Die von Bödecker gemachten Aussagen sind unbequem, jedoch nachvollziehbar begründet und vor allem so gut belegt, wie man es von so einem kleinen Büchlein überhaupt erwarten kann.
Im Quellenverzeichneis sind 119 Bücher und wissenschaftliche Arbeiten aufgezählt.
Typisch für Bödecker sind einfache, klare, eindeutige Sätze. Dieses dadurch leicht verständliche Buch ist ein gutes Beispiel dafür, wie man trockene und umfangreiche Geschichtsfakten mundgerecht aufbereiten kann.
Es tut mir sehr leid, wenn dieses Buch dem einen oder anderen weltanschaulich die Füße wegreißt; tröstet euch: das ging schon anderen so, die Welt wird davon erfahrungsgemäß nicht untergehen.
Wenn auch im "Kampf gegen Rechts" Dinge erlaubt scheinen, die schon eine gute Erziehung verbieten würden, so reichen die Unterstellungen und Beleidigungen des Vorrezensenten nun einmal allein, ohne irgendeine, ziehende Begründung, nicht aus. Wo sind wir denn ?
Einzig akzeptabel wäre allein die sachliche Auseinandersetzung mit zumindest einem Teil der von Bödecker aufgezählten Fakten.
Wer die ausschließlich schwarzmalende deutsche Geschichtsdarstellung, auch der Zeit lange vorm Faschismus, schon immer etwas merkwürdig fand, der wird sich an diesem Buch das Herz wärmen können. Es ist ein bisschen wie heimlich Schokolade essen, denn diese Freude wird man kaum öffentlich teilen können. Vor den Augen unser aggressiv-linken Mitbürger wird man sich mit diesem Buch kaum öffentlich, und wenn, dann nicht unvoreingenommen, auseinandersetzen können.
Ich verzichte bewußt darauf, die vorstehende Rezension von Jonas Freitag als unzumutbar (als was ich sie ganz ehrlich empfinde) anzuprangern, oder irgend etwas anderes anzustrengen, was andere Nutzer um die aufschlußreiche Lektüre seines Kommentares bringen könnte. Das ist eine Frage des Respekts gegenüber meinen Mitmenschen, vor unser aller Anspruch auf vollständige Information, vor allem jedoch der Toleranz gegenüber einem Menschen, die eine ganz andere Meinung hat als ich.
Eine weitere Empfehlung:
Preußen und die Marktwirtschaft (vom Ehrhardt Bödecker)