Primordial

Top-Alben von Primordial (Alle Alben anzeigen)


Alle 12 Alben von Primordial anzeigen

Song-Bestseller von Primordial
Sortieren nach:
Topseller
1-10 of 112
Song Album  
30
30
30
30
30
30
30
30
30
30

Bilder von Primordial
Bereitgestellt von den Künstlern oder deren Vertretern.

Biografie

‘Where Greater Men Have Fallen’

Alan Averill "Nemtheanga" – Vocals
Ciaran MacUiliam – Guitar
Michael O'Floinn – Guitar
Paul MacAmlaigh – Bass
Simon O'Laoghaire - Drums

Alan Averill "Nemtheanga" lässt die turbulenten und aufregenden letzten Jahre von Primordial Revue passieren…

2008 war das Jahr, das für Primordial fast alles verändert hat. Vorher waren wir immer eine Band, die gute Kritiken bekam und deren loyale Fanbase langsam aber sicher wuchs. Wir wurden allerdings nie so sehr mit Lob überschüttet wie andere Bands.

To The Nameless Dead kam Ende 2007 auf den Markt. Anfang 2008 stieg ... Lesen Sie mehr

‘Where Greater Men Have Fallen’

Alan Averill "Nemtheanga" – Vocals
Ciaran MacUiliam – Guitar
Michael O'Floinn – Guitar
Paul MacAmlaigh – Bass
Simon O'Laoghaire - Drums

Alan Averill "Nemtheanga" lässt die turbulenten und aufregenden letzten Jahre von Primordial Revue passieren…

2008 war das Jahr, das für Primordial fast alles verändert hat. Vorher waren wir immer eine Band, die gute Kritiken bekam und deren loyale Fanbase langsam aber sicher wuchs. Wir wurden allerdings nie so sehr mit Lob überschüttet wie andere Bands.

To The Nameless Dead kam Ende 2007 auf den Markt. Anfang 2008 stieg die Presse ein und weder wir noch Metal Blade hatten zuvor etwas in diese Richtung gesehen: Wir gewannen die Soundchecks im Rock Hard, Legacy und Metal Hammer und erhielten durchweg Reviews mit vollen Punktzahlen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa fing alles an, sich zu bewegen. Im Sommer 2008 spielten wir Festivals auf dem ganzen Kontinent. Und sogar in Ländern, in denen wir vorher nie etwas gerissen haben, gingen Türen für uns auf: Finnland, Frankreich, Norwegen und Schweden. To The Nameless Dead überholte in punkto verkaufter Einheiten schnell seinen Vorgänger The Gathering Wilderness (2005) und es wurde klar, dass wir den Schritt raus aus dem Underground hinein in den Mainstream gemacht hatten. Oder besser gesagt: Im Sommer 2008 wurden wir vom Metal-Mainstream gefeiert. Wir sahen dies an diesem Punkt unserer Karriere alles sehr locker. Für Eingebildetheit oder falsche Bescheidenheit waren wir schon zu lange dabei. Auf gewisse Weise fühlte es sich gerechtfertigt an, nach so langer Zeit die eigene Message endlich auf größeren Bühnen vor mehr Leuten verkünden zu können, ohne jemals Kompromisse eingegangen zu sein.

Im Winter 2008 ging es mit Finntroll und anderen unter dem Banner Heidenfest Festival auf große Europatour. Jene wurde ein großer Erfolg. Wir konnten ohne Zweifel neue und junge Fans für uns begeistern. 2008 war Pagan Metal DAS Ding im harten Musikbereich, weswegen wir es als unsere Pflicht ansahen, an einer dieser Touren teilzunehmen, um den Leuten zu zeigen, dass es auch eine dunklere Seite dieser Szene gibt, zu deren Inventoren wir gehören. Einige mögen sich beschwert haben, dass wir nicht in diese Szene passen. Zu einem gewissen Grad haben sie sogar recht. Da aber eine Musikkarriere lange dauern kann, durften wir uns diese Chance, neue Leute zu erreichen, nicht entgehen lassen. Wir bedauern nichts, wie immer.

So lässt sich als Bestandsaufnahme von 2008 festhalten, dass Primordial mit To The Nameless Dead nach fast zwei Dekaden des Musikmachens endlich den ersehnten größeren Schritt gemacht haben. Es erscheint komisch, dass diese Formation ein neues Level erreicht hat und eine neue Herausforderung für eine neue Generation von Metalfans und Festivalgästen darstellt, aber genau das ist passiert. Die Band nahm es einmal mehr mit einem verwirrten Schulterzucken gelassen hin, nach dem Motto “Wir haben es Euch doch immer gesagt”. Darauf einen Whiskey!

Das nachfolgende Jahr begann, wie 2008 endete. Wir gingen als Teil des Paganfest auf unsere erste Tour durch Nordamerika, die acht Shows in Kanada und siebzehn in Nordamerika umfasste. Mit an Bord u.a. Korpiklaani und Moonsorrow. Augenscheinlich verfiel Amerika, genauso wie Europa, gerade dem Pagan Metal, was die Kids hungrig nach europäischen Bands machte. Wir trafen bei den Shows aber auch auf viele ältere Old-School- und Black Metaller, die der Band schon seit Jahren folgten und an beiden Küsten auf uns warteten. So wurde der Gig in Los Angeles zum absoluten Highlight der Tour und zu einer außergewöhnlichen Erfahrung für die Band.

Der Sommer ging weiter mit Festivals in Europa und ein paar kleineren Touren hier und dort. Die Aussicht auf das Schreiben neuer Songs war ebenfalls gegeben. Zum allerersten Mal in unserer Karriere fühlten wir einen Erwartungsdruck. Bis jetzt waren wir immer nur eine unbekannte Größe. Nun aber fragte sich auch der Mainstream-Metaller, wohin wir uns bewegen würden, nachdem Empire Falls zu unserer Mitsing- und Festivalhymne geworden ist. So endete 2009 für uns mit dem Ausarbeiten neuer Ideen und dem Plan, ein neues Album im Jahre 2010 zu veröffentlichen.

Doch dann sollte 2010 das Jahr werden, an dem die Band fast zerbrochen wäre. Nach fast 20 gemeinsamen Jahren machten sich Auflösungserscheinungen breit. Bisher waren wir immer eine starke Liveband gewesen, doch es schlichen sich nun ein paar Abende ein, in denen wir wegen des Alkohols und der anderen Versuchungen des Tourlebens nicht unsere übliche Stärke erreichten. Desaströser Höhepunkt dieser Entwicklung war eine Show in Athen, die fast das Ende der Band bedeutet hätte. Die dazugehörigen schmutzigen Details können im Internet nachgelesen werden und sind ohnehin schon ausreichend breitgetreten worden. Diese Nacht markierte den Tiefpunkt in 20 Jahren Bandhistory.

Als Nachwirkung dieser Show musste unser Drummer, Simon O'Laoghaire, die Band verlassen. Die Aufnahmen der neuen Scheibe wurden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und wir begannen im Sommer 2010 mit den Auditions von neuen Schlagzeugern. Wir ließen uns auf Festivals in Litauen, Ungarn und Belgien blicken. Wir spielten eine Minitour durch Spanien und Portugal, komplett ohne Simon. In dieser Zeit wurde uns jedoch klar, dass er, genau wie jeder andere von uns, ein essentieller Bestandteil dieser Band ist. Sobald einer ausfällt, können wir zwar noch Musik machen, aber es handelt sich nicht mehr um Primordial.

Also haben wir uns hingesetzt, diskutiert, uns angeschrien, Zugeständnisse gemacht und den Umständen geschmeichelt, bis wir uns am Ende darauf einigen konnten, dass die Band größer ist als die beteiligten Individuen und wir nur in dieser Besetzung würden weitermachen können. Simon wurde wieder zurückgeholt und wir begannen im Herbst 2010 damit, das zu erarbeiten, was am Ende Redemption At The Puritan's Hand werden sollte. Wir nisteten uns im Dezember 2010 und Januar 2011 einmal mehr in den walisischen Foel Studios ein und nahmen dort acht neue Stücke auf.

Wenn ich die neue Scheibe zusammenfassen müsste, würde ich sie unser 'Tod'-Album nennen. Ganz einfach. Ein übergeordnetes Konzept gibt es nicht, aber viele der angeschnittenen Themen befassen sich mit Sterblichkeit und wie wir mit ihr umgehen. Wir platzieren spirituelle Strukturen um uns herum, um uns etwas einzubilden… Sex, Tod, Schöpfung und Gott. Wenn wir älter werden, verändert sich unsere Beziehung zu unserem Leben. Man realisiert, dass man nicht ewig leben wird. Der Masterplan, den man mal hatte, hat sich nie erfüllt. Man ist nur Nahrung für die Würmer, nicht mehr.

Wir sind Tiere, Bestien. Mit der eigenen Bestie Frieden zu schließen, mag ein ganzes Leben dauern. Meist gelingt es nie. Einmal Wolf, immer Wolf. Wir alle suchen auf gewisse Weise Erlösung. Der eine von Lügen, der andere von der Wahrheit. Die Gottlosen und Ungläubigen beneiden oft den Glaubenden, denn sein Leben scheint einen tieferen Sinn zu haben. Doch trotz der Tatsache, dass Logik, Pragmatismus, Wissenschaft und Realismus jedes Anzeichen von Glaube auslöschen, sind wir weiterhin Meister darin, uns selbst zu belügen. Die Alternative scheint jenseits des Erträglichen. Deswegen tauchen die Themen Religion, Sterblichkeit und Tod immer wieder auf und werden flankiert von Entfremdung, Märtyrertum, Opfern, Gewalt und Vergeltung. Selten, wirklich ganz selten nur schafft es ein Lichtstrahl durch eine kleine Ritze.

Allerdings mahlen die Mühlen bei Primordial langsam. Vor "Redemption," hatte die Band eine der turbulentesten Zeiten ihrer Laufbahn erlebt. Drummer Simon O'Laoghaire stieg kurzzeitig aus und ließ die Zukunft ungewisser erscheinen, als die Band es sich vorgestellt hatte. Allerdings fand man wieder zusammen, und daraus entstand dann "Redemption." Hinterher schienen Primordial eingeschworener denn je zu sein, spreizten ihre Schwingen weiter und warfen einen noch größeren Schatten als zuvor. Das Album stieg in mehreren Ländern Europas in die Charts, vor allem in Deutschland, wo es einen sagenhaften 31. Platz schaffte.

Primordial spielten natürlich erneut mehrmals in Europa und den USA, nicht zu vergessen auf den üblichen Sommerfestivals. Averill meint weiter: "Irgendwann gegen Ende 2013 setzten wir uns zusammen und begannen, einen Plan für unser achtes Album zu schmieden. Daraufhin zogen wir in einen neuen Proberaum um, und erste Ideen nahmen Gestalt an. Wir hielten einen Wechsel für angebracht, was Studio und Tontechniker anging, also setzten wir uns ins Grouse Lodge mitten in der irischen Pampa ab und spannten Gomez (Cathedral, Angel Witch, Grave Miasma) ein, um mit uns an der neuen Scheibe zu arbeiten." Die Band wollte natürlich ihre Markenzeichen behalten, dafür aber auch einen eher live klingenden, breiteren und schwereren Sound. 2014 nun steht die Veröffentlichung von Scheibe Nummer acht bevor, und Alan Averill beteuert: "Wir fühlen uns gestärkt, zumal wir unseren Hunger nie verloren haben, und sind bereit, ein weiteres Kapitel in unserer Geschichte zu schreiben!"

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

‘Where Greater Men Have Fallen’

Alan Averill "Nemtheanga" – Vocals
Ciaran MacUiliam – Guitar
Michael O'Floinn – Guitar
Paul MacAmlaigh – Bass
Simon O'Laoghaire - Drums

Alan Averill "Nemtheanga" lässt die turbulenten und aufregenden letzten Jahre von Primordial Revue passieren…

2008 war das Jahr, das für Primordial fast alles verändert hat. Vorher waren wir immer eine Band, die gute Kritiken bekam und deren loyale Fanbase langsam aber sicher wuchs. Wir wurden allerdings nie so sehr mit Lob überschüttet wie andere Bands.

To The Nameless Dead kam Ende 2007 auf den Markt. Anfang 2008 stieg die Presse ein und weder wir noch Metal Blade hatten zuvor etwas in diese Richtung gesehen: Wir gewannen die Soundchecks im Rock Hard, Legacy und Metal Hammer und erhielten durchweg Reviews mit vollen Punktzahlen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa fing alles an, sich zu bewegen. Im Sommer 2008 spielten wir Festivals auf dem ganzen Kontinent. Und sogar in Ländern, in denen wir vorher nie etwas gerissen haben, gingen Türen für uns auf: Finnland, Frankreich, Norwegen und Schweden. To The Nameless Dead überholte in punkto verkaufter Einheiten schnell seinen Vorgänger The Gathering Wilderness (2005) und es wurde klar, dass wir den Schritt raus aus dem Underground hinein in den Mainstream gemacht hatten. Oder besser gesagt: Im Sommer 2008 wurden wir vom Metal-Mainstream gefeiert. Wir sahen dies an diesem Punkt unserer Karriere alles sehr locker. Für Eingebildetheit oder falsche Bescheidenheit waren wir schon zu lange dabei. Auf gewisse Weise fühlte es sich gerechtfertigt an, nach so langer Zeit die eigene Message endlich auf größeren Bühnen vor mehr Leuten verkünden zu können, ohne jemals Kompromisse eingegangen zu sein.

Im Winter 2008 ging es mit Finntroll und anderen unter dem Banner Heidenfest Festival auf große Europatour. Jene wurde ein großer Erfolg. Wir konnten ohne Zweifel neue und junge Fans für uns begeistern. 2008 war Pagan Metal DAS Ding im harten Musikbereich, weswegen wir es als unsere Pflicht ansahen, an einer dieser Touren teilzunehmen, um den Leuten zu zeigen, dass es auch eine dunklere Seite dieser Szene gibt, zu deren Inventoren wir gehören. Einige mögen sich beschwert haben, dass wir nicht in diese Szene passen. Zu einem gewissen Grad haben sie sogar recht. Da aber eine Musikkarriere lange dauern kann, durften wir uns diese Chance, neue Leute zu erreichen, nicht entgehen lassen. Wir bedauern nichts, wie immer.

So lässt sich als Bestandsaufnahme von 2008 festhalten, dass Primordial mit To The Nameless Dead nach fast zwei Dekaden des Musikmachens endlich den ersehnten größeren Schritt gemacht haben. Es erscheint komisch, dass diese Formation ein neues Level erreicht hat und eine neue Herausforderung für eine neue Generation von Metalfans und Festivalgästen darstellt, aber genau das ist passiert. Die Band nahm es einmal mehr mit einem verwirrten Schulterzucken gelassen hin, nach dem Motto “Wir haben es Euch doch immer gesagt”. Darauf einen Whiskey!

Das nachfolgende Jahr begann, wie 2008 endete. Wir gingen als Teil des Paganfest auf unsere erste Tour durch Nordamerika, die acht Shows in Kanada und siebzehn in Nordamerika umfasste. Mit an Bord u.a. Korpiklaani und Moonsorrow. Augenscheinlich verfiel Amerika, genauso wie Europa, gerade dem Pagan Metal, was die Kids hungrig nach europäischen Bands machte. Wir trafen bei den Shows aber auch auf viele ältere Old-School- und Black Metaller, die der Band schon seit Jahren folgten und an beiden Küsten auf uns warteten. So wurde der Gig in Los Angeles zum absoluten Highlight der Tour und zu einer außergewöhnlichen Erfahrung für die Band.

Der Sommer ging weiter mit Festivals in Europa und ein paar kleineren Touren hier und dort. Die Aussicht auf das Schreiben neuer Songs war ebenfalls gegeben. Zum allerersten Mal in unserer Karriere fühlten wir einen Erwartungsdruck. Bis jetzt waren wir immer nur eine unbekannte Größe. Nun aber fragte sich auch der Mainstream-Metaller, wohin wir uns bewegen würden, nachdem Empire Falls zu unserer Mitsing- und Festivalhymne geworden ist. So endete 2009 für uns mit dem Ausarbeiten neuer Ideen und dem Plan, ein neues Album im Jahre 2010 zu veröffentlichen.

Doch dann sollte 2010 das Jahr werden, an dem die Band fast zerbrochen wäre. Nach fast 20 gemeinsamen Jahren machten sich Auflösungserscheinungen breit. Bisher waren wir immer eine starke Liveband gewesen, doch es schlichen sich nun ein paar Abende ein, in denen wir wegen des Alkohols und der anderen Versuchungen des Tourlebens nicht unsere übliche Stärke erreichten. Desaströser Höhepunkt dieser Entwicklung war eine Show in Athen, die fast das Ende der Band bedeutet hätte. Die dazugehörigen schmutzigen Details können im Internet nachgelesen werden und sind ohnehin schon ausreichend breitgetreten worden. Diese Nacht markierte den Tiefpunkt in 20 Jahren Bandhistory.

Als Nachwirkung dieser Show musste unser Drummer, Simon O'Laoghaire, die Band verlassen. Die Aufnahmen der neuen Scheibe wurden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und wir begannen im Sommer 2010 mit den Auditions von neuen Schlagzeugern. Wir ließen uns auf Festivals in Litauen, Ungarn und Belgien blicken. Wir spielten eine Minitour durch Spanien und Portugal, komplett ohne Simon. In dieser Zeit wurde uns jedoch klar, dass er, genau wie jeder andere von uns, ein essentieller Bestandteil dieser Band ist. Sobald einer ausfällt, können wir zwar noch Musik machen, aber es handelt sich nicht mehr um Primordial.

Also haben wir uns hingesetzt, diskutiert, uns angeschrien, Zugeständnisse gemacht und den Umständen geschmeichelt, bis wir uns am Ende darauf einigen konnten, dass die Band größer ist als die beteiligten Individuen und wir nur in dieser Besetzung würden weitermachen können. Simon wurde wieder zurückgeholt und wir begannen im Herbst 2010 damit, das zu erarbeiten, was am Ende Redemption At The Puritan's Hand werden sollte. Wir nisteten uns im Dezember 2010 und Januar 2011 einmal mehr in den walisischen Foel Studios ein und nahmen dort acht neue Stücke auf.

Wenn ich die neue Scheibe zusammenfassen müsste, würde ich sie unser 'Tod'-Album nennen. Ganz einfach. Ein übergeordnetes Konzept gibt es nicht, aber viele der angeschnittenen Themen befassen sich mit Sterblichkeit und wie wir mit ihr umgehen. Wir platzieren spirituelle Strukturen um uns herum, um uns etwas einzubilden… Sex, Tod, Schöpfung und Gott. Wenn wir älter werden, verändert sich unsere Beziehung zu unserem Leben. Man realisiert, dass man nicht ewig leben wird. Der Masterplan, den man mal hatte, hat sich nie erfüllt. Man ist nur Nahrung für die Würmer, nicht mehr.

Wir sind Tiere, Bestien. Mit der eigenen Bestie Frieden zu schließen, mag ein ganzes Leben dauern. Meist gelingt es nie. Einmal Wolf, immer Wolf. Wir alle suchen auf gewisse Weise Erlösung. Der eine von Lügen, der andere von der Wahrheit. Die Gottlosen und Ungläubigen beneiden oft den Glaubenden, denn sein Leben scheint einen tieferen Sinn zu haben. Doch trotz der Tatsache, dass Logik, Pragmatismus, Wissenschaft und Realismus jedes Anzeichen von Glaube auslöschen, sind wir weiterhin Meister darin, uns selbst zu belügen. Die Alternative scheint jenseits des Erträglichen. Deswegen tauchen die Themen Religion, Sterblichkeit und Tod immer wieder auf und werden flankiert von Entfremdung, Märtyrertum, Opfern, Gewalt und Vergeltung. Selten, wirklich ganz selten nur schafft es ein Lichtstrahl durch eine kleine Ritze.

Allerdings mahlen die Mühlen bei Primordial langsam. Vor "Redemption," hatte die Band eine der turbulentesten Zeiten ihrer Laufbahn erlebt. Drummer Simon O'Laoghaire stieg kurzzeitig aus und ließ die Zukunft ungewisser erscheinen, als die Band es sich vorgestellt hatte. Allerdings fand man wieder zusammen, und daraus entstand dann "Redemption." Hinterher schienen Primordial eingeschworener denn je zu sein, spreizten ihre Schwingen weiter und warfen einen noch größeren Schatten als zuvor. Das Album stieg in mehreren Ländern Europas in die Charts, vor allem in Deutschland, wo es einen sagenhaften 31. Platz schaffte.

Primordial spielten natürlich erneut mehrmals in Europa und den USA, nicht zu vergessen auf den üblichen Sommerfestivals. Averill meint weiter: "Irgendwann gegen Ende 2013 setzten wir uns zusammen und begannen, einen Plan für unser achtes Album zu schmieden. Daraufhin zogen wir in einen neuen Proberaum um, und erste Ideen nahmen Gestalt an. Wir hielten einen Wechsel für angebracht, was Studio und Tontechniker anging, also setzten wir uns ins Grouse Lodge mitten in der irischen Pampa ab und spannten Gomez (Cathedral, Angel Witch, Grave Miasma) ein, um mit uns an der neuen Scheibe zu arbeiten." Die Band wollte natürlich ihre Markenzeichen behalten, dafür aber auch einen eher live klingenden, breiteren und schwereren Sound. 2014 nun steht die Veröffentlichung von Scheibe Nummer acht bevor, und Alan Averill beteuert: "Wir fühlen uns gestärkt, zumal wir unseren Hunger nie verloren haben, und sind bereit, ein weiteres Kapitel in unserer Geschichte zu schreiben!"

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

‘Where Greater Men Have Fallen’

Alan Averill "Nemtheanga" – Vocals
Ciaran MacUiliam – Guitar
Michael O'Floinn – Guitar
Paul MacAmlaigh – Bass
Simon O'Laoghaire - Drums

Alan Averill "Nemtheanga" lässt die turbulenten und aufregenden letzten Jahre von Primordial Revue passieren…

2008 war das Jahr, das für Primordial fast alles verändert hat. Vorher waren wir immer eine Band, die gute Kritiken bekam und deren loyale Fanbase langsam aber sicher wuchs. Wir wurden allerdings nie so sehr mit Lob überschüttet wie andere Bands.

To The Nameless Dead kam Ende 2007 auf den Markt. Anfang 2008 stieg die Presse ein und weder wir noch Metal Blade hatten zuvor etwas in diese Richtung gesehen: Wir gewannen die Soundchecks im Rock Hard, Legacy und Metal Hammer und erhielten durchweg Reviews mit vollen Punktzahlen. Nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa fing alles an, sich zu bewegen. Im Sommer 2008 spielten wir Festivals auf dem ganzen Kontinent. Und sogar in Ländern, in denen wir vorher nie etwas gerissen haben, gingen Türen für uns auf: Finnland, Frankreich, Norwegen und Schweden. To The Nameless Dead überholte in punkto verkaufter Einheiten schnell seinen Vorgänger The Gathering Wilderness (2005) und es wurde klar, dass wir den Schritt raus aus dem Underground hinein in den Mainstream gemacht hatten. Oder besser gesagt: Im Sommer 2008 wurden wir vom Metal-Mainstream gefeiert. Wir sahen dies an diesem Punkt unserer Karriere alles sehr locker. Für Eingebildetheit oder falsche Bescheidenheit waren wir schon zu lange dabei. Auf gewisse Weise fühlte es sich gerechtfertigt an, nach so langer Zeit die eigene Message endlich auf größeren Bühnen vor mehr Leuten verkünden zu können, ohne jemals Kompromisse eingegangen zu sein.

Im Winter 2008 ging es mit Finntroll und anderen unter dem Banner Heidenfest Festival auf große Europatour. Jene wurde ein großer Erfolg. Wir konnten ohne Zweifel neue und junge Fans für uns begeistern. 2008 war Pagan Metal DAS Ding im harten Musikbereich, weswegen wir es als unsere Pflicht ansahen, an einer dieser Touren teilzunehmen, um den Leuten zu zeigen, dass es auch eine dunklere Seite dieser Szene gibt, zu deren Inventoren wir gehören. Einige mögen sich beschwert haben, dass wir nicht in diese Szene passen. Zu einem gewissen Grad haben sie sogar recht. Da aber eine Musikkarriere lange dauern kann, durften wir uns diese Chance, neue Leute zu erreichen, nicht entgehen lassen. Wir bedauern nichts, wie immer.

So lässt sich als Bestandsaufnahme von 2008 festhalten, dass Primordial mit To The Nameless Dead nach fast zwei Dekaden des Musikmachens endlich den ersehnten größeren Schritt gemacht haben. Es erscheint komisch, dass diese Formation ein neues Level erreicht hat und eine neue Herausforderung für eine neue Generation von Metalfans und Festivalgästen darstellt, aber genau das ist passiert. Die Band nahm es einmal mehr mit einem verwirrten Schulterzucken gelassen hin, nach dem Motto “Wir haben es Euch doch immer gesagt”. Darauf einen Whiskey!

Das nachfolgende Jahr begann, wie 2008 endete. Wir gingen als Teil des Paganfest auf unsere erste Tour durch Nordamerika, die acht Shows in Kanada und siebzehn in Nordamerika umfasste. Mit an Bord u.a. Korpiklaani und Moonsorrow. Augenscheinlich verfiel Amerika, genauso wie Europa, gerade dem Pagan Metal, was die Kids hungrig nach europäischen Bands machte. Wir trafen bei den Shows aber auch auf viele ältere Old-School- und Black Metaller, die der Band schon seit Jahren folgten und an beiden Küsten auf uns warteten. So wurde der Gig in Los Angeles zum absoluten Highlight der Tour und zu einer außergewöhnlichen Erfahrung für die Band.

Der Sommer ging weiter mit Festivals in Europa und ein paar kleineren Touren hier und dort. Die Aussicht auf das Schreiben neuer Songs war ebenfalls gegeben. Zum allerersten Mal in unserer Karriere fühlten wir einen Erwartungsdruck. Bis jetzt waren wir immer nur eine unbekannte Größe. Nun aber fragte sich auch der Mainstream-Metaller, wohin wir uns bewegen würden, nachdem Empire Falls zu unserer Mitsing- und Festivalhymne geworden ist. So endete 2009 für uns mit dem Ausarbeiten neuer Ideen und dem Plan, ein neues Album im Jahre 2010 zu veröffentlichen.

Doch dann sollte 2010 das Jahr werden, an dem die Band fast zerbrochen wäre. Nach fast 20 gemeinsamen Jahren machten sich Auflösungserscheinungen breit. Bisher waren wir immer eine starke Liveband gewesen, doch es schlichen sich nun ein paar Abende ein, in denen wir wegen des Alkohols und der anderen Versuchungen des Tourlebens nicht unsere übliche Stärke erreichten. Desaströser Höhepunkt dieser Entwicklung war eine Show in Athen, die fast das Ende der Band bedeutet hätte. Die dazugehörigen schmutzigen Details können im Internet nachgelesen werden und sind ohnehin schon ausreichend breitgetreten worden. Diese Nacht markierte den Tiefpunkt in 20 Jahren Bandhistory.

Als Nachwirkung dieser Show musste unser Drummer, Simon O'Laoghaire, die Band verlassen. Die Aufnahmen der neuen Scheibe wurden auf unbestimmte Zeit ausgesetzt und wir begannen im Sommer 2010 mit den Auditions von neuen Schlagzeugern. Wir ließen uns auf Festivals in Litauen, Ungarn und Belgien blicken. Wir spielten eine Minitour durch Spanien und Portugal, komplett ohne Simon. In dieser Zeit wurde uns jedoch klar, dass er, genau wie jeder andere von uns, ein essentieller Bestandteil dieser Band ist. Sobald einer ausfällt, können wir zwar noch Musik machen, aber es handelt sich nicht mehr um Primordial.

Also haben wir uns hingesetzt, diskutiert, uns angeschrien, Zugeständnisse gemacht und den Umständen geschmeichelt, bis wir uns am Ende darauf einigen konnten, dass die Band größer ist als die beteiligten Individuen und wir nur in dieser Besetzung würden weitermachen können. Simon wurde wieder zurückgeholt und wir begannen im Herbst 2010 damit, das zu erarbeiten, was am Ende Redemption At The Puritan's Hand werden sollte. Wir nisteten uns im Dezember 2010 und Januar 2011 einmal mehr in den walisischen Foel Studios ein und nahmen dort acht neue Stücke auf.

Wenn ich die neue Scheibe zusammenfassen müsste, würde ich sie unser 'Tod'-Album nennen. Ganz einfach. Ein übergeordnetes Konzept gibt es nicht, aber viele der angeschnittenen Themen befassen sich mit Sterblichkeit und wie wir mit ihr umgehen. Wir platzieren spirituelle Strukturen um uns herum, um uns etwas einzubilden… Sex, Tod, Schöpfung und Gott. Wenn wir älter werden, verändert sich unsere Beziehung zu unserem Leben. Man realisiert, dass man nicht ewig leben wird. Der Masterplan, den man mal hatte, hat sich nie erfüllt. Man ist nur Nahrung für die Würmer, nicht mehr.

Wir sind Tiere, Bestien. Mit der eigenen Bestie Frieden zu schließen, mag ein ganzes Leben dauern. Meist gelingt es nie. Einmal Wolf, immer Wolf. Wir alle suchen auf gewisse Weise Erlösung. Der eine von Lügen, der andere von der Wahrheit. Die Gottlosen und Ungläubigen beneiden oft den Glaubenden, denn sein Leben scheint einen tieferen Sinn zu haben. Doch trotz der Tatsache, dass Logik, Pragmatismus, Wissenschaft und Realismus jedes Anzeichen von Glaube auslöschen, sind wir weiterhin Meister darin, uns selbst zu belügen. Die Alternative scheint jenseits des Erträglichen. Deswegen tauchen die Themen Religion, Sterblichkeit und Tod immer wieder auf und werden flankiert von Entfremdung, Märtyrertum, Opfern, Gewalt und Vergeltung. Selten, wirklich ganz selten nur schafft es ein Lichtstrahl durch eine kleine Ritze.

Allerdings mahlen die Mühlen bei Primordial langsam. Vor "Redemption," hatte die Band eine der turbulentesten Zeiten ihrer Laufbahn erlebt. Drummer Simon O'Laoghaire stieg kurzzeitig aus und ließ die Zukunft ungewisser erscheinen, als die Band es sich vorgestellt hatte. Allerdings fand man wieder zusammen, und daraus entstand dann "Redemption." Hinterher schienen Primordial eingeschworener denn je zu sein, spreizten ihre Schwingen weiter und warfen einen noch größeren Schatten als zuvor. Das Album stieg in mehreren Ländern Europas in die Charts, vor allem in Deutschland, wo es einen sagenhaften 31. Platz schaffte.

Primordial spielten natürlich erneut mehrmals in Europa und den USA, nicht zu vergessen auf den üblichen Sommerfestivals. Averill meint weiter: "Irgendwann gegen Ende 2013 setzten wir uns zusammen und begannen, einen Plan für unser achtes Album zu schmieden. Daraufhin zogen wir in einen neuen Proberaum um, und erste Ideen nahmen Gestalt an. Wir hielten einen Wechsel für angebracht, was Studio und Tontechniker anging, also setzten wir uns ins Grouse Lodge mitten in der irischen Pampa ab und spannten Gomez (Cathedral, Angel Witch, Grave Miasma) ein, um mit uns an der neuen Scheibe zu arbeiten." Die Band wollte natürlich ihre Markenzeichen behalten, dafür aber auch einen eher live klingenden, breiteren und schwereren Sound. 2014 nun steht die Veröffentlichung von Scheibe Nummer acht bevor, und Alan Averill beteuert: "Wir fühlen uns gestärkt, zumal wir unseren Hunger nie verloren haben, und sind bereit, ein weiteres Kapitel in unserer Geschichte zu schreiben!"

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

Verbessern Sie diese Seite

Sie sind der Künstler, das Label oder das Management des Künstlers? Über Artist Central können Sie dieser Seite eine Biografie, Fotos und mehr hinzufügen und die Diskografie bearbeiten.

Feedback

Sehen Sie sich die häufigsten Fragen zu unseren Künstler-Seiten an
Senden Sie uns Feedback zu dieser Seite