Stück für Stück fliegen uns die Finanzmärkte und die Probleme der Banken um die Ohren. Ich denke es ist höchst an der Zeit, dass wir das gleiche tun, das der Held dieses Buches tut - nämlich die Probleme beim Namen nennen und Argumente zu sammeln, die helfen, dem Unsinn und der Unmoral rascher zu entkommen. Diese Fabel erfüllt diesen Zweck auf alle Fälle.
Wenn die aktuelle Situation schon nicht zum Lachen ist, so ist zumindest das Buch erheiternd. Der Held - der Prinz des Goldes - trägt sicher nicht
zufällig den Namen HOPE. Hoffnung, dass der Schuldenturm schon nicht
einstürzen wird, hat uns in die Lage gebracht, in der wir heute stehen. Und Hoffnung treibt alle freien Märkte an.
Besonders gern gelesen habe ich die Diskussionen zwischen dem Großinvestor
aus der Hochfinanz - dem Luchs Rothwild und Hope. Das Spiel mit Namen und
Querverweisen beherrscht der Autor ohnedies ganz hervorragend. Da gibt es
die große Hyäne Ben Greenspoon, die so offensichtlich die Verbindung der
beiden Federal Reserve Chairman Ben Bernanke und Alan Greenspan ist; oder
den historischen Bezug, der in der Attacke der Totenkopf-Affen steckt, der
eindeutig auf den Beginn des Vietnamkrieges verweist und den vorgetäuschten Tonkin-Überfall der Amerikaner; den Flugzeugträger Allrich, der wohl nichts anderes sein kann, als der Hinweis auf die Aldrich-Bill, die dafür sorgte, dass die Federal Reserve gegründet werden konnte, oder die vielen Wortspielereien - wie die Hauptstadt der Schafe: Washeepton, oder der Weiße Stall - das Büro des Präsidenten, der Kranich mit den Hosenträgern von Sheep_NN (Larry King), oder der Anführer der Ziegen General deGoat (General de Gaulle), der die Goldwährungs-Deckung der Amerikaner hat auffliegen lassen.
Ich bin überzeugt, dass der Autor derart viele Hinweise versteckt hat, dass es eines eigenen Buches bedürfte, diese aufzudecken.
Wie auch immer. Ich halte das Buch für eine fabelhafte Idee, die großartig
umgesetzt wurde.
Unbedingt Lesen. Witziger und schlauer geht es wahrscheinlich nicht.