Kurzbeschreibung
Der Garten – Grenzgebiet zwischen Privatheit und Öffentlichkeit, Kultur und Natur, Zivilisation und organischem Wachstum. In drei Ausstellungen unter dem Titel »Privatgrün – Kunst im privaten Raum« setzen sich die eingeladenen 55 KünstlerInnen mit der jeweils spezifischen Situation des Gartens auseinander und finden im Spannungsfeld von Natur und Architektur zu individuellen Lösungen. Die Konzeption der Ausstellung greift die erstmals im Jahr 1994 erfolgreich durchgeführte Projektidee auf, Kunst temporär aus dem öffentlichen Betriebssystem von Museum und Ausstellungsraum in den privaten Raum zu überführen: 55 Hausgärten, Dachterrassen und Schrebergärten im Stadtraum Kölns werden im Rahmen von »Privatgrün« zu Orten der Kunst. »Privatgrün« im Jahr 2004 lenkt den Blick auf den Privatbereich des Gartens im urbanen Kontext. Auf diese Weise soll der Diskurs über Kunst im öffentlichen Raum – die Frage nach der künstlerischen Gestaltung privater Räume und ihrer Relevanz für soziale Systeme – erweitert werden. »Privatgrün « fokussiert den privaten Garten als Ort des Rückzugs und der Utopie, als Spiegel von gesellschaftlicher Ordnung und Dissens. Die realisierten Arbeiten lassen Skulpturen, Bauwerke und Bepflanzungen entstehen, die unterschiedlich das Thema Garten und Kunst reflektieren und Anregungen bieten, die eigene Beziehung zu Natur und Landschaft zu überdenken. Künstler: Doubrawa, Caroline Bittermann/ Peter Duka, Daniel Bräg, Bogomir Ecker, Dorothee Golz, Anke Haarmann, Heinecke / Krehl, Florian Hüttner, Otmar Hörl, Stephan Huber, Ilya + Emila Kabakov, Kuball, Claudia Kugler, Pia Lanzinger, Pia Stadtbäumer, Rosemarie Trockel, Manos Tsangaris, Lois + Franziska Weinberger, Beat Zoderer.
Über den Autor
Claudia Büttner, geboren 1965, ist promovierte Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kritikerin. Sie konzipierte und leitete Kunstprojekte Riem von 1999 bis 2003.