"Doch bald werden sie zu Komplizinnen, Prinzessinnen auf der Suche nach ihrem Königreich."
Diese Aussage in der Rezension hört sich so kitschig an, dass man den Film am liebsten nicht kaufen würde. Doch der Film besticht durch seinen offenen Umgang mit der Situation der beiden Prostituierten, ohne kitschig oder effekthascherisch zu sein.
In dem Film wird die Arbeit als Prostituierte (weitgehend) derart dezent ausgeblendet, dass man es erst gar nicht merkt. Weniger der Akt, sondern das Leben der beiden Frauen, und nicht zuletzt die Musik von Manu Chao, beleben diesen Streifen. Tragik und Verzweiflung sowie Hoffnung, Dialog und Alltagssmalltalk stehen im Mittelpunkt und geben dem Film eine gewisse Ruhe, ohne den Film ermüdend oder langatmig wirken zu lassen.
Die Malegria, das untrennbar verbundene Lebensgefühl von Traurigkeit und Fröhlichkeit, wurde hier erstklassig umgesetzt.