Eines vorweg: Ich selbst bin Student der Mathematik und mir vielen die mathematischen Teile dieses Buches relativ leicht, sie wirkten für mich sehr gut verständlich. Insgesamt bietet das Buch meiner Meinung nach für jeden (Hobby)Mathematiker eine gute fachliche und historische Einführung in das Thema der "Riemann-Hypothese".
Das Buch selbst gliedert sich in Kapitel, wobei immer abwechselnd ein historisches und ein mathematisch-fachliches Kapitel auftauchen. Die wunderbar geschriebenen historischen Kapitel lockern das Buch auf und erleichtern den Lesefluss ungemein. Der Autor selbst gibt an, es sei möglich auch nur die historischen, bzw. nur die mathematischen Teile zu lesen. Das mag sein, auch wenn ich davon abraten würde, man verpasst ja die Hälfte und es lohnt sich wirklich.
Die Mathematik im Buch richtet sich ausdrücklich an "Undergraduate Students", also an Vordiplomanden, bzw. Bachelor-Studenten. Ein oder zwei Semester Analysis und Lineare Algebra helfen stark beim Verständnis der Reihen und Matrizen, allerdings versucht der Autor die mathematischen Konzepte so einzuführen, dass sie auch für einen Laien verständlich sind. Meiner Meinung nach erreicht er dieses Ziel nur zum Teil, deshalb mein Fazit:
Das Buch ist für (Hobby)Mathematiker wunderbar leicht zu lesen und auch der/dem interessierten nicht-mathematischen LeserIn kann ich es nur empfehlen, sie/er wird zwar etwas mehr mit der Mathematik zu kämpfen haben, aber wie John Derbyshire selbst schreibt: "Ein wunderschönes Ergebnis sehen".