Die hilfreichsten Kundenrezensionen
38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Trashig oder kultig? Auf jeden Fall Popcorn-Deluxe, 25. Oktober 2011
Positiv Der Film funktioniert. Schon das ist heute leider nicht selbstverständlich. Die Story ist in sich schlüssig und gut erzählt, und obwohl gewisse Prinzipien altbekannt sind, finde ich den Genre-Mix aus Western, Endzeit-Horror, Martial-Arts-Action und Kirchen-Thriller durchaus originell. Die Story (die überall nachzulesen ist) wird von den guten Schauspielern hervorragend getragen. Einige Rezensenten hätten sich wohl einen Action-Star à la Jason Stratham als Priester gewünscht; Ich dagegen bin sehr froh, dass dieser vom SCHAUSPIELER Paul Bettany verkörpert wird, denn die Rolle erfordert weit mehr als schnödes Gekloppe. Der Priester muss sein Haupt glaubwürdig in einer selbst-kasteienden, katholischen Demut neigen und sich mit Gefühlsäußerungen sehr zurücknehmen. Entsprechend besteht die Herausforderung darin, die durchaus vorhandenen Gefühle in kleinsten Gesten und Blicken zu transportieren, was ich bei den üblichen Baller-Darstellern wirklich nicht sehen möchte. Der Film ist außerdem technisch top und schafft es, neben den effektvollen Inhalten schon allein mit der Lichtgebung und der Bildsprache eine sterile, trostlose Endzeit-Atmosphäre zu erschaffen (Ich wundere mich immer, wie viele Filme meinen, ohne Atmosphäre auszukommen). Negativ Es bleiben leider viele nebensächliche Fragen offen, was zwar keine Löcher in die Story reißt, aber angesichts der Filmkürze von 80 Minuten (ohne Abspann) sehr schade ist. Die Menschen leben in einem absolutistischen Kirchenstaat und die Vampire sind organisiert; wie genau die Filmwelt gestaltet ist, z.B. unter welchem Druck die Menschen stehen und was bei einem Verstoß gegen ein Gebot passiert, wird aber nicht weiter ausgeführt. Gut, kann ich mir im Prinzip denken, und ich mag es auch nicht, wenn Filme sich selbst zu Tode erklären. Dennoch hätte ich gern 20 Minuten mehr gehabt, die insgesamt die Geschichte weiter vertiefen, denn das Potenzial springt einen geradezu an. An die Unzufriedenen: Es handelt sich um eine Comic-Verfilmung. Ja, vieles ist nicht neu, es ist aber heutzutage ziemlich schwer, gänzlich neue Inhalte zu erfinden, und wenn es doch einer wagt wie z.B. *Splice* sind auch wieder alle unzufrieden, weil ihre Erwartungen nicht erfüllt wurden. Den Film *Priest* kann man ruhig als das akzeptieren, was er ist: eine gelungene, ungewöhnliche Popcorn-Unterhaltung, die ich in etwa auf Augenhöhe mit *Underworld* und *Doom* sehe.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
46 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Apokalyptische Vampirjagd (+ Blu-ray-Test), 31. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Priest [Blu-ray] (Blu-ray)
...so könnte man >Priest<, den neuen Film mit Paul Bettany (Legion) kurz und knapp beschreiben. Doch ich mags gern etwas ausführlicher ;-) UND DARUM GEHTS: In einer postapokalyptischen, zerstörten Welt kämpfen Menschen seit Jahrhunderten gegen Vampire, allen voran eine kleine Gruppe von der Kirche trainierte Krieger - die Priester. Einer der Priester bricht sein kirchliches Gelübte, um seine von Vampiren entführte Nichte Lucy zu retten. Auf seinem fast aussichtslosen Weg begleiten ihn der junge Freund Lucys, Hicks, ein Halbvampir, und eine Priesterkollegin und Kriegerin mit übernatürlichen Fähigkeiten. SCHNELL, KNACKIG, SPANNEND: Die Geschichte ist zwar nicht unbedingt ein Meilenstein aber, sie weiß dennoch absolut zu unterhalten und sogar mit einigen neuen Ideen zu überraschen...Popcornkino halt. Auf großartige Kniffe oder eine ausgedehnte Erzählweise wurde aber weitesgehend verzichtet und >Priest< verfolgt durchweg eine strenge Erzählstruktur welche regelmäßig mit Spannung und Action um sich wirft. Ein paar mehr Längen (in Form von Infos oder ähnlichem) hätten dem Film zwar sicher ganz gut getan denn das Potenzial war da, aber so wird es wenigstens nie langweilig oder eintönig. ENDZEITSZENARIO: Das Szenario von >Priest< gefiel mir persönlich unheimlich gut und die visuelle Umsetzung weiß durchweg zu überezugen. Die Darstellung der Wüste und ihrer Ruinen zb. wurde meines Erachtens nach sehr gut eingefangen und erinnerte mich hin und wieder an >The Book of Eli<. Doch auch die kirchliche Stadt zb., welche aus tristem und farblosen Metall besteht und mit ständigem Regen und Dunkelheit daher kommt, gefiel mir echt gut und hier wird während der gesammten 87 Minuten durchweg ein tolles Endzeit-Feeling vermittelt. KEIN TWILIGHT: Das gleiche gilt für die Vampire, welche in >Priest< in der Form von "Monstern" daher kommen und so für eine durchweg düstere Stimmung sorgen. Hier gibt es kein Twilight mit rumm schmusenden und edel durch die Welt stolzieren Vampiren. Nein diese Viecher hier sind Bestien und erinnern irgendwie an >Iam Legend<, was wohl daran liegt, das die Vampire hier ebenfalls durchweg CGI-Gestalten sind. Gott sei Dank wurden Diese hier aber besser animiert und machen die Stimmung nie kaputt oder wirken lächerlich. TOLLE HAUPTBESETZUNG: Paul Bettany macht einen tollen Job und beweist hier mal wieder, das er einfach zu wenig Hauptrollen bekommt - denn er spielt die Rolle des Priesters verdammt gut und holt alles aus dieser Figur raus. Das gleiche gilt für den Rest des Casts, welcher zum Gesamtpaket beiträgt und das ganze Abrundet. BLU-RAY: Die BD verdient ebenfalls 5 Sterne. Bildtechnisch ist das hier absolut auf Höhe der Zeit -> das Bild ist gestochen scharf und selbst in dunklen Szenen glasklar, keine Körnchenbildung oder ähnliches. Der Ton liegt in 5.1 vor und kracht an allen Ecken und Enden, allerdings ist dieser für meinen Geschmack an manchen Stellen ein wenig zu leise abgemischt. Zu den Specials zählen sich unter anderem entfallene und erweiterte Szenen - Die Erschaffung der Welt von >Priest< - Die Waffen und Fahrzeuge - Kommentare der Macher und Darsteller. >Priest< erscheint auch in einer 3D+2D-Steelbook-Version, welche es exklusive bei Saturn gibt -> ohne FSK-Siegel und mit Komplett-Front-und Backcover. LAUFZEIT: 87 Minuten FAZIT: Mir gefiel >Priest< echt gut denn das hier ist Popcornkino auf hohem Niveau. Wer hier also einen spannenden, tiefgründigen und vor Erotik nur so strotzenden Vampirthriller erwartet, wird definitiv enttäuscht. Denn >Priest< bietet knackige Mensch-gegen-Vampir-Action mit Endzeitszenario. Die Story ist straff, spannend und weist keine unnötigen Längen auf. Hier und da bekommt man sogar ein paar neue Ideen serviert und die Animationen, allen voran die der Vampire welche viel zur düsteren Stimmung beitragen, gehen ebenfalls absolut in Ordnung. Das Szenario wurde toll eingefangen und schick in Szene gesetzt. Die Musik weis auch zu gefallen und der Cast spielt glaubwürdig und unterhaltsam. Meiner Meinung nach muss man auch nicht immer Neues serviert bekommen, solange das Alte in neuem Gewand toll unterhällt. Unterm Strich macht das also 5 Sterne für Scott Charles Stewart`s Vampirfilm für Männer...und Frauen ;-)
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
30 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Kampf den Nacktmullen!, 8. August 2011
Paul Bettany als Vampirkillender Priester in einem Endzeitwestern, der sich auch ein wenig bei Blade, Judge Dredd und Equilibrium bedient. Die Vampire sind pure CGI-Monster und erinnern an eklige Nacktmulle. Wie auch in 30 Days of Night sind mir solche aber lieber als weichgespülte Twilight-Pussys. Lediglich Karl Urban als Vampirfürst mit Cowboyhut darf sein menschliches Aussehen behalten. Die Action ist solide, allerdings sind die Sequenzen viel zu kurz und abgehackt, mit zuviel Zeitlupen. Der Film hätte gern ein Stück länger sein können. Emotionen, Spannung und Story sind ganz ok, der Film macht nicht allzuviel falsch - allerdings wirken die Priester in dem kurzen Einführungscomic cooler als im Film selbst. Das Ende lässt (wieder mal) auf einen Nachfolger schliessen. Fazit: Gute, solide Actionkost in staubigem Western-Endzeitsetting mit ekligen Computervampiren und coolem Helden. Kann man gucken, macht aber auch nix wenn man ihn verpasst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja
Nein
|