So einen Film hat man selten gesehen: vor der Kulisse des dekandenten, verschwenderischen Jahres 1917 ein Film über tiefe menschliche Abgründe. Allein die Szene, in der die 12-jährige Baby, auf einem Podest stehend, an den Meistbietenden als Jungfrau versteigert wird, hat an seiner Brisanz und schockierenden Ehrlichkeit bis heute nichts verloren. Hier drängen sich Bilder von Kinderprostituierten in Thailand auf, die, gezwungen von der Gesellschaft, keine andere Möglichkeit haben als ihren Körper zu verkaufen.
Dazu die Ohnmacht der anderen Prostituierten, die sich mit Drogen und Alkohol selbst betäuben, um das Leid und den Schmerz zu vergessen. Und das Kind, das, entjunfert und vor Schmerzen schreiend, lacht um die Grausamkeit der Welt zu übertünchen.
Ein Film, der schockiert, aufrüttelt und einem vor Augen führt, das die Welt noch nie perfekt war und nie sein wird.