinungstermin: 13. März 2009
  • Produktionsjahr: 2004
  • Spieldauer: 120 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001RFGVCI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.680 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

50 Jahre nach dem Tod seines Weggefährten Dr. Watson enthüllt Meisterdetektiv Sherlock Holmes Schriftstücke über einige nicht sonderlich ruhmreiche Episoden aus ihrem gemeinsamen Leben: Der Auftrag einer russischen Primaballerina, die Holmes bittet, Vater ihres Kindes zu werden, und die Suche nach einem verschwundenen Erfinder, gestatten dabei einen Blick auf eine mehr als freundschaftlich Beziehung der beiden Ermittler.

Video.de

Möglicherweise Billy Wilders persönlichster Film, in den er Ereignisse aus seinem eigenen Leben in die mysteriöse Geschichte um Sherlock Holmes' sexuelle Neigungen und Romanzen einfließen ließ. Selten hat Wilder seine Helden so selbstzweiflerisch und verletzlich gezeigt wie Robert Stephens in der Rolle des pfeiferauchenden Privatdetektivs. Sehr frei nach Arthur Conan Doyle spielt Wilder ein amüsantes, melancholisches Spiel mit Mythen und Legenden und inszenierte ironisch-verschmitzt zwei angebliche Fälle aus dem Nachlass von Dr. Watson, die Holmes bis dato nicht veröffentlicht sehen wollte.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
31 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
"Das Privatleben des Sherlock Holmes" ist einer der besten Sherlock Holmes Filme, vielleicht sogar der beste überhaupt.
Holmes hilft einer Frau, Ihren verschwundenen Ehemann wiederzufinden. Spätestens als sein Bruder Mycroft ihm befiehlt, den Fall aufzugeben, merkt Holmes, daß an dieser Sache mehr dran ist, als es den Anschein hat.

Der Film hat einen wundervollen Humor, der immer wieder mit melancholischen Tönen durchzogen ist. Schade, heute scheint es fast nur noch den übertriebenen Humor à la "Die nackte Kanone" zu geben. Aber gerade deswegen ist dieser Film so wertvoll und eine willkommene Abwechslung. Dabei ist aber auch der Krimi-Teil nicht zu verachten, der braucht sich vor den originalen Fällen von Arthur Conan Doyle nicht zu verstecken. Natürlich nicht zu vergessen die wirklich tollen Schauspieler.

Das war es nun aber leider schon mit dem Lob, denn jetzt kommt die technische Umsetzung. Die DVD wäre für eine Billig-Produktion ganz ok, aber bei so einem filmischen Meisterwerk, erwarte ich eigentlich etwas besseres.
Fangen wir außen an, da sehen wir eines der häßlichsten DVD-Cover aller Zeiten. Zudem stimmt nicht einmal die Inhaltsangabe, Holmes sucht den Ehemann, nicht den Vater der Frau.
Wenn die DVD eingelegt wird, begrüßt uns ein ebenso häßliches Menü mit cryptischen Zeichen, die man erst einmal deuten muß.
Wenigstens ist neben der deutschen Synchronisation auch der englische Orginalton auf der DVD, zusätzlich zu den Sprachen Französich, Italienisch und Spanisch.
Untertitel kann man auf Englisch zuschalten, zusätzlich zu 10 weiteren Sprachen. Deutsche Untertitel sucht man dabei leider vergebens.
Extras gibt es keine.

Bildstörungen wurden weitgehend beseitigt, dafür ist das Bild ein wenig kontrastarm. Auch etwas mehr Schärfe hätte nicht geschadet.
Der Ton klingt sowohl in Deutsch als auch in Englisch ein bißchen blechern, wobei der deutsche Ton im Vergleich minimal besser ist.

Die Qualität der DVD ist nicht wirklich schlecht für einen Film aus dem Jahr 1970 und auch kein Grund, den Film nicht zu kaufen. Die meisten werden mit der Bild- und Tonqualität leben können. Es ist halt schade, wenn solch tolle Filme nicht in bestmöglicher Qualität erscheinen.

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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Bei seiner Premiere 1970 ein Flop und von der Kritik verrissen, zählt "Das Privatleben des Sherlock Holmes" heute unbestritten zu Wilders besten Werken. Im Spätwerk des Regisseurs nimmt dieser Film eindeutig den Spitzenplatz ein.

Anhand eines Kriminalfalls zeichnet der Film mit überaus sorgfältigen Mitteln die gegensätzlichen Charaktere des Meisterdetektivs Sherlock Holmes und seines Adlatus Dr. Watson.
Rasante Handlung und grelle Satire darf man hier nicht erwarten: Es ist ein Film der leisen Töne mit einem ruhigen Handlungsfluss und einer heiter-melancholischen Grundstimmung.

Die wunderbare Farbgestaltung, die opulente Einrichtung (gestaltet von Alexander Trauner) und die pointiert eingesetzte Musik machen diesen Film zu einem optischen und akustischen Genuss.

Die Filmfassung auf DVD ist ausgesprochen lieblos ediert (deshalb auch keine fünf Sterne). Trotzdem: für Cineasten gehört "Das Privatleben des Sherlock Holmes" zur kulturellen Grundausstattung.

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
"Oh, come now, Watson, you must admit that you have a tendency to over-romanticize. You have taken my simple exercises in logic, and embellished them, exaggerated them [...] You have described me as six-foot-four, whereas I'm barely six-foot-one. [...] You've saddled me with this improbable costume, which the public now expects me to wear." - "That's not my doing. Blame it on the illustrator."

Mit diesem für Wilder typischen brillanten Dialog wird gleich zu Beginn des Filmklassikers "Das Privatleben des Sherlock Holmes" aus dem Jahre 1970 gezeigt, daß in dieser Geschichte ein Blick hinter die scheinbar so unangreifbare Figur des Meisterhirns geworfen werden soll, die uns in den zahlreichen Geschichten Sir Arthur Conan Doyles begegnet. Anders als die meiner Meinung nach mißlungene, weil in Klamauk untergehende Satire Thom Eberhardts ("Without a Clue", 1988) schafft es Wilder, seinem Holmes Tiefe und Würde zu verleihen.

Da eine andere Rezensentin bereits ausführlich auf Handlung und wichtige Hintergrundinformationen zu diesem Film eingegangen ist, möchte ich mich an dieser Stelle kurz fassen. Die ursprüngliche Version des Filmes enthielt vier miteinander zusammenhängende Geschichten, von denen es nur zwei in die Endversion schafften. Im ersten Teil des Filmes wird Holmes (Robert Stephens) von einer russischen Ballerina (Tamara Toumanova) konsultiert, wobei sie weniger an seinen kriminalistischen Fähigkeiten interessiert ist als daran, ein Kind von ihm zu bekommen, das dann ja mit seiner Intelligenz und ihrem guten Aussehen ausgestattet wäre. Schlimm wäre es, wenn es andersherum käme ... Holmes weist dieses Ansinnen mit einer Notlüge ab, die den guten Watson (Colin Blakely) in eine peinliche Situation bringt: Tanzt er vorher noch fröhlich mit einem Dutzend hübscher Damen, so werden diese - für ihn unbemerkt - nach und nach durch Männer ersetzt. Ein Glanzlicht in dieser Tragikomödie. Der zweite Fall ist ungleich komplexer, denn obwohl er es an sich nicht wahrhaben will, verliebt sich Holmes dabei in seine Klientin (Geneviève Page), die ihn beauftragt, ihren verschwundenen Mann, einen belgischen Ingenieur, zu finden. An der Oberfläche immer noch der eiskalte, souveräne Spürhund mit dem kaustischen Humor, wird Holmes durch seine Gefühle doch dafür blind, daß seine Klientin ein doppeltes Spiel mit ihm treibt, was dem Zuschauer schon relativ früh deutlich wird.

Wilder und der Drehbuchautor I.A.L. Diamond schaffen es, einen sehr konstruierten Fall, der sogar das Ungeheuer von Loch Ness bemüht, durch geschliffene Dialoge und liebevolle Charakterzeichnungen niemals ins Farcenhafte abgleiten zu lassen, wie dies bei Eberhardt geschieht. Wenn Holmes seiner Klientin gesteht, daß seine Verlobte einen Tag vor der Hochzeit an einer Grippe gestorben ist und dies bitter als einen Beweis für die Unzuverlässigkeit der Frau ins Feld führt, dann fühlt man sich an Nietzsche erinnert ("Versteck, Du Narr, Dein blutend Herz in Eis und Hohn!") und spürt, wie die Holmes-Figur an Vielschichtigkeit gewinnt, ohne daß der Film dabei ins Kitschige oder Melodramatische abgleitet. Dieses Motiv gibt es übrigens auch in der Serie "Seinfeld", wo es aber die Oberflächlichkeit des Bräutigams, an der eigentlich nie ein Zweifel bestand, entlarvt.

Ungeachtet der liebevollen Ausgestaltung der Figuren und des niemals degradierenden Witzes ist dieser Film für mich als eingefleischten Holmesianer, der durch die Jeremy-Brett-Darbietungen mehr als nur ein wenig verwöhnt wurde, jedoch nicht ganz ohne Makel, und deshalb erlaube ich mir - aufgrund ganz persönlicher Geschmacksfragen - einen Stern abzuziehen. Denn Robert Stephens ist für mich trotz seines unbestreitbaren schauspielerischen Könnens in dieser Rolle einfach nicht Holmes, was schon mit seinem leicht geckenhaften Aussehen anfängt - dies könnte, siehe meinen Eingangsdialog, aber auch auf die Fabulierfreudigkeit Watsons zurückzuführen sein. Fast scheint es mir aber, als werde er durch Christopher Lee in der Rolle des Mycroft ein wenig an die Wand gespielt.

Noch unbefriedigender ist für mich allerdings die Rolle Watsons. Zwar triumphiert er an einer Stelle des Filmes, in der er seine - durch langjähriges Arbeiten mit Holmes - geschulte Deduktionskunst demonstriert, aber insgesamt mißfällt er mir ein wenig durch seine Clownereien, wenn er beispielsweise, als er merkt, daß die Ballettänzerinnen nur Russisch verstehen, sagt: "In that case I don't mind telling you that you all have lovely po-pos." und ihnen satyrhaft mit seinem Stock den Hintern tätschelt. Es ist mir schwer vorstellbar, daß der echte Watson sich so aufführen würde, auch wenn Doyle uns keinen Zweifel daran läßt, daß der Doktor ein Frauenheld war.

Diese leichte Kritik an einem ansonsten überzeugenden und anrührenden Film möge man mir verzeihen, zumal ich glaube, daß manch ein Holmes-Fan ebenso denken wird.
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