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Privat war gestern: Wie Medien und Internet unsere Werte zerstören
 
 
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Privat war gestern: Wie Medien und Internet unsere Werte zerstören [Gebundene Ausgabe]

Christian Schertz , Dominik Höch
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (16. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550088620
  • ISBN-13: 978-3550088629
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 14,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 156.079 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"So aktuell wie brisant" BERLINER ZEITUNG, Ulrike Simon, 14.09.11 "Ihr verständlich geschriebenes Buch wollen Höch und Schertz als Beitrag zu einer notwendigen gesellschaftlichen Debatte verstehen." FRANKFURTER RUNDSCHAU, 14.09.11 "Die Lehre aus diesem Buch 'Privat war gestern' ist eigentlich recht einfach. Trauen Sie keinem Politiker mehr, der sich zu Hause auf seinem Sofa fotografieren lässt. Er hat den Kern von bürgerlicher Existenz, von klassischer Privatheit, aufgegeben, um gewählt zu werden. Und was ist dieser Kern? Es ist die Freiheit, über sein Privatleben zu bestimmen und nicht andere darin herumschnüffeln zu lassen. Viel Vergnügen: 'Privat war gestern'." Michael Naumann, CICERO ONLINE, Naumanns Bibliothek, 19.10.11 "Gut verständliche Denkanstöße." DEUTSCHLANDFUNK, Sabine Pamperrien, 28.11.11

Kurzbeschreibung

Medien und Internet präsentieren intimste Details aus dem Leben von Prominenten und Normalbürgern. Unsere Privatsphäre wird zerstört, und wir sehen tatenlos zu. Menschen ziehen sich vor der Kamera aus, lassen sich im Kreißsaal oder bei der Schönheits-OP filmen und prügeln sich live im Fernsehen mit ihren Nachbarn. Jugendliche offenbaren der Weltöffentlichkeit via Facebook und Co. ihre Sexvorlieben. Vom Politiker bis zum C-Prominenten wird die Boulevardpresse gerne für Homestories benutzt. Gleichzeitig werden viele andere Prominente von den Medien gejagt und zerbrechen oft daran. Der Schutz der Persönlichkeit und der Privatsphäre zählt auf einmal nichts mehr. Der bekannte Medienanwalt Christian Schertz deckt gemeinsam mit seinem Kollegen Dominik Höch auf, warum der ungewollte und unbedachte Verlust des Privaten für den Enzelnen und die Gesellschaft katastrophale Folgen haben kann – und was wir tun müssen, damit unser Leben auch in Zukunft uns selbst gehört.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Das die beiden Autoren in ihrer Profession als Rechtsanwälte ihren Schwerpunkt im Medienrecht gesetzt habe und hier zu Bekanntheit durchaus gelangt sind, spürt man dem Buch umgehend ab. Eine Vielzahl von Verweisen auf Prozesse, Medienverfolgung, einfach von Geschichten um gerade auch prominente Mitbürger herum zeigt auf, wie weit die Autoren mitten drin im medialen Geschehen sind.

Beileibe aber bildet das Buch kein 'buntes Blättchen' voller Anekdoten, in denen sich die Autoren ihrer Nähe zur Prominenz gerieren. Alle Beispiele, Vorgänge, Verweise dienen letztlich dem Ziel der Erläuterung und der Klärung dessen, was die Autoren als Gefahr für das private, aber auch das verbindend öffentliche Leben ausmachen.

Indem Medien in breiter Form die Privatsphäre des Einzelnen weder wertschätzen noch akzeptieren, sondern in vielfacher Form, unterstützt übrigens durchaus von den 'Opfern' zu Zeiten, das 'Private öffentlich machen', beginnen althergebrachte Werte des Respekts vor allem ebenfalls zu wanken. Mit Folgen für das soziale Gefüge und das 'Klima' im Lande.

Natürlich legen die Autoren ob ihrer Profession den Finger auf die Wunde gerade der Medien, allen voran (einmal wieder) den 'journalistischen Umgang' der Bildzeitung mit Betroffenen, zeigen aber im Gegenzug ebenso auf, wie sehr sich die unausgesprochenen Regeln des Umgangs der Medien gerade mit Politikern ins Nichts aufzulösen beginnen, weil eben gerade Politiker mit 'Privatem' an die Öffentlichkeit drängen. Das im Zuge dieser fast 'Aufdrängung' durch Politiker von sich aus letztlich dann auch Bastionen fallen wie im Fall Seehofer und seines unehelichen Kindes ist dann fast folgerichtig. Spannend ist es auch, die durch die Autoren vorgelegte Zeitabfolge dieses 'Skandals' zu betrachten. Ein Skandal, der mit der Bewerbung Seehofers um den Parteivorsitz der CSU begann und nach den Vorstandswahlen dann plötzlich auch beendet war. Da kommt man bei der Lektüre schon ins Grübeln, wer da eigentlich wen benutzt.

Grundlegend aber geht es den Autoren in all den Geschichten und Fällen um die 'Ausstellung des Privaten als Zwang der Mediengesellschaft'. Eine Beobachtung, die beileibe nicht nur in prominenten Kreisen vorliegt, sondern die gerade durch die social media des web 2.0. fast jeden mit in den Bann zieht und in der Folge das Private teils unsäglich öffentlich macht.

Das Private wird öffentlich, die Medien stöbern im Privaten ohne Grenzen zu wahren, Castingshows erfreuen sich bei Kandidaten reißender Beliebtheit, die damit ohne Not ihr Privates fast 'zum Fraß' vorwerfen (und damit noch stolz hausieren gehen) und das Internet wird mehr und mehr auch zu einer 'Ausstellungsvitrine des Privaten' mit Formen von Mobbing, Verfolgung, Aggression und Hass, die wohl nur im Schutz der Anonymität des Net in der Form ausgelebt werden. Eine Aggressivität und eine Missachtung der Würde des andern, die durchaus auch Folgen für das reale Leben hat.

Das jeder mittlerweile viel zu unbedenklich mit seinen privaten Daten 'hausieren' geht, das aber das Private und der Schutz der Privatsphäre notwendige Grundlagen für das eigene, aber auch das öffentliche Leben eigentlich sind, das bringen die Autoren nachdenkenswert zu Papier und leiten so, gut lesbar, zur eigenen Reflektion des eigenen Mitteilungsbedürfnisses und des eigenen Umgangs mit privaten Informationen an. Ein wenig zu Prominentenorientiert, durchaus aber mit Gehalt versehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von goodbooks
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann mich der vorausgegangenen Rezension nur anschließen - wertvoll!
Anfügen möchte ich noch, dass insbesondere Erziehungsberechtigte (Eltern, Lehrer) dieses Buch lesen sollten: Denn seit das Internet es jedem Einzelnen ermöglicht, stattzufinden, und auch die Sucht, stattzufinden, immer größer wird, gibt es hier Hinweise, worauf man bei - seinen - Kindern und Heranwachsenden achten sollte. Dass Facebook sie eben nicht nur bereichern, sondern ihnen auch einmal auch gefährlich werden kann, wenn etwa später potentielle Arbeitgeber in dieser virtuellen Vitrione herumgraben.
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