Kommen wir jedoch zunächst zu meinem Eindruck, den ich nach mehrmaligem Hören dieser, wie auch der anderen Kurier-Folgen gewonnen habe. Die Serie steckt voll von Potential und ist Hörspiel für Hörspiel, eine wunderbare Mischung aus 20er/30er Jahre Krimi, Abenteuer und Slapstick für die Ohren. Auch wenn cih, wie ich zugeben muß, anfänglich ein wenig skeptisch war, so hat mich die Serie bereits mit der ersten Folge überzeugt.
Die hier vorliegende Folge reiht sich nahtlos in die vorangegangenen ein. Auch hier muß der charmant-tolpatschihe Preston wieder einen Auftrag übernehmen, der nicht gerade alltäglich ist. Es geht immerhin um Mumien, die nach einem Wasserschaden im Museum vorübergehend "umgebettet" werden müssen. Nichts leichter als das, liegen die einstmals adligen Herrschaften doch in ihren praktischen, wenn auch schweren Sarkophargen. Also in die Hände gespuckt und zusammen mit Botenjunge Terry frisch und munter ans Wer ... dennoch höre ich hier auf, denn ich möchte keinesfalls alles verraten.
Obschon der weitere Verlauf wirklich ein wenig offensichtlich erscheint, ist diese Folge äußerst gelungen. Ja, ich möchte fast behaupten, gerade weil sie ein wenig offensichtlicher ist, macht sie dies sogleich aber auch umso spannender - geheimnisvoller ;-) mal ganz davon ab, das die bekannten Stimmen von Roger Moore und Timothy Dalton, zusammen mit der des Fritz von Hardenberg ein geradezu fulminantes Dreigestirn an Humor und Wortwitz abliefern.
Leider isit diese Folge aber auch die letzte in der Serie, die ihres gleichen in Zukunft vermutlich vergebens suchen wird. Fritz (Preston" von Hardenberg verstarb im Dezember des JAhres 2010, womit auch der Kurier sein Ende gefunden hat. Um diesen großartigen Synchronsprecher nicht nur zu danken, sondern ihm auch ein kleines, Hörspielakustisches Denkmal zu setzen - von mir 5 Sterne.
Danke Fritz!