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Preußens Luise
 
 
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Preußens Luise [Taschenbuch]

Günter de Bruyn
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 2002 --  

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Berliner Taschenbuchverlag (2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442760860
  • ISBN-13: 978-3442760862
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 11,6 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.021.531 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Günter de Bruyn
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Königin Luise von Preußen ist längst Legende: In Bildern, Büsten und zahllosen Büchern wurde sie verewigt. Günter de Bruyn führt auf das Unterhaltsamste vor, wie die preußische Königin Luise für das Deutsche Reich von 1871 zu einer Art Ursprungsmythos wurde. Er beschreibt die Herkunft dieser Legende und die Kraft, die sie über zwei Jahrhunderte für Preußens Kultur hatte.
Luise wurde 1776 als mecklenburgische Prinzessin in Hannover geboren und wuchs in Hessen-Darmstadt auf. Mit gerade achtzehn Jahren heiratete sie den preußischen Kronprinzen, den späteren König Friedrich Wilhelm III., und gebar ihm zehn Kinder, darunter Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I., den ersten deutschen Kaiser. Nach der Niederlage Preußens 1806 floh sie mit ihren Kindern nach Ostpreußen, traf 1807 in Tilsit mit Napoleon zusammen und kehrte erst 1809 nach Berlin zurück. Sie stand den Reformern nahe und galt ihrer Mitwelt und mehr noch der Nachwelt des 19. und 20. Jahrhunderts als mitfühlende, charismatische Monarchin. Sie starb früh, 1810, mit vierunddreißig Jahren. Ihr Tod war die Geburtsstunde einer Legende.
Damit die außergewöhnliche Verehrung der Königin Luise von Preußen entstehen und sich über ganz Deutschland ausbreiten konnte, mussten verschiedene Ereignisse und Umstände zusammenkommen. Schönheit und Anmut mussten selten gewesen sein auf preußischen Thronen, bürgerli
ch e Tugenden Wertschätzung genießen; ein früher Tod musste die Königin in der Erinnerung jung erhalten, Preußen die schlimmste Niederlage seiner Geschichte erleiden, und die Periode seiner Demütigungen musste siegreich zu Ende gehen. Die preußische Königin Luise wurde für das Deutsche Reich von 1871 mit ihrem Sohn, dem Hohenzollernkaiser, an der Spitze zu einer Art Ursprungsmythos. Auf sie projizierte man die Anmut der Erscheinung und die Würde des nationalen Widerstands gegen Napoleon, die personifizierte Tradition, das Häusliche, aber auch die Tragik eines frühen Todes.
Für die Dichter der deutschen Romantik, für Heinrich von Kleist, Achim von Arnim, für Friedrich Rückert, vor allem aber auch für Maler und Bildhauer wie Johann Gottfried Schadow wurde Luise zu einer nahezu unerschöpflichen Quelle der Inspiration. Sie berichten vom sagenhaften Leben der Königin, von ihrer Schönheit und Ausstrahlung. In diesen Zeugnissen spiegelt sich ein ganzes Jahrhundert preußischer Kultur und
Denkun gsart. Günter de Bruyn zeichnet mit seiner ganz eigenen poetischen Kraft eine historische Legende nach.

Klappentext

"Ein wichtiges Buch, wunderbar zu lesen, weil de Bruyn so souverän mit diesem Stoff umgeht; wie nebenbei erzählt er und öffnet dabei ständig neue Erkenntnistüren. Und so wird die Lektüre zu einem großen Lesevergnügen."
NDR, Kulturjournal

"De Bruyns Buch ist ein Musterstück historischen Nachdenkens über Preußen am Beispiel dieser ungewöhnlichen Frau, die den preußischen Hof menschlicher machte und doch in ihrem Widerstand gegen Napoleon eine ganz patriotische Preußin war."
Das Parlament

"De Bruyn zeichnet ein schillerndes Bild der Verehrung Luises, das er von der napoleonischen Zeit bis in die Kostümfilme der fünfziger Jahre verfolgt."
Financial Times Deutschland -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Frau ohne Gesicht 28. Februar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Wie de Bruyn ganz richtig feststellt, haben wir heute lebenden Deutschen überhaupt kein Verhältnis mehr zu jener preussischen Königin, die zu Lebzeiten und besonders nach ihrem Tode fast wie eine Heilige verehrt wurde. So ist es interessant zu lesen, daß auch zeitgenössische Künstler sie auf verschiedenste Weise darstellten, weil niemand ein "objektives" Bild von ihr hatte. Kein Abbild glich dem anderen. Einig sind sich die Zeitgenossen lediglich darin, daß sie "Ausstrahlung" besaß. De Bruyn häuft im ersten Teil seines Büchleins Bild auf Bild, sowohl optisch als auch verbal, wobei die zeitgenössische, hymnische Verehrung in uns heutigen, nüchternen Menschen so etwas wie Widerwillen erzeugt. Man hätte sich ein paar kurze Abstecher in die geschichtliche Wirklichkeit gewünscht, z.B. wie es denn in dem Treffen mit Napoleon eigentlich zugegangen ist. Oder sollte der durchschnittliche Leser mit den Tatsachen vertraut sein? Interessant ferner die Darstellung des Charakters des königlichen Gemahls, wie man überhaupt aus einigen Zügen des Buches eine Anmutung der damaligen Zeit in Preussen erfährt. Im Ganzen empfinde ich de Bruyns Büchlein als Entwurf, als Skizze, und er hätte ruhig etwas mehr Zeit und Arbeit am Detail investieren dürfen. Daher nur drei Punkte.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ideal für einen Sonntagnachmittag, an dem man etwas für seine Geschichtsbildung tun möchte: Am besten mit einem frisch gebrühten Kaffee und einem Stück Torte, gediegen wie zu Hofe, schafft man sich eine Atmosphäre, in der man diese zauberhafte Beschreibung von "Preusssens Luise", der Untertitel beschreibt das Büchlein noch besser: "Vom Entstehen und Vergehen einer Legende", in sich aufsaugen kann. Reich bebildert und mit zahlreichen Zitaten versehen, hat de Bruyn ein sprachlich gutes, flüssiges und gar nicht trockenes Geschichts-Büchlein geschaffen.
Sein Buch macht in der Tat Lust auf mehr de Bruyn und mehr Preußen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von €nigma
Format:Taschenbuch
Wer eine Biographie im üblichen Sinne erwartet, wird enttäuscht. Wie es der Titel schon verrät, geht es hauptsächlich um den an Heilgenverehrung grenzenden Personenkult, der bereits zu Lebzeiten, aber vor allem nach dem frühen Tod der Königin Luise betrieben wurde.
Sie wurde als tugendhaftes Vorbild und weibliches Rollenmodell angepriesen. Tatsachen aus ihrem Leben, die diesem Bild zuwiderliefen, wurden großzügig übergangen. Da ihre Ehe eine Liebesheirat war (ungewöhnlich in ihren Kreisen) und sie ein glückliches Ehe-/Familienleben führte, eignete sie sich als Vorbild für Frauen in einer Zeit, als bürgerliche Werte an Bedeutung gewannen.
Die extreme Verehrung dieser Frau mutet heutzutage ziemlich befremdlich an. Gerade weil man sich (oder zumindest ich mich ) heute nicht so recht mit der Glorifizierung einer einzelnen Person anfreunden kann, ist es aber ganz interessant, diesen Prozess "aus der Ferne" zu verfolgen.
Der Autor hat seinem Buch jede Menge Abbildungen diverser Kunstwerke (Gemälde, Kupferstiche, Skulpturen) beigefügt, die bei mir den Eindruck hinterlassen haben, dass die Verehrung nicht nur, aber auch auf das offensichtlich recht ansehnliche Äußere der Königin zurückzuführen ist. Heutzutage würde sie sicherlich von den Papparazzi erbarmungslos verfolgt...
Insgesamt ein nettes Büchlein für zwischendurch, auch wenn man für weitergehende Informationen eine "richtige" Biographie lesen sollte.
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