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Prinzip Menschlichkeit: Warum wir von Natur aus kooperieren [Gebundene Ausgabe]

Joachim Bauer
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

September 2006
Was den Menschen zum Menschen macht ein Buch über das wichtigste Erfolgsgeheimnis der Evolution und seinen Einfluss auf unser Leben.
In der internationalen neurobiologischen Forschung ist zunehmend vom »social brain« die Rede. Die Erkenntnis: Wir sind nicht primär auf Egoismus und Konkurrenz eingestellt, sondern auf Kooperation und Resonanz. Das Gehirn belohnt gelungenes Miteinander durch Ausschüttung von Botenstoffen, die gute Gefühle und Gesundheit erzeugen.

Kern aller Motivation ist es, zwischenmenschliche Zuwendung, Wertschätzung und erst recht Liebe zu finden und zu geben. Was wir im Alltag tun, wird meist direkt oder indirekt dadurch bestimmt, dass wir sozialen Kontakt gewinnen oder erhalten wollen. Bei dauerhaft gestörten Beziehungen oder dem Verlust von Bindungen kann es zu einem »Absturz« der Motivationssysteme kommen. Dann - und erst dann - setzen Aggressionen ein. Joachim Bauer beschreibt nicht nur, wie das »social brain« funktioniert, sondern führt dem Leser auch vor Augen, welche Konsequenzen diese Erkenntnisse für das menschliche Leben haben - von der Erziehung über die berufliche Kommunikation bis hin zur Frage von Krieg und Frieden.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 244 Seiten
  • Verlag: Hoffmann und Campe (September 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 345550017X
  • ISBN-13: 978-3455500172
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (59 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 264.321 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ob das Wesen des Menschen von Natur auf Konflikt und Kampf oder aber auf mitmenschliche Kooperation angelegt ist, ist bis heute umstritten. Als Realist jedenfalls gilt gemeinhin derjenige, der die Auffassung vertritt, dass Kooperation eine Verhaltensweise ist, die lediglich auf der den Menschen als Verstandeswesen auszeichnenden Einsicht beruht, dass man den ansonsten natürlichen Zustand des Kampfes aller gegen aller zum Wohle eines jeden Einzelnen und damit zugleich der Gemeinschaft überwinden und die in jedem Fall aber notwendige Konkurrenz zumindest regeln müsse. Das hört sich zwar einigermaßen vernünftig an, neuere Ergebnisse der neurobiologischen Forschung, über die Joachim Bauer in seinem Buch Prinzip Menschlichkeit berichtet, geben aber Grund zu der Annahme, dass die dieser Auffassung zugrunde liegenden Prämissen einer erneuten Prüfung unterzogen werden müssen.

Gemäß der heute (noch) vorherrschenden Meinung gilt Konkurrenz als "der biologische Antrieb des Lebens – auch des menschlichen": Da sich diese Auffassung "nahtlos zum 'Kampf ums Überleben' fügte, den Charles Darwin zur Grundregel der Natur erklärt hatte, schien für viele die Frage nach der Natur des Menschen geklärt", bringt Joachim Bauer zutreffend die Ursache für den von der Soziobiologie verordneten Diskussionsstillstand auf den Punkt. Unter Neurobiologen beginnt sich nun aber, wie der Autor ausführlich darlegt, die Erkenntnis durchzusetzen, dass das ursprüngliche Leitmotiv menschlichen Handelns eben nicht Konkurrenz ist, sondern ganz im Gegenteil Kooperation – in der Terminologie Joachim Bauers: das Prinzip Menschlichkeit: "Kern aller menschlichen Motivation ist es, zwischenmenschliche Anerkennung, Wertschätzung, Zuwendung oder Zuneigung zu finden und zu geben." Das Konkurrenzmotiv wäre demnach eben nicht Ausdruck der primären Natur des Menschen, sondern im Gegenteil das Ergebnis einer Störung derselben!

Eine sehr aufschlussreiche Lektüre, die Anlass gibt, viele längst für erledigt geglaubte Fragen neu zu diskutieren. In den Natur- wie den Sozialwissenschaften gleichermaßen. -- Andreas Vierecke

Pressestimmen

"Das Buch ist ein Pionierwerk, das das Verständnis der menschlichen Psyche revolutioniert." (Psychologie Heute)

"Das Lesen lohnt sich!" (Hamburger Abendblatt)

"Besonders empfehlenswert!" (Psychotherapie & Seelsorge) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
121 von 136 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend und bestechend 19. August 2006
Format:Gebundene Ausgabe
Die Rezension beruht auf einem der Rezensentin vom Verlag zugeleiteten Vorabdruck. Dieses Buch setzt die Reihe der beiden vorigen Werke des Autors fort: Eine Beschreibung des Menschen auf der Grundlage neurobiologischer Erkenntnisse. Der Schwerpunkt ist diesmal das "social brain", d. h. die auf gute soziale Beziehungen ausgerichtete Orientierung des Menschen. Neuere Untersuchungen der Motivationssysteme der Gehirns weisen den Menschen als ein auf zwischenmenschliche Zuwendung gerichtetes Wesen aus. Das Buch erweitert jedoch dann den Blickwinkel und bietet eine kritische Auseinandersetzung mit Charles Darwins "war of nature" und den soziobiologischen Theorien um das "selfish gene" (Richard Dawkins). Besonders lesenwert ist ein Kapitel zur Bedeutung der Aggression. Ihr wird von Bauer, basierend auf neurobiologischen Daten, die Rolle eines Hilfssystem zur Erlangung und Sicherung von zwischenmeschlicher Anerkennung und Bindung zugewiesen. Bauers Resumee: Nicht Kampf ums Dasein, sondern Resonanz und Kooperation seien die Grundmotive alles Biologischen. Ein hochinteressantes Buch, das faszinierende neue Daten aufbereitet und in seiner Argumentation besticht.
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108 von 122 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Menschliches Verhalten: Vertrauen geht vor Eigennutz 7. September 2006
Von Miriam K.
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch spannt den Bogen von neuesten neurobiologischen Erkenntnissen zu bisher nur wenig bekannten Untersuchungen, die sich der Frage gewidmet haben, ob Menschen in Realsituationen eher auf Eigennutz oder auf Zusammenarbeit Wert legen. Joachim Bauers neues Buch führt den Leser in die Welt der sogenannten "Spieltheorie" und der "Neurookönomie" ein. Resumee: Der Mensch ist kein ausschließlich auf puren Eigennutz gehender "zweckrationaler Entscheider", sondern bevorzugt, wenn sich eine entsprechende Möglichkeiten bieten, die vetrauensvolle Zusammenarbeit. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen betreffen das Leben am Arbeitsplatz, den Bereich der Erziehung und die Medizin. Wer Verantwortung für ander Menschen trägt sollte sich dieses Buch unter das Kopfkissen legen! Das Buch ist außerordentlich kurzweilig zu lesen und sehr gut verständlich,
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63 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr lesenswert! 10. September 2007
Von Rolf Dobelli HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Mensch, ein von Natur aus kooperatives und mitfühlendes Wesen? In der Regel provoziert diese These bestenfalls ein müdes Lächeln, unter Akademikern ebenso wie am Stammtisch. Wer an das Gute im Menschen glaubt, wird als Träumer oder Sozialromantiker abgestempelt. Denn die darwinistische Lehre vom Überleben des Stärkeren hat sich trotz ihrer grausamen Exzesse im 20. Jahrhundert als erstaunlich haltbar erwiesen. Wer diesen speziellen Aspekt der Evolutionstheorie anzweifelt, wird leicht mit religiösen Fundamentalisten auf eine Stufe gestellt. Joachim Bauer vermeidet bewusst, Kritikern diese Angriffsfläche zu bieten; nichts liegt ihm ferner als ein Dogmenstreit. Stattdessen präsentiert er nüchtern und für den Laien leicht verständlich neue Erkenntnisse aus Neurobiologie, Epigenetik und Verhaltensforschung, die alle nahelegen: Der Mensch ist ein durch und durch soziales Wesen. All sein Streben richtet sich darauf, gute Beziehungen zu anderen aufzubauen und zu erhalten. Ist der erfolgreiche, aber skrupellose Manager also eine die Regel bestätigende Ausnahme? Folgt man dem Autor, so leidet er mindestens unter einer schweren Verhaltensstörung. Wir empfehlen das Buch allen, die noch glauben, täglich die Ellenbogen ausfahren zu müssen, um zu überleben.
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44 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Eines vorneweg: Die Idee ist mir sympathisch. Ich selbst kooperiere gern und ich ziehe eine "win-win" Situation einer Situation vor, in der nur ich allein gewinne, andere aber verlieren. Joachim Bauer will im Grunde sagen, dass die Evolution von Kooperationen getrieben wird und nicht vom "Kampf ums Überleben". Dies schien mir eine sympathische Idee zu sein, aber die dargebotenen Belege überzeugten nicht. Und, der missionarische Eifer machte mich stutzig.

Es liegt für einen Psychotherapeuten und Psychosomatiker wie Joachim Bauer sicher nahe, zunächst den Menschen zu betrachten. Er stellt fest, dass wir "für gelingende Beziehungen" konstruiert sind (Damit stellt er sich zwar, wenn ich das mal so sagen darf, kühn gegen die von Loriot vorgebrachte These mit einem durchaus evolutionären Aspekt: "Männer und Frauen passen einfach nicht zueinander - man kann sie nur fruchtbar miteinander kreuzen"). Nun gut, es gibt auch noch andere Beziehungen und es ist sicher wichtig zu wissen, dass wir ein eingebautes Motivationssystem haben, in dem Dopamin, endogene Opioide und Oxytozin eine Rolle spielen und das dafür sorgt, dass wir nach sozialer Anerkennung und Kooperation streben.

Außerdem sind unsere Gene nicht "egoistisch", sagt Joachim Bauer und legt sich mit dem Evolutionsforscher Richard Dawkins ("Das egoistische Gen") an, den er sich - stellvertretend für alle Evolutionstheoretiker nach Darwin - anscheinend zu seinem Lieblingsfeind auserkoren hat. Gene kämpfen nicht. Gene werden beeinflusst von der Umwelt (lesenswert ist Bauers Buch: " Das Gedächtnis des Körpers"). Beispielsweise verändern frühkindliche Erfahrungen das Muster, mit denen Gene auf Umweltreize reagieren.
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wird nach der Lektüre auch für einen Laien, wie das so funktioniert mit der Heilung durch Hand auflegen und warum wir zu unseren Kindern liebevoll sein sollen...
Vor 1 Monat von Alfred Wlcek veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Zwischenstück zwischen Evolution, Neurobiologie und...
Das Buch scheint mir zwischen 'Das kooperative Gen' und 'Warum ich fühle, was du fühlst' zu stehen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von maraka veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Redlich und nicht fundamentalistisch
Bauers Buch beschreibt, was den Menschen im innersten zusammenhält. Kooperation, Mitgefühl und Anerkennung als primäre Handlungs- und Lebensmotivationen; Aggression... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Pawel Gnosdorf veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen unredlicher Fundamentalismus
Mein Misstrauen wurde geweckt, als ich das Kapitel ueber "das egoistische Gen" anlas : Der Autor hat offenbar nicht verstanden, worum es da geht. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Hubertus Fremerey veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr empfehlenswert
Sehr gut beschrieben und ein hilfreicher Führer für das Leben und die zwischenmenschliche Beziehung. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Siglinde Wilbert veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Endlich die wissenschaftliche Erklärung auf kinesiologische...
Das, was wir Kinesiologen schon von Anbeginn bearbeiten und balancieren, hat Herr Prof. Dr. Joachim Bauer in leicht verständlichen Erklärungen mit wissenschaftlichem... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Daniela Miller veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unverzichtbares Basiswissen
Aristoteles, der Vater der abendländisch geprägten Wissenschaften, nannte als Ziel und Zweck des menschlichen Lebens das summum bonum, das höchste Gut: das gute... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. März 2010 von Dr. Guenther Witzany
5.0 von 5 Sternen Eine spannende Reise zu dem, was uns Menschen ausmacht.
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Veröffentlicht am 13. November 2009 von Jörg Mann
5.0 von 5 Sternen Überwindung der Unmenschlichkeit
Anstoß zu diesem Buch ist die Überwindung des Darwinismus mit dem Kampf ums Dasein. Herrenmenschen nach Hitler, Judenverfolgung als extreme Folgerungen aus dieser These,... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2009 von Dr. Ingo Hackel
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