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Preußen. Aufstieg und Niedergang. 1600 - 1947 [Gebundene Ausgabe]

Christopher Clark , Richard Barth , Norbert Juraschitz , Thomas Pfeiffer
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

12. Februar 2007
Die Geschichte Preußens – ein brillant erzähltes Standardwerk

Die Auflösung Preußens durch ein alliiertes Kontrollratsgesetz am 25. Februar 1947 setzte einen Schlusspunkt unter eine Jahrhunderte alte wechselvolle Geschichte. Der Name Preußen ist untrennbar verbunden mit Aufklärung und Toleranz, verkörpert etwa in Friedrich dem Großen, verbunden aber auch mit Militarismus, Maßlosigkeit und Selbstüberschätzung Wilhelms II. Das Nachdenken über Preußen stand in den letzten Jahrzehnten im Schatten der hitzigen Debatten über die deutsche Geschichte.

Doch die Zeit ist reif für einen distanzierten, sensibel wägenden Blick auf dieses große Kapitel der deutschen und europäischen Vergangenheit. Christopher Clark schildert den Aufstieg Preußens vom kleinen, an Bodenschätzen armen Territorium um Berlin zur dominierenden Macht auf dem europäischen Festland und schließlich die Auflösung nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches. Seine brillante Darstellung ist ein Meisterwerk angelsächsischer Geschichtsschreibung.

• 60. Jahrestag: Auflösung Preußens am 25. Februar 1947
• Unabhängiger, britischer Blick auf die ambivalente preußisch-deutsche Geschichte


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 896 Seiten
  • Verlag: Deutsche Verlags-Anstalt; Auflage: 8 (12. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3421053928
  • ISBN-13: 978-3421053923
  • Originaltitel: Iron Kingdom. The Rise and Downfall of Prussia. 1600-1947
  • Größe und/oder Gewicht: 23,2 x 15,4 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 311.482 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine bewundernswerte Leistung, mit der sich Christopher Clark in die erste Riege der britischen Historiker hineingeschrieben hat.« (Die Zeit)

»Eine brillante, überraschend liebevolle Geschichte des preußischen Staates.« (Süddeutsche Zeitung)

»Christopher Clark fügt nun in seinem 800 Seiten langen Buch die Puzzleteile aus fast einem halben Jahrhundert zu einem kompletten und schlüssigen Bild zusammen, das uns weit über Preußen hinaus deutsche und europäische Geschichte verständlich und überschaubar macht – und dies nicht in mild stimmender Verklärung.« (Kölner Stadt-Anzeiger)

Klappentext

"Eine bewundernswerte Leistung, mit der sich Christopher Clark in die erste Riege der britischen Historiker hineingeschrieben hat."
Die Zeit

"Eine brillante, überraschend liebevolle Geschichte des preußischen Staates."
Süddeutsche Zeitung

"Christopher Clark fügt nun in seinem 800 Seiten langen Buch die Puzzleteile aus fast einem halben Jahrhundert zu einem kompletten und schlüssigen Bild zusammen, das uns weit über Preußen hinaus deutsche und europäische Geschichte verständlich und überschaubar macht - und dies nicht in mild stimmender Verklärung."
Kölner Stadt-Anzeiger


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
121 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hervorragend 23. März 2007
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
Christopher Clarks neues Buch über Preußen ist eine hervorragende Darstellung über Aufstieg und Niedergang Preußens zwischen 1600 und 1947. Er sieht Preußens Geschichte - im Gegensatz zu zahlreichen früheren britischen Historikern - nicht nur als Verhängnis an, welches zum Niedergang Deutschlands geführt habe (etwa im Vergleich zu Shirers monumentaler Studie zum Dritten Reich, die dessen Existenz auf das "preußische" und deutsche Erbe ziemlich undifferenziert zurückführt), sondern ist eine wohltuend differenzierte Darstellung, die nicht nur fesselnd geschrieben ist, sondern sich bemüht, Preußen vorurteilslos darzustellen und zu "erzählen".

Vergleichbar ist das umfangreiche Werk daher am ehesten mit dem - ebenfalls hervorragenden - Band von Sebastian Haffner: "Preußen ohne Legende" aus dem Jahre 1979. Christopher Clark erzählt Preußens Geschichte so "lesbar", dass sowohl Laien als auch Wissenschaftler gleichermaßen Zielgruppe sind. Ein vorzügliches Quellen- und Literaturverzeichnis rundet den gelungenen Band ab.

Preußens Höhepunkt sieht Clark in der Zeit zwischen 1713 und 1786, also den Regentschaften des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelms I. und seines Sohnes, Friedrichs II. Auch das deutsche Kaiserreich wurde - vor allem mit der Vorrangstellung des Militärs - ein "erweitertes Preußen" mit dem Preußischen König als deutschem Kaiser. So bleibt deshalb zu fragen, ob der Titel des entsprechenden Kapitels: "In Deutschland aufgegangen" wirklich richtig gewählt wurde oder nicht der neu gegründete Staat von 1871 ein erweiteres Preußen-Deutschland gewesen ist, wie es der Autor auch eigentlich darstellt.
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Preußen ohne Mythos 23. Juli 2008
Von Mario Pf. HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Sir Winston Churchill bezeichnete Preußen einst als "die Wurzel allen Übels" und so verwundert es kaum, dass die Churchills Überzeugung zu Grunde liegende Sichtweise von Preußen als Hort des Nationalsozialismus aufgegriffen wurde und in der der Auflösung des Freistaats durch den Alliierten Kontrollrat am 25. Februar 1947 mündete. Nun bricht der 1960 in Sydney geborene Professor für Neuere Europäische Geschichte am St. Catharines' College in Cambridge mit diesem Diktum und zwingt durch sein eindrucksvolles Standard-Werk zu einer Revision des Preußenbildes, denn "Die Wahrheit ist, dass Preußen ein europäischer Staat war, lange bevor es ein deutscher wurde. Deutschland war nicht die Erfüllung Preußens, sondern sein Verderben"

Für Christopher Clark beginnt der Aufstieg Preußens jedoch nicht erst 1701 mit der Krönung Friedrich III. zu König Friedrich I. in Preußen, sondern bereits um 1600, als die Kurfürsten der Markgrafschaft Brandenburg gerade begannen ihre Position im Heiligen Römischen Reich zu festigen. 1613 etwa, konvertierte Kurfürst Johann Sigismund zum Calvinismus und wurde somit zu einem calvinistischen Herrscher über ein lutherisches Land, was zu einigen Differenzen mit dem Landadel führen sollte. Noch waren die brandenburgischen Hohenzollern lediglich Herrscher Brandenburgs, bis sie 1618 das Herzogtum Preußen erbten, welches außerhalb des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation ursprünglich eine Region zwischen Hinterpommern und dem Kurland bezeichnete.
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33 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein preußischer Sonderweg 3. Dezember 2007
Von R. Funk
Format:Gebundene Ausgabe
Clark erzählt die etwa 350-jährige Geschichte Preußens auf "nur" 780 Buchseiten (ohne Anmerkungen), was unweigerlich zu einer gestrafften und fokussierten Darstellung nötigt. Diese Aufgabe bewältigte er meisterhaft - und vor allem neutral und ideologiefrei, was hierzulande kaum möglich erscheint und deshalb einem Angelsachsen vorbehalten bleiben muss.

Der australische Historiker räumt auf mit den offensichtlich konstruierten Zusammenhängen zwischen Preußentum und Nazismus, denn die Nazis beriefen sich zwar auf preußische Traditionen (allerdings nur auf diejenigen, die ins Bild passten), aber die Preußen waren unter den ranghöchsten NSDAP-Mitgliedern zahlenmäßig weit unterrepräsentiert, während im Widerstand insbesondere Mitglieder der traditionellen preußischen Eliten eine bedeutende Rolle spielten. Preußen stand für die Hoheit des Staates, der die Interessen der gesamten Zivilgesellschaft in sich aufnahm. Die Nazis wollten statt des Staates ein völkisches Gebilde.

Clark widerlegt auch die These, dass die Hitlerschen Angriffskriege in der Tradition einer ununterbrochenen Abfolge aggressiver Kriege Preußens stünden. Der Einmarsch Friedrichs II. in Schlesien gründete sich auf Erbstreitigkeiten mit dem Hause Habsburg sowie auf Rivalitäten mit Sachsen. Es drängt sich kein Vergleich mit Hitlers Überfall auf Polen auf. Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 entspann sich um die Deutsche Einheit, welche die Franzosen nicht zulassen wollten. Die Krisen um das Großherzogtum Luxemburg und die spanische Thronfolge beinhalteten zwar die Möglichkeit eines Krieges, er war von Bismarck aber nicht geplant.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Aufräumen mit Klischees
Der Autor, ein "unverdächtiger" Engländer, betrachtet Preußen aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Enibas veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Erfrischend unbelastete Gesamtdarstellung vom Anfang bis Ende...
Auch wenn die wesentlichen Eckpunkte der preussischen Entwicklung für jeden an deutscher Geschichte interessierten Leser Allgemeingut sind und Clark seine Darstellung stark... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Monaten von Majomie veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Buch
Der Autor gibt in der Tat einen sehr vollständigen Abriß über die Geschichte Preussens, und er läßt diese, was ich richtig finde, erst mit dem 2. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Mai 2012 von PZF85J
5.0 von 5 Sternen Eindeutig das beste Buch zum Thema!
Toll zu lesen, wie ein nicht-deutscher Historiker so ausgewogen über das Phänomen Preußen schreibt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. März 2012 von Bücher-Zebra
5.0 von 5 Sternen Bestes, gut lesbares Historikerhandwerk...
hat Christopher Clark hier an einem wahrlich komplexen Thema abgeliefert. Die eigentliche Kunst, Primär-und Sekundärquellen in einen strukturierten und umfassenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2010 von A. Krause
4.0 von 5 Sternen Brilliantes Werk mit kleinen Schwächen
Zu dem, was die vorstehenden Rezensenten, denen ich mich gerne anschließen möchte, was die grundsätzliche Qualität dieses modernen Klassikers der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2010 von T. Cuber
4.0 von 5 Sternen Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947
Preußen, das klingt leider für viele heute nach Militarismus, Gewalt, Krieg und Junkertum. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. November 2009 von Thorsten Wiedau
5.0 von 5 Sternen Territoriale und andere historische Kuriositäten
"Der preußische Sozialminister, Verzeihung, der brandenburgische Sozialminister Alwin Ziel (SPD) schlug gestern vor, das mit der geplanten Fusion von Berlin und Brandenburg... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 8. Oktober 2008 von timediver®
5.0 von 5 Sternen Iron Kingdom,
unter diesem Titel erschien Christopher Clarks Preußengeschichte in seiner Originalausgabe, offenbar ein wenig auf die englische Prussophobie schielend. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Januar 2008 von Ulrich Eschmann
5.0 von 5 Sternen Spannend
Es hat richtigen Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Das Thema wurde vom Autor spannend und gut strukturiert zugleich aufbereitet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Juli 2007 von M. Ollesch
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