14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Die schwächste der vier Staffeln, 26. Oktober 2009
Es scheint was dran zu sein. Das etwas fehlt, bemerkt man oftmals erst wenn es nicht mehr da ist. Im Falle der dritten Season der Knast-Saga "Prison Break" ist es eindeutig der Mangel an einem spannend-unterhaltsamen Plot, sehr offensichtlich dem damals mit aller Härte geführten Autorenstreik des amerikanischen Film- und Fernsehgeschäfts geschuldet. Zwar strotzten in den ersten beiden Staffeln der Serie um die ungleichen Brüder Michael Scofield (Wentworth Miller) und Lincoln Burrows (Dominic Purcell) die Folgen gelegentlich von Absurditäten und Logiklöchern, nervenzerfetzend spannend war das jedoch allemal!
Diesmal ist nun alles anders. Wie bereits der Cliffhanger zum Ende der vorangegangenen Staffel zeigte, wird Michael auf Betreiben der im Hintergrund die Fäden ziehenden mysteriösen COMPANY in den Horrorknast von Sona in Panama eingeliefert. Die dort einsitzenden Schwerverbrecher sind sich selbst überlassen und werden lediglich von außen strengstens bewacht. Es herrscht ein mörderisches Faustrechts-Regime, Morde unter den Gefangenen gehören zum Alltag. Scofield hat den Auftrag, aus dieser Hölle auszubrechen und dabei den zwielichtigen James Whistler (Chris Vance), der über für die COMPANY wichtige Informationen zu verfügen scheint, mitzunehmen. Anderenfalls sterben die von seinen Auftraggebern festgehaltenen Sara Tancredi (Sarah Wayne Callies) und Lincolns Sohn LJ (Marshall Allman). Doch auch die ebenfalls in Sona einsitzenden "alten Bekannten" Agent Mahone (William Fichtner), "T-Bag" (Robert Knepper) und Ex-Knastwärter Bellick (Wade Williams) wollen mit raus...
Ein erneuter Ausbruch wie in Staffel eins ist nicht wirklich originell, die Umsetzung ist es noch viel weniger. Zwar gibt es einige Momente, in denen die alte Klasse aufblitzt, aber schlußendlich ist man fast froh, diesen Schwachpunkt der vier Seasons schon nach 13 Folgen hinter sich zu haben. Was der Handlung an überraschenden Wendungen, intelligenten Einfällen und Rasanz fehlt, wird durch das rabiate Anheben des ohnehin nicht gerade niedrigen Gewaltlevels auszugleichen versucht. Das geht sehenden Auges schief.
Was man anderenorts noch großzügig übersehen konnte, wie beispielsweise die äußerst mäßigen Schauspiel"künste" von Wentworth Miller, springt den Zuschauer hier umso deutlicher ins Auge. Ein Glück, im Nachhinein zu wissen, dass die vierte und letzte Staffel den Serienfan wieder mit jeder Menge Knallbonbons zu versöhnen weiß. Da wie immer technische Eigenschaften der Box und Bonusausstattung bestens sind, erreicht "Prison Break, Season 3" immerhin noch eine Mittelfeldwertung, was aber trotzdem die rote Laterne im serieninternen Vergleich bedeutet.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Staffel 1-Kurzversion inklusive Ortswechsel, 13. Juni 2010
Die durchweg spannende und packende Verfolgungsjagd rund um Michael Scofield und seinem Bruder Lincoln Burrows endete - wir erinnern uns - mit der Festnahme von Michael und seinen Verfolgern jenseits der amerikanischen Grenze. Da dort scheinbar keine Justiz-Praxis gemäß der Vereinigten Staaten praktiziert wird, landen alle in einem Albtraum von Gefängnis. Und wieder geht's nur darum, aus Diesem wieder zu entfliehen.
Klingt verdächtig nach einer Wiederholung der ersten Staffel. Ist es im Grunde auch. Wenn auch mit einigen Veränderungen im Detail. Neben dem erwähnten Ortswechsel gibt es einen großen Rollentausch unter den Serienfiguren, und das "Böse" bekommt endlich ein Gesicht (bzw. mehrere Gesichter). Wer jetzt denkt, dass sich die Wiederverwendung von Bekanntem und die durch den Autorenstreik bedingte Kürzung der Episodenanzahl negativ auf diese Staffel auswirken, der kann beruhigt sein:
"Prison Break - Season 3" kommt zwar qualitativ nicht an die unerreichbare und durchweg geniale erste Staffel heran und kann auch in Sachen Abwechslung nicht mit der ebenso tollen Staffel 2 halten, hat aber nichts an Spannung und Suchtpotential eingebüßt.
Michael sitzt zusammen mit Mahone, T-Bag und Bellick in Sona fest, einem üblen lateinamerikanischen Gefängnis, dessen Bezeichnung als Solches schon zu höflich gewählt ist. Hier gibt es keine Wärter innerhalb der Mauern, vielmehr herrscht unter den Knastinsassen eine eigene Form der Hierarchie, in der die Starken und "Mächtigen" über die Schwachen "wachen". Gewalt steht an der Tagesordnung, jeder neue Tag ist ein Tag des Überlebens. Lincoln lässt von außen keine Möglichkeit aus, seinen Bruder von dort rauszuholen, doch wieder liegt es an Michael selbst, sich aus diesem "Käfig" zu befreien. Die Zeit sitzt ihm leider wieder im Nacken, da die Company diesmal einen "besondere Auftrag" für ihn hat:
Er soll binnen einer gesetzten Frist gemeinsam mit einer wichtigen Person namens Whistler ausbrechen, sonst müssen alle Menschen, die ihm lieb sind, mit dem Leben bezahlen. Michaels Kreativität und Intelligenz werden so arg auf die Probe gestellt, denn neben dem Austüfteln eines neuen Ausbruchsplans gilt es gleichzeitig seine Kontrahenten auf Distanz zu halten...
Ein Ausbruch ist ein Ausbruch. Und nur ein Blinder könnte die offensichtlichen Parallelen der Staffel 1 und 3 übersehen. Punkt. Wenn schon das Staffel-Konzept keine Neuerung bringt, dann kann man wenigstens davon ausgehen, dass man daraus das Beste macht. Und die Macher von 'Prison Break' enttäuschen hinsichtlich dieser Erwartung nicht.
Das kalte, sterile FOX RIVER wird gegen ein Drecksloch in dauernder Hitze ausgetauscht; Michael und Scofield haben ihre Plätze gewechselt; Mahone und Co. sind an einem Ort gelandet, den sie sich kaum gewünscht haben; die Company bleibt nicht mehr eine Organisation im Schatten, sondern enthüllt endlich ihr Antlitz.
Dazu noch neue Charaktere wie der zwielichtige Whistler, Drogenboss Lechero und die ultrafiese Gretchen, die mit eigenen Interessen und interessanten Profilen hervorstechen. Damit wird der Fan-Hunger mehr als gestillt und die ungeplant kurze Gesamtlaufzeit von "nur" 13 Episoden erweist sich für die "kompaktere" Staffel 3 sogar als vorteilhaft.
Jodi Lyn O'Keefe muss hier als absoluter Lichtblick dieser Season genannt werden. Die verkörpert Gretchen Morgan - ein Miststück von einer Söldnerin - mit Bravour und kann sich mühelos mit der einprägsamen Darbietung von Robert Knepper alias T-Bag messen lassen, steht sie doch hinsichtlich Boshaftigkeit und Verschlagenheit in Nichts nach.
Und auch der Rest kann im Schnitt zufrieden stellen. Wendungen und Überraschungen zuhauf, viele gute Ideen, ein "Schock" für hartgesottene Fans (auf den ich nicht näher eingehen möchte) und eine noch härtere Bildersprache kennzeichnen durchweg diese dritte Staffel.
Es stimmt schon, dass Season 3 im Vergleich zu den beiden vorherigen Staffeln ein klein wenig abfällt, von einem Abrutsch ins Mittelmaß zu sprechen wäre aber nicht richtig, geschweige denn fair. Dafür sind Spannungs-Level und Suchtfaktor viel zu hoch.
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3.0 von 5 Sternen
Der Autorenstreik lässt grüßen :o(, 19. März 2010
Durch den Autorenstreik in den USA sind nicht nur halb so viele DVD's enthalten, sondern auch Brutalität statt Köpfchen. :o(
Wie man bereits am Ende der zweiten Staffel gesehen hat ist dieses mal das Sona-Gefängnis der Hauptschauplatz. Hier trifft Michael auf alte Bekannte (T-Bag, Bellick und Agent Mahone) und Unmengen brutaler Schläger/Mörder. Da er sich in den bisherigen Staffeln eher durch sein Köpfchen als durch seine Schlagkraft hervorgetan hat, war schon zu befürchten, dass diese Staffel nicht an die bisherigen herankommt und so war es dann leider auch. :o(
Durch die geringere Anzahl an Folgen wirkte die Geschichte nicht wirklich geplant sondern eher gequetscht. Der Grundgedanke war da, sicher nichtmal schlecht, aber durch den Streik wurde er eher schlecht als recht umgesetzt. Vor allem der Tausch der Brüder, Lincoln soll planen, verhandeln usw. und Michael muss sich durchschlagen ist nicht wirklich gelungen, da diese Bereiche einfach nicht ihren Fähigkeiten entsprechen.
Hier mein Fazit kurzgefasst: Ich finde es fragwürdig halb so viele DVD's zum gleichen Preis zu verkaufen wie die vorherigen Staffeln, vor allem bei einer so schwachen Staffel. Hoffe wirklich die vierte Staffel bietet ein würdiges Ende und findet wieder zur alten Form zurück!
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