Wenn man auf abwechslungsreichen, eingängigen aber dennoch krachend und groovenden Death Metal steht, kann man bei Kataklysm eigentlich nichts falsch machen. Klang die Band auf ihren frühen Alben doch eher etwas komplexer werden sie mit Album zu Album eingängiger, auf eine positive Weise. Kataklysm verstehen es Death Metal sehr melodisch zu gestalten, dabei aber auf vereinfachende Elemente wie Clean-Gesang zu verzichten.
Beim ersten hören war ich sehr beeindruckt, der Opener kommt sowas von melodisch und eingängig darüber, es gibt hörbar Einflüsse des modernen Thrash Metal und erinnert vom Gesang her teilweise an Max Cavalera, allerdings um Längen variabler. Auch der zweite Track groovt schon von Beginn an donnernd durch die Boxen. Insgesamt ist das alles nichts neues, aber es wurde stimmig und professionell umgesetzt. Ich möchte jetzt nicht sagen das hier Pop-beeinflusster Death Metal praktiziert wird, aber eingängiger, der ein weitaus größeres Publikum als das, des Gefrickel-Death Metal begeistern wird. Die Produktion ist richtig fett, so das es einem bei voller Lautstärke ordentlich die Birne wegdonnert. Hin und wieder tauchen kleine Spielereien mit der Gitarre auf, hier sind die Songs relaxt im Mid-Tempo Bereich und ein anderes mal wird ohne Rücksicht auf Verluste losgebollert, ohne dabei vergessen alles freundlich zu gestalten.
Mit Prevail schaffen Kataklysm insgesamt also ein gutes Death Metal Album, dass kurz vor der Grenze zum Death-Thrash steht, das groovt wie die Hölle und das zu dem auch noch melodisch und eingängig ist, Fans des modernen aber auch traditionellen Death Metal werden sicher von Beginn an begeistert sein, und wenn das Album durch ein episches Instrumental-Stück dann beendet wird ist man traurig das es vorbei ist.