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Preußische Profile. ( Propyläen Taschenbuch bei Ullstein).
 
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Preußische Profile. ( Propyläen Taschenbuch bei Ullstein). [Broschiert]

Sebastian Haffner , Wolfgang Venohr
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 12,95  
Broschiert, 1998 --  
Unbekannter Einband --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 304 Seiten
  • Verlag: Ullstein Tb (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548265278
  • ISBN-13: 978-3548265278
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.888.119 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Sebastian Haffner und Wolfgang Venohr, zwei profunde Preußenkenner, suchen nach der historischen Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber diesem unter der Herrschaft Friedrich II. entstandenen ersten Rechtsstaat Europas. Sie wenden sich nicht der allgemeinen Geschichte zu, sondern einzelnen herausragenden Personen, die die Entwicklung Preußens maßgeblich mitbestimmt haben. Dabei bevorzugt Haffner das liberale, bürgerliche und Venohr das aufständische, revolutionäre Preußen. Haffner entwirft lebendige Porträts von Bismarck, Fontane, Engels, Wilhelm II., Eulenburg und Niekisch; Venohr von Friedrich Wilhelm I., Friedrich II., Gneisenau, Moltke, Ludendorff und Tresckow. So wird eine breite historische und kulturelle Entwicklung in Einzelpersonen anschaulich.

Autorenporträt

Sebastian Haffner, geb. 1907 in Berlin, emigrierte 1938 nach England, wo er mit 'Germany: Jekyll & Hyde' eine scharfsinnige Analyse zum zeitgenössischen Deutschland schrieb. 1954 kehrte er nach Deutschland zurück. Zu seinen bekanntesten Werken gehören die 'Anmerkungen zu Hitler', 'Von Bismarck zu Hitler', 'Der Verrat-Deutschland 1918/1919'. Sebastian Haffner starb sechs Tage nach seinem 91-jährigen Geburtstag 1999 in Berlin.Wolfgang Venohr, Jahrgang 1925, Dr. phil.; langjähriger TV-Chefredakteur; erfolgreicher Film- und Buchautor; Träger des Jakob-Kaiser- und des Josef-E.-Drexel-Preises; Verfasser der Bestseller 'Preußische Profile' und 'Fridericus Rex'; Herausgeber des Bandes 'Die deutsche Einheit kommt bestimmt' (1982).

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Wer" war Preußen? 28. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Wenig erinnert in Deutschland heute noch an Preußen. Dennoch ist die Frage unstreitig, daß der ehemals größte deutsche Flächenstaat mit seinem kulturellen, politischen und geistigen Erbe das spätere Deutschland entscheidend geprägt hat. Schwieriger wird es dann schon bei der Beurteilung des Erbes. War es das liberale, bürgerliche und tolerante Preußen, das Maßstäbe für die weitere Entwicklung Deutschlands setzte, oder prägten gar die autoritären, reaktionären und militärischen Züge des preußischen Staates die kommende Politik? Die Gratwanderung zwischen diesen Extremen steht im Hintergrund, wenn der kürzlich verstobene Sebastian Haffner und Wolfgang Venohr versuchen, sich "der" preußischen Identität zu nähern. Der Ansatz, den sie dabei wählen, ist eher ungewöhnlich: Nicht die Betrachtung bestimmter preußischer Epochen, Kriege, Reformen oder Ereignisse haben sie sich vorgenommen, sondern die Beschreibung der Lebensläufe prominenter Preußen aus Monarchie, Politik, Militär und Literatur, die in dieser Bandbreite einen Eindruck von preußischer Vielfalt geben sollen. Zu diesem Kreis gehören unter anderem Friedrich II. und sein Vater, der "Soldatenkönig", genauso wie Helmuth von Moltke, Friedrich Engels und Erich Ludendorff, aber auch Theodor Fontane und Ernst Niekisch. Menschen, die gemeinsam hatten, daß sie "Preußen" waren, bei aller Unterschiedlichkeit der Charaktere. Der guten Benutzbarkeit des Taschenbuches kommt entgegen, daß jeder Biographie sowohl ein historisches Portrait als auch eine kurze Aufstellung der wichtigsten Lebensdaten vorangestellt ist. Die Neuauflage dieses Klassikers kann einen wichtigen Einstieg in die preußische Geschichte geben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Wenn sich zwei so profunde Preußenkenner wie Sebastian Haffner und Wolfgang Venohr mit der preußischen Geschichte beschäftigen, kann nur ein höchst anspruchsvolles Werk herauskommen. Frei nach dem Motto: Menschen machen Geschichte porträtieren die beiden Autoren zwölf unterschiedliche Persönlichkeiten. Auch die negativen Eigenschaften der jeweiligen Personen werden nicht verschwiegen. Plutarch hätte seine Freude über dieses gelungene Werk. Der tiefe Respekt vor den preußischen Tugenden und dem "suum cuique",des alten Preußen das jedem Untertanen "das Seine" zu geben, bereit war, ist klar erkennbar. Mit dem Vorurteil über das " kriegslüsterne Preußen" räumen die beiden Autoren gründlich auf. Eine Kernaussage des Buches ist: Preußen war militärisch, sogar ein wenig revolutionär, aber nie kriegslüstern.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Das vorliegende Buch gehört sicherlich zu den besten Darstellungen über Preußen neben Sebastian Haffners: "Preußen ohne Legende", Hans-Joachim Schoeps "Preußen" und Marion Gräfin Dönhoffs: "Preußen" und Christian Graf Krockows: "Preußen: eine Bilanz". Allen Autoren ist gemeinsam, dass sie die Tugenden Preußens - die Rechtsstaatlichkeit, die religiöse Toleranz, die Tapferkeit und Ehrbarkeit herausstellen und die These vom "Preußischen Militarismus" ablehnen. Venohr macht in der Einleitung deutlich, dass insbesondere Hitler und der Nationalsozialismus in ihrer Intention anti-preußisch gewesen sind. Nicht umsonst gehörten die bekannteste Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 namhaften preußischen Familien an, die für die oben skiziierten preußischen Werte kämpften. Einer von ihnen, Henning von Tresckow, wird in dem Band von Venohr eindrucksvoll portraitiert. Von ihm stammen auch die Portraits des Soldatenkönigs Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Großen. Zu beiden Königen hat Venohr ausführliche Standardbiographien verfasst. Hier wird - und darin liegt der Wert des Buches - ein erster Einblick geboten, sehr gut für Erstinformation für Schüler und Interessierte.

Die biographische Herangehensweise, die auch Ohff in seinem Werk: "Preußens Könige" oder in dem von Frank-Lothar Kroll herausgegebenen Sammelband: "Preußens Herrscher" gewählt haben, klammert gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte aus, da auf die persönlichen Charaktereigenschaften der portraitierten Personen fokussiert wird. Die einzelnen Portraits sind jedoch sehr lesenswert, insbesondere die Portraits über Bismarck und Fontane von Haffner oder die Portraits der Militärs Gneisenau und Moltkes. Im Gegensatz zu den eben erwähnten Buchtiteln: "Preußens Herrscher" bzw. "Preußens Könige" werden hier jedoch nicht nur die Monarchen und Staatsoberhäupter Preußens in Kurzportraits dargestellt, sondern Personen, die für die Entwicklung Preußens maßgebend und prägend waren, was sich an den Portraits Moltkes, Bismarcks, Tresckows und Fontanes zeigt. Was mich allerdings wundert, ist die Subjektivität der Auswahl. Waurm etwa werden Friedrich Engels oder Ernst Niekisch in diese Sammlung aufgenommen, jedoch nicht der zutiefst preußische Wilhelm I., der - in seltener prophetischer Gabe - in der Reichsgründung vom 18. Januar 1871 - 170 Jahre nach der Gründung des Königtums durch Friedrich I. 1701 - den Untergang Preußens und sein Aufgehen in ein von ihm nicht gewolltes "Deutsches Reich" korrekt vorausgesehen hat? So interessant der Berater Wilhelms II., Philipp zu Eulenburg, gewesen sein mag: ist nicht die preußische Königin Luise, sind nicht Scharnhorst und der Freiherr von Stein für Preußens Entwicklung bedeutender als Eulenburg?

Es sind genau diese Aspekte, die mich zögern lassen, dem Buch, welches an sich sehr gut geschrieben ist und deren Autoren nicht nur ausgewiesene Fachkenner sind, sondern die (seltene) Gabe haben, historische Fakten spannend und plastisch zu schildern, die höchste Punktzahl zu geben.

Dennoch: als Ersteinführung am ehesten vergleichbar mit Ohffs: "Preußens Könige" oder Gordon A. Craigs: "Das Ende Preußens" (auch hier werden acht wichtige preußische Persönlichkeiten portraitiert, wobei Craig die Vorgehensweise wählt, jeweils zwei Personen in einer Art Duographie direkt miteinander zu vergleichen: Stein und Marwitz, Bettina von Arnim und Bismarck, Theodor Fontane und Wilhem II., Otto Braun und Konrad Adenauer)und insgesamt trotz der oben gemachten Einschränkungen, was die subjektive Auswahl der Portraits angeht, auch heute noch äußerst lesenswert.

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