Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Unterhaltsame Verballhornung, 29. August 2009
Von einem Buch das in einer Reihe namens Quirk Classics erscheint und eine Jane Austen Klassiker mit Zombies verbinden will, erwarte ich mir als Leser sicherlich nicht die anspruchsvollste Literatur und trotzdem löst dieses Buch in einigen Leserunden interessante Kontroversen aus.
Im Vorfeld war bereits angekündigt, dass der Autor keine neue Geschichte schreiben würde, sondern vielmehr den Originaltext als Grundlage nehmen und verändern würde, weshalb ich mich wenig daran stören kann, dass Grahame-Smith hier viel geklaut hat. Dies wird auch schon mit einem Augenzwinkern auf dem Klappentext kommentiert. Dass es recht makaber zugehen würde, ließ der Untertitel des Buches erahnen: : The Classic Regency Romance - Now with Ultraviolent Zombie Mayhem!
Ich selbst habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen und fand mich kurzweilig unterhalten. Das Konzept Austens Roman mit Zombieelementen zu durchsetzen war raffiniert und wurde auch leidlich gut umgesetzt. Der Reiz lag für mich dabei in humorvoll-makabren Randkommentaren über den Umgang mit der Zombieplage, die sich schon in der Umstellung von Austens berühmten Eröffnungssatz findet: It is a truth universally acknowledged that a zombie in possession of brains must be in want of more brains. Gelacht und Geschmunzelt habe ich auf jeden Fall bis zur letzten Seite.
Übertrieben sind die Beschreibungen der asiatischen Kampfkünste, die eine Art von Albernheit it die ansonsten eher gausige Geschichte einführen, die ich eher als unpassend empfunde habe. Hier wäre der Autor besser beraten gewesen, sich auf das gruselige Element der Zombies allein zu beschränken und nicht noch lächerliche Ninjas und Kampfkünste in die Handlung einzuführen obwohl das nun einfach vielleicht nicht mein Humor war. Jedenfalls empfand ich das letzte Drittel des Buches als deutlich gezwungener als den Anfang. Für die Idee, die Kurzweiligkeit, immerhin teilweise durchsscheinende sprachliche Raffinesse und die herrlich düster-morbiden Illustrationen gibt es trotzdem 4 Punkte von mir.
Sicherlich keine angenehme Lektüre für Puristen und Leser, welchen diese Art von makabren Humor nicht liegt. Deshalb würde ich das Buch auf keinem Fall jedem empfehlen. Wer sich auf die vorgegebene Prämisse einlässt und diese Art von Humor mag, wird das Buch wahrscheinlich lieben.
Vielleicht kein must read, aber immerhin gute Unterhaltung für einen Abend.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Kurzweilige Unterhaltung, spannend bis zum Schluss, 7. September 2009
Ganz ehrlich, ich kenne das Jane-Austen Original, ich kenne die Verfilmung(en). Ich habe ihre Bücher auf Deutsch und im Englischen Original zuhause u. auch Pride and Prejudice mehrfach gelesen. Irgendwann ist man ein wenig traurig, weil man ihre Bücher zu gut kennt u. die sich die Spannung nicht mehr so wie beim ersten Mal lesen aufbaut.
Doch mit der Erweiterung um die Zombies hat Seth Graham-Smith mir wieder diese Spannung zurück gegeben. Er wandelt Stolz u. Vorurteil ab, bleibt aber sehr nahe am Original - genau so, dass Jane Austen wieder spannend bis zum Schluß bleibt.
Natürlich ist es nicht das Original. Es ist eine unterhaltsame Variante davon, die man nicht zu sehr in Frage stellen sollte. Vor allem die Zombies sollte man nicht zu ernst, sondern mit Humor nehmen. Auch Jane Austen hatte eine große Portion davon - den Humor meine ich natürlich - und das sollte man beim Lesen nicht vergessen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Jane Austen mal anders, 15. September 2009
Als großer Pride and Prejudice Fan, war ich wirklich begeistert, als ich von Pride and Prejudice and Zombies erfahren habe. Natürlich musste ich das Buch sofort haben, denn auch wenn man die Geschichte um Elizabeth Bennet und Mr. Darcy schon kennt, ist eine Zombieinvasion doch ein Element, das man aus der klassischen Literatur nicht unbedingt kennt.
Das Buch ist im Grunde genauso wie man es erwarten darf. Die Geschichte von Pride and Prejudice ist natürlich immer noch die gleiche. Nur dass Hertfordshire schon seit Jahren von Untoten heimgesucht wird. So ist es kaum verwunderlich, dass die Bennet-Töchter allesamt in Asien in der Kampfkunst der Ninjas unterwiesen worden sind. Dies ist auch bitter nötig, wenn man bedenkt, dass jeder Spazierganz lebensgefährlich sein kann und die Damen nicht einmal auf einem Ball sicher sind. Gleichzeitig verläuft die Beziehung zwischen Mr. Darcy und Elizabeth genauso wie im Original, lediglich die Hintergründe für das Handeln der Protagonisten sind anders.
Wer große Überraschungen oder Abänderungen erwartet, wird jedoch enttäuscht werden. Es handelt sich wirklich um die Geschichte Pride and Prejudice. Nur eben mit ein bisschen mehr Gemetzel und Zombies. Stellenweise geht es wirklich sehr blutig zur Sache. Da werden seitenweise Gehirne und Eingeweide verspeist und das Blut fließt in Strömen. Untermalt wird das Ganze noch zusätzlich durch Illustrationen. Damit das Buch nicht den Anspruch ernsthafter Literatur verliert, findet man im Anhang Ansätze und Leifragen zu intellektuellen Diskussionen, zum Beispiel die Frage, welche symbolische Bedeutung Erbrochenes in dem Buch spielt.
Seth Grahame-Smith gelingt eine sehr kurzweilige und vor allem humorvolle Variante des Originals. Man darf das Buch daher nicht zu ernst nehmen, das tut es selbst nämlich auch nicht. Das Einzige was ich mir gewünscht hätte (ich kann nicht glauben, dass ich diesen Satz tatsächlich schreibe), wären noch etwas mehr Zombies und etwas weniger Jane Austen. Empfehlen kann ich das Buch allen Pride and Prejudice Fans denen es nichts ausmacht, dass ihr Lieblingsbuch durch den Kakao gezogen wird und natürlich allen die Zombies mögen.
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