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Preussen ohne Legende [Taschenbuch]

Sebastian Haffner , Peter Thomann
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

Dezember 1998
War Preußen der Inbegriff von Rechtlichkeit und Ordnung ? Ein Hort des Militarismus ? Das Werden eines außergewöhnlichen Staates, seine Blüte und seinen Untergang schildert Sebastian Haffner in dieser reich bebilderten Geschichte Preußens und stellt zugleich Mythen und Klischees auf den Prüfstand.


Wird oft zusammen gekauft

Preussen ohne Legende + Von Bismarck zu Hitler: Ein Rückblick + Anmerkungen zu Hitler.
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 536 Seiten
  • Verlag: Siedler; Auflage: 3. (Dezember 1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442755441
  • ISBN-13: 978-3442755448
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 122.407 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Preußenlegenden gibt es in exakt zwei Geschmacksrichtungen: für und wider. Der jüngst verstorbene Sebastian Haffner, Deutschlands bedeutendster historischer Essayist, konfrontiert Liebhaber und Verächter mit den historischen Tatsachen. Der Titel des Buches verspricht nicht zuviel. Wer es aus der Hand legt, dürfte im allgemeinen reicher an Einsichten über den Staat Preußen sein als zuvor. Als das Werk vor 20 Jahren zum ersten Mal erschien, war Deutschland geteilt und der östliche Staat, die DDR, begann gerade, sich sehr vorsichtig von antipreußischen Reflexen zu befreien, Preußen als Teil der eigenen Geschichte ins Recht zu setzen. Jetzt, 1999, zieht die Regierung des vereinten Deutschlands von Bonn in die einstige Hauptstadt Preußens. Eine gute Zeit für eine Neuauflage von Haffners behutsamer und nüchterner Würdigung.

Haffner räumt mit den Verteufelungslegenden auf: Weder war die Hybris des Kaiserreiches noch gar das Regime der Nazis genuin preußisch. Haffner zeigt: Der Ur-Preuße Bismarck hatte mit der Reichseinigung von 1871 Preußen den Todesstoß versetzt. Haffner räumt ebenso mit liebgewordenen Vorstellungen auf: Preußens Toleranz zum Beispiel beruht auf Indifferenz. Solange die Leute taten, was von ihnen verlangt wurde, war dem Staat egal, in welche Kirche sie gingen.

Dem Siedler-Verlag ist für die Illustrierung des Taschenbuchs zu danken: Rund 200 Abbildungen machen aus den 535 Seiten auch ein preußisches Bilderbuch. Dabei haben sich die Herausgeber besondere Mühe gegeben, eher unübliche, selten gezeigte Ansichten zu bieten. --Michael Winteroll

Über den Autor

Sebastian Haffner, geboren 1907 in Berlin, war promovierter Jurist. Er emigrierte 1938 nach England, wo er als Journalist für den »Observer« arbeitete. Seine »Geschichte eines Deutschen« verfasste er 1939 im Londoner Exil. 1954 kehrte er nach Deutschland zurück, schrieb zunächst für die »Welt«, später für den »Stern«. Haffner ist Autor einer Reihe historischer Bestseller, u. a. »Anmerkungen zu Hitler«. Er starb 1999.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
34 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes Buch 19. August 2003
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Sebastian Haffners "Preußen ohne Legende" ist eine hervorragende Einführung in die preußische Geschichte - nicht so wissenschaftlich gehalten wie das Standardwerk von Hans-Joachim Schoeps "Preußen" - aber auch mehr als eine reine Bilanzierung des Phänomens "Preußen", wie sie Christian Graf von Krockow in seinem - hervorragenden - Preußen-Buch (Preußen - eine Bilanz) oder Marion Gräfin Dönhoff in ihrem kürzeren - ebenfalls sehr empfehlenswerten Werk "Preußen: Maß und Maßlosigkeit" vorgelegt haben.

Haffner entwirft fesselnd einen großartigen Überblick über die 170-jährige Geschichte Preußens, welches als Großmacht erst seit 1701 bestand und erst unter Friedrich Wilhelm I. (1713-1740) und seinem Sohn und Nachfolger Friedrich dem Großen (1740-1786) zu einer Großmacht heranwuchs. Insbesondere seine religiöse Toleranz und seine hervorragende Verwaltung machen es im 18. Jahrhundert zum modernsten Staat Europas. Mit der Reichsgründung von 1871 beginnt nach Haffner das "lange Sterben" Preußens und nicht umsonst hat Wilhelm I., seit 1861 preußischer König, in der Reichsgründung das Ende Preußens erblickt, wenn der Staat auch erst mit dem Preußenschlag Papens 1932 und endgültig erst mit seiner Auflösung durch die Besatzungsmächte 1947 als Staat zu existieren aufhörte. Haffner zeigt eindeutig, wie unpreußisch Hitler und sein Regime war, welches zunächst durch den "Tag von Potsdam" eine Legitimation zu erlangen suchte, die mit seinen wahren Absichten nichts zu tun hatte. Der Rechtsstaat, der Preußen gewesen ist, wurde als erstes von Hitler abgeschafft. Auch die Attentäter des 20. Juli 1944 - das Attentat ereignete sich exakt 12 Jahre nach Papens Preußen-Schlag und der Entfernung der letzten demokratischen Regierung unter Otto Braun (SPD) - wollten - so Haffner - nicht Preußen, sondern Deutschland retten (S. 499). "Es wäre übertrieben zu sagen, daß niemand dem toten Preußen nachtrauert. Die Trauer der Vertriebenen um verlorene Heimat darf man freilich nicht mit Trauer um den preußischen Staat verwechseln - im gegenteil, es ist bemerkenswert (und bewunderswert), wie leicht und klaglos sie sich in ihre neuen staatsbürgerlichen Verhältnisse gefunden haben. Es gab (und gibt) aber gewiß in Deutschland nach 1945 noch viele Ex-Preußen - nicht nur Heimatvertriebene -, die manches für ihre einstigen Staat Charakteristische schmerzlich vermißten: in der Bundesrepublik die strenge preußische Ordnung und Redlichkeit, in der früheren DDR die trockene preußische Liberalität und Gedankenfreiheit. Nur: "Niemand kann sich auch mit dem größten Aufgebot an Phantasie eine Lage vorstellen, in der Preußen wieder zum Leben erstehen könnte, und niemand kann daher eine Wiedergeburt Preußens ernstlich wünschen, wie viele sich eine Wiedervereinigung Deutschlands gewünscht haben.Die Wiedervereinigugn war vorstellbar, wenn sie auch zeitweise unerreichbar shien, die Wiedergeburt Preußens ist es nicht. Preußen ist tot, und Totes kann nicht ins Leben zurückgerufen werden." (S. 22)

Haffner hat damit sicherlich recht, wie auch die Debatte über das Neuentstehen eines preußischen Bundesstaates anläßlich des Vorschlages des brandenburgischen Sozialministers, das künftige Berlin-Brandenburg in Preußen umzubenennen, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung im Jahre 2002 gezeigt hat.

Hans-Ulrich Wehler hat in einem bemerkenswerten Aufsatz vom 23.02.2002: "Preußen vergiftet uns: Ein Glück, daß es vorbei ist" die Thesen Haffners aus dem Jahre 1979 - der Erstauflage des vorliegenden Buches - wiederholt und begründet.

Nichtsdestotrotz gehört Preußen zur deutschen Geschichte - und diese sollte man kennen. Dazu hat Haffner mit dieser reich illustrierten plastischen Darstellung beigetragen.

Ich halte das vorliegende Buch neben seinen "Anmerkungen zu Hitler" für sein bestes Buch. Als Ergänzung zu seiner Lektüre empfehle ich die oben genannten Werke von Marion Gräfin Dönhoff, Christian Graf von Krockow und Hans-Joachim Schoeps sowie Haffners - zusammen mit Wolfgang Venohr - herausgegebenes Buch "Preußische Profile".

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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Werden und Sterben Preußens... 1. Januar 2006
Von Shaun TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das Werk in der 1. Taschenbuchausgabe von 1981 war leider lange bei mir ein Regalhüter geblieben, jetzt war ich anlässlich der Lektüre von Dönhoff-Büchern auf das Thema Preußen gestoßen und hatte gemerkt, wie wenig ich eigentlich von diesem merkwürdigen untergegangenen Staat wusste. Also griff ich zu Haffner, der mich in vielen seiner Bücher verblüfft hatte durch Anschaulichkeit und präzisen Ausdruck. Und ich muss wieder erstaunt feststellen, dass sich selbst die Lektüre dieses vielleicht trocken anmutenden Themas bei ihm lohnt.
In insgesamt sieben Kapiteln breitet der reich illustrierte Band die Entstehungsgeschichte aus dem deutschen Ritterorden um Marienburg und Königsberg, seine eher zufällige Verbindung mit dem Hohenzollerngeschlecht und damit Brandenburgs und das schließliche Absterben und Untergehen Preußens im Deutschen Reich detailreich aus. Gut an dem Buch ist, dass es mit Vorurteilen aufräumt, wie etwa dem, dass es eine kontinuierliche Entwicklung über Friedrich II. und Bismarck hin zu Hitler gegeben hätte. Viele der Hitler-Attentat-Beteiligten aus dem Kreis um den Bayer Stauffenberg waren schließlich auch Preußen und repräsentierten damit letztlich die guten, auf Toleranz beruhenden Traditionen, die Preußen in die Reichsgründung und wahrscheinlich auch das spätere Nachkriegsdeutschland einbrachte, auf das Haffner leider in dem Buch nicht mehr eingeht. Auf jeden Fall empfehlenswert und gut lesbar.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine fast perfekte Einführung zum Thema Preussen 2. September 2010
Von Ein Leser
Format:Taschenbuch
Das ich mich hier aufraffe meine erste Rezension zu verfassen, ist bereits für sich genommen eine sehr positive Wertung.
Da ich mich bisher mit dem Thema Preussen nur in der Schule (also leider fast gar nicht) befasst habe, stellt dieses Buch meinen ersten wirklichen Berührungspunkt mit einem sehr vielschichtigen und spannenden Teil der deutschen Geschichte dar.

Sebastian Haffner hat es sehr gut verstanden, diese Materie lesbar und enorm interessant zu gestallten. Viele Abbildungen und eine sehr eingängige Formulierung führen zu einem intensiven Lesevergnügen. Sachlich, und an der einen oder anderen Stelle mit der persönlichen Meinung des Autors ausgeschmückt, zeichnet dieses Buch einen sehr guten Abriss der preussischen Geschichte. Der Stil Haffners ist nicht streng wissenschaftlich und doch jederzeit fundiert.

Ein kritischer Aspekt ist die Abhandlung der Ereignisse während der 170-jährigen Geschichte. Ich hatte den Eindruck, dass der Autor manchmal "in der Zeit hin- und herspringt". Da dies aber eine höchst subjektive Empfindung ist und der Lesbarkeit nicht wirklich schadet, rechtfertigt es aus meiner Sicht keine Abwertung.

Ich kann dieses Buch jedem ans Herz legen, der einen soliden und verständlichen Einblick in die Geschichte eines bemerkenswerten Staates sucht. Bei mir persönlich hat dieses Buch die Neugierde geweckt und ich werde mein Wissen über Preussen mit den Buchempfehlungen aus anderen Rezensionen vertiefen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Souveränes Buch zur preußischen Geschichte
Preußen ohne Legende. Der Geschichte Preußens Unkundige mögen sich fragen, warum dieser Titel. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von radamasa veröffentlicht
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Veröffentlicht am 6. Oktober 2009 von Marion Lieb
5.0 von 5 Sternen Gut geschrieben, schlecht gebunden
das Buch ist sehr informativ, und hervorragend geschrieben. Leider ist es miserabel gebunden. Nach einmaligen umblättern fallen schon die ersten Seiten heraus.
Veröffentlicht am 27. Juli 2009 von Andreas
5.0 von 5 Sternen Preußische Geschichte in Bildern
Die hohe Seitenzahl dieses Werkes kann durchaus zu der Vermutung führen, dass Sebastian Haffner hier eine umfassende und tiefgehende Abhandlung der preußischen... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2007 von F. Bley
3.0 von 5 Sternen Unbterhaltsam, aber
Wer es gewohnt ist, wissenschaftlich zu arbeiten, wird von dem Buch enttäuscht sein: Es handelt sich um eine (keineswegs unseriöse) historische Plauderei, bei der die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Juni 2005 von Eric Pawlitzky
5.0 von 5 Sternen Lesenswert!
Zunächst ist man versucht, das Buch wieder wegzulegen, sieht es doch mit den zahlreichen Bildern, und dem zweizeiligen Text aus wie ein Begleitbuch zu einer Ausstellung. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Januar 2005 von PST
5.0 von 5 Sternen Wer auf der Suche nach der guten Geschichte des Landes ...
... ist, sollte es mal mit Preussen versuchen.
Sebastian Haffners Buch ist reich und farbig bebildert, alleine deshalb lohnt der Kauf. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. August 2004 von silbertanne4
5.0 von 5 Sternen Großartig beschriebene Geschichte
Bis heute ist die Geschichte Preußens überwuchert mit Legenden, Mythen, Märchen, Lügen und Halbwahrheiten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. März 2002 von N. Afflatet
5.0 von 5 Sternen Kurz und bündig
Haffner mag einen recht polemischen Stil haben. Aber er schafft es mit geringem Aufwand spielend Geschichte zu vermitteln. Lesen Sie weiter...
Am 25. Dezember 2001 veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist unnötig
Der Autor ist mehr mit seiner Schreibweise und seiner Deutung der Geschichte beschäftigt als mit der Geschichte Preussens. Lesen Sie weiter...
Am 30. August 2001 veröffentlicht
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